Eugen Systems - Entwickler von Wargame & Steel Division zerren Arbeitgeber vor Gericht

Nach anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem Management und Angestellten bei Eugen Systems, haben die streikenden Entwickler beschlossen, vor Gericht zu ziehen.

von Martin Dietrich,
04.04.2018 15:33 Uhr

Die Entwickler von Steel Division sehen nach fast zwei Monaten Streik keine Besserung in Sicht und wollen vor Gericht ziehen.Die Entwickler von Steel Division sehen nach fast zwei Monaten Streik keine Besserung in Sicht und wollen vor Gericht ziehen.

Der Konflikt um die streikenden Entwickler von Eugen Systems wird wohl in einem Gericht ausgetragen werden. Seit fast zwei Monaten streiken die Angestellten des französischen Entwicklers und fordern unter anderem bessere Löhne und bezahlte Überstunden vom Arbeitgeber. Aufgrund des scheinbaren Unwillens des Managements, auf die Forderungen einzugehen, wollen sich die Entwickler nun an ein Gericht wenden.

In einem neuen Schreiben der Eugen-Angestellten erklären sie, dass es am 23. März das letzte Treffen der beiden Streitparteien gab. Dieses soll nur eine Viertelstunde gedauert haben und mit der Ankündigung des Managements beendet worden sein, dass man weder bereit sei die Forderungen zu akzeptieren, noch sie zu verhandeln.

Gericht soll Rechtsstreitigkeiten klären

Bereits bei einem Treffen zwei Tage zuvor, war es zu keiner Einigung gekommen. Nach inzwischen mehreren ergebnislosen Meetings, beschlossen 15 aktuelle und frühere Eugen-Mitarbeiter härtere Methoden zu wählen und sich mit ihren Anliegen an ein französisches Gericht für Arbeitsrecht (»Conseil de prud'hommes«) zu wenden.

Diese Gerichte sind mit Arbeitsgerichten in Deutschland vergleichbar. In der absichtserklärung der Entwickler machen sie jedoch klar, dass das Gericht nicht sämtliche Probleme der eingefahrenen Situation lösen wird, sondern Klarheit bei den Rechtsstreitigkeiten schaffen soll.

Im Streik seit Februar

Seit dem 14. Februar 2018 traten 21 Angestellte von Eugen Systems in einen Arbeitsstreik. Zur finanziellen Absicherung wurde eine Crowdfunding-Kampagne für die Entwickler eingerichtet. Mittlerweile unterstützen fast 240 Menschen ihren Kampf um bessere Arbeitsbedingungen mit rund 13.600 Euro.

Zum Start des Streiks widersprach die Führungsetage bei Eugen den Anschuldigungen ihrer Angestellten in einem öffentlichen Schreiben. Dort gaben sie zwar zu, dass es Probleme bei Gehaltsabrechnungen gegeben habe und sie zu spät versendet wurden. Das soll jedoch an kürzlichen Änderungen bei der Gesetzgebung gelegen haben.

Weitere Hintergründe zum Konflikt haben wir bereits in einer früheren Meldung gesammelt.

Quelle: Gamesindustry.biz, PCGamer

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