»Es zerreißt mir das Herz« - Mehrere Entwickler wurden auf der gamescom dreist beklaut, Fans und andere Studios eilen zu Hilfe

Mindestens drei Indie-Studios berichten von Diebstählen, ein Entwickler sagt unter Tränen: »Für mich ist die Messe gelaufen.«

Gleich mehrere Entwickler berichten von gestohlener Hardware auf der gamescom 2026. Vor allem für kleine und Solo-Devs ein schwerer Schlag. Gleich mehrere Entwickler berichten von gestohlener Hardware auf der gamescom 2026. Vor allem für kleine und Solo-Devs ein schwerer Schlag.

Auf der gamescom 2026 ist es offenbar zu mehreren schweren Hardware-Diebstählen gekommen.

Bereits am Freitagmorgen berichtete der Entwickler Ryan Laley, der auf der Messe sein Survival-Horrorspiel Mimic präsentieren wollte, seine Laptops mit dem Spiel seien gestohlen worden:

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In seinem Video zum Vorfall erklärt er, die Hardware sei aus einem eigentlich abgesperrten und überwachten Bereich entwendet worden. Sichtlich geschockt und unter Tränen berichtet Laley:

Meine gamescom ist damit gelaufen, es ist vorbei. Unsere Laptops wurden alle geklaut. […] Als Indie-Solo-Dev ist dieser Mist echt verdammt teuer und es ist hart, sich alleine um alles zu kümmern. Es ist mehr als frustrierend. Es zerreißt mir das Herz.

Sachschaden, Leaks und Angst

Ryan Laley ist nicht das einzige Opfer derartiger Diebstähle. Wie der Publisher iam8bit berichtet, wurden ebenfalls Laptops gestohlen, auf denen Spiele der Presse und Industrievertretern vorgeführt werden sollten.

»Wir sind heute an unserem Stand in der Business-Area angekommen und stellen fest, dass über Nacht zwei unserer Laptops geklaut wurden – trotz anwesender Sicherheitsleute der Koelnmesse«, heißt es vom Unternehmen.

Video starten 25:58 DevPlay - Hinter den Kulissen der gamescom

Dem Entwicklerteam Tessera Studios seien ebenfalls Laptops und ein Steam Deck aus einem aufgebrochenen Schrank entwendet worden.

Die Opfer der Diebstähle fürchten neben Leaks ihrer unfertigen Spiele auch, dass Firmeninterna, Passwörter und Geschäftsdetails in die falschen Hände geraten könnten. Und natürlich entsteht auch ein Sachschaden, der für kleine Entwickler schwer zu kompensieren ist.

Zweifel an Sicherheit der Messe

Die Diebstähle werfen Fragen bezüglich des Sicherheitskonzepts der Koelnmesse auf, auf deren Gelände die gamescom stattfindet und die für die allgemeine Geländesicherheit zuständig ist – darunter Einlasskontrollen und die Überwachung von Eingängen.

Bereits 2025 hatte eine Recherche des WDR gravierende Mängel bei der Rekrutierung von Sicherheitspersonal für die größte Spielemesse der Welt aufgedeckt.

Zu den aktuellen Vorfällen von 2026 schreibt die Organisation, man nehme die Berichte über Diebstähle sehr ernst und verstehe des Frust der Aussteller. Man habe alle Fälle der Polizei gemeldet und die Ermittlungen liefen, so das Statement. Zugleich weist man darauf hin, dass Standbetreiber zusätzliche Security buchen und ihr Inventar versichern sollten.

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Der Auslandskorrespondent Tom Warren von The Verge kommentiert dazu: »Dieser Antwort ist doch kompletter Mist.« Er erhält dafür 4.000 Likes.

Die Branche hält zusammen

Der Fall von Ryan Laley löst auf Social Media eine Welle der Solidarität aus. Viele Fans, Gaming-Organisationen und andere Entwickler boten Hilfe und Unterstützung an, nachdem sein Video viral gegangen war.

Unter anderem meldete sich CD Projekt Red zu Wort und bot dem Indie-Entwickler Ersatz-Computer aus dem eigenen Bestand an. Der Cyberpunk-Account schrieb: »Wir checken den Hardware-Bestand im Arasaka-Archiv und schicken dir was rüber. Kein Choom sollte bei null anfangen müssen.«

Der Branchenberater Indie Game Joe spendete zusätzliches Geld, um den entstandenen Schaden zu kompensieren. Der beklaute Entwickler bedankte sich in einem Followup-Video für den Zuspruch und die Unterstützung. »Danke für all die positiven Nachrichten, den Support, den Zusammenhalt«, schrieb Laley. »Das bedeutet mir die Welt.«


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