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Exoborne verspricht keinen frischen Wind im Shooter-Genre, sondern einen ganzen Tornado

In einem gewaltigen Kraftakt will ein schwedischer Entwickler die Welt der Extraction-Spiele durchrütteln. Wir haben Exoborne jetzt erstmals selbst gespielt.

In Exoborne toben nicht nur PvPvE-Gefechte, sondern auch wilde Naturgewalten. In Exoborne toben nicht nur PvPvE-Gefechte, sondern auch wilde Naturgewalten.

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Es ist ein wahres Mammutprojekt, das sich die Entwickler von Sharkmob da vorgenommen haben: Das schwedische Studio möchte nicht nur im hart umkämpften Umfeld der Multiplayer-Shooter dauerhaft Fuß fassen, sondern endlich den Mainstream-Durchbruch für das Extraction-Genre schaffen.

Exoborne heißt das Spiel, das den fast schon mythischen Reiz von Hardcore-Titeln wie Escape from Tarkov oder Hunt: Showdown für eine viel größere Zielgruppe öffnen soll.

Das erklärte Ziel: Ein Extraction-Shooter für Spieler, die nicht wochenlang Excel-Tabellen und Item-Wikis wälzen wollen oder sich frustriert abwenden, wenn eine 50 Minuten lange Zitterpartie von einem Camper aus dem Unterholz per Headshot unzeremoniell beendet wird.

Feuer-Tornado! Hier sieht man was passiert, wenn ein Wirbelsturm in der Spielwelt zufällig auf Feuer trifft. Feuer-Tornado! Hier sieht man was passiert, wenn ein Wirbelsturm in der Spielwelt zufällig auf Feuer trifft.

Es ist keine komplett neue Idee: Call of Duty startete mit DMZ im November 2022 einen solchen Mainstream-Gehversuch, Battlefield wollte mit Hazard Zone ebenfalls in die Extraction-Gefilde vorstoßen und der Arma-Entwickler Bohemia versuchte es in Vigor sogar mit einem Endzeit-Setting in einer 90er-Jahre-Parallelwelt.

Was all diese Spiele gemeinsam haben: Sie versandeten eher früher als später in der Bedeutungslosigkeit. Wie will also Exoborne jetzt genau das schaffen, woran so viele andere bisher gescheitert sind?

Ich habe Sharkmob besucht, um genau das herauszufinden, konnte sogar erstmals auch selbst ein paar Runden spielen und berichte euch im Rahmen von FYNG von meinen Eindrücken!

Disclaimer zur Reise
Wir wurden von Tencent, der weltgrößten Spielefirma und Geldgeber hinter Exoborne, zu einem Anspiel-Event ins Studio nach Malmö, Schweden eingeladen. Dort konnten wir mit leitenden Entwicklern von Sharkmob sprechen, die Räume besichtigen und Exoborne in einer geschlossenen Testumgebung mit Playtestern und anderen Journalisten spielen. Die Reisekosten, Hotelunterbringung sowie Verpflegung vor Ort wurde von Tencent finanziert.

Um was geht’s eigentlich

»High risk, high reward«, so lautet die oft beschworene Erfolgsformel der Extraction-Shooter. Will heißen: Ich spiele mit hohen Einsätzen, kann jederzeit sämtliche Ausrüstung verlieren. Beute und Belohnung erhält nur, wer es lebendig von der Map zurück ins Hauptmenü schafft. Gleichzeitig fühlt sich jeder Sieg dadurch bedeutungsvoll und knallhart erkämpft an.

Vehikel sind ein wichtiger Bestandteil des Spiels - für Fortbewegung und Kämpfe. Vehikel sind ein wichtiger Bestandteil des Spiels - für Fortbewegung und Kämpfe.

Wer es in Hunt: Showdown mit der Boss-Trophäe nach Hause schafft, atmet auf, die Endorphine kicken rein, fast unwillkürlich bricht Jubel aus. Exoborne will genau dieses Gefühl einfangen, aber in kompaktere Runden von 20 bis 30 Minuten verpacken und vor allem Genre-Neulinge nicht sofort mit einer enormen Fallhöhe wieder vertreiben.

Im Kern von Exoborne stehen zwei Dinge. Erstens: die apokalyptische Spielwelt, in der mächtige Extremwetter-Phänomene wüten. Und zweitens: die sogenannten Exo Rigs, futuristische Exoskelett-Kampfanzüge, die ihren Trägern übermenschliche Kräfte verliehen. Schauplatz ist ein fiktiver US-Bundestaat, der vom Naturkatastrophen und dem Widerstandskampf gegen die fiese Rebirth Corporation zerrüttet ist.

Diese Corporation hatte versprochen, den Klimawandel aufzuhalten und sich dann – wie sollte es auch anders sein – als skrupellose und machthungrige Tech-Diktatur entpuppt. Hier treffen also Endzeit und Hochtechnologie aufeinander und bilden eine schmutzig-düstere Sci-Fi-Kulisse für PvP- und PvE-Gefechte auf mehreren Open-World-Maps. Deren Anzahl steht bisher ebenso wenig fest wie ein Verkaufspreis, ein Free2Play-Modell ist aber definitiv keine Option für die Macher.

Ach, ihr wollt erstmal Gameplay sehen, bevor ich weiter schreibe? Überhaupt kein Problem:

Video starten 18:09 Gameplay-Premiere: Wir haben Exoborne gespielt und der Shooter hat uns buchstäblich weggepustet

Eine Runde Exoborne

Und wie genau läuft das nun ab? Eine Runde in Exoborne könnt ihr euch grob so vorstellen: Ich lande mit meinem Squad (und dem zuvor im Menü konfigurierten Exo Rig) samt eingepacktem Loadout per Gleitschirm an einem zufälligen Punkt auf der Karte.

Mittels Übersichtskarte navigiere ich zu meinem (selbst gesteckten) Ziel – das können Patrouillen von KI-Gegnern, fixe Missionen, bewachte Konvois oder Zonen mit besonders seltenem Loot sein. So kann ich mit meinem Team zum Beispiel ein gesichertes Rebirth-Terminal knacken, das drei legendäre Waffen ausspuckt. Nachteil: Ich muss wild gewordene Killer-Roboter abwehren, solange der Hack läuft. Und das lockt potenziell auch andere Teams an.

Generell gilt: Früher oder später kommt es zum Kampf, wenn ich auf marodierende Banditen, bewaffnete Drohnen oder eben andere Spieler treffe, die mein Gear haben wollen. Hat meine Gruppe alle Konfrontationen überlebt, ruft sie an einem Exfil-Punkt einen Helikopter, um mit gefüllten Taschen von der Map zu fliehen, bevor der Match-Timer abgelaufen ist.

Wer ist Sharkmob?
Das schwedische Studio Sharkmob wurde 2017 in Malmö von Martin Hultberg und Petter Mannerfelt gegründet. Beide waren zuvor bei Massive Entertainment in Führungsrollen tätig und maßgeblich an The Division beteiligt.

2022 veröffentlichte das Studio mit Vampire: Bloodhunt seinen ersten Titel, einen Battle-Royale-Shooter mit der offiziellen Lizenz von Vampire: The Masquerade (World of Darkness). Trotz weitgehend positiver Resonanz, konnte sich Bloodhunt nicht dauerhaft am Markt durchsetzen, sodass die Entwicklung im Mai 2023 beendet wurde.

Inzwischen ist Sharkmob von seiner anfänglichen Startup-Größe auf über 400 Entwickler gewachsen und hat eine Außenstelle in London eröffnet, wo an einem dritten Titel gearbeitet wird.

Gesammelte Waffen, Ressourcen und Upgrades investiere ich dann im Menü und via Crafting-System in mein Exo Rig und meine Waffen, um für die nächste Runde noch besser aufgestellt zu sein. Sterbe ich dagegen im Einsatz, und meine Kollegen schaffen es nicht, mich wieder auf die Beine zu stellen, ist aller mitgebrachte und eingesammelte Kram futsch.

Für unvorhergesehene Wendungen sorgt dabei das Klima: Aufkommende Stürme beeinflussen meinen Gleitschirm oder stören die Sicht, Gewitter legen Elektronik temporär lahm und Sturmfluten machen manche Bereiche plötzlich unpassierbar. Diese Unberechenbarkeit lässt die Welt lebendig wirken, zwingt mich immer wieder zum Umdenken oder eröffnet auch taktische Optionen.

Oft entbrennen kurz vor der Extraktion noch erbitterte Gefechte um Plätze im Shuttle. Oft entbrennen kurz vor der Extraktion noch erbitterte Gefechte um Plätze im Shuttle.

Gutes Tempo

So geriet mein Team einmal in einen Hinterhalt und wurde von einer stark erhöhten Position aus beschossen. Ohne Deckung in Sicht aktivierte ich verzweifelt den Gleitschirm, wurde plötzlich von einem Wirbelsturm erfasst, mehrere dutzend Meter nach oben katapultiert und landete hinter den verdutzten Angreifern.

Auf einmal konnten wir die Feinde unsererseits in die Zange nehmen. Ein dynamischer Wettereffekt hatte das Blatt gewendet! Und ja, hier war es natürlich Zufall, aber ich bin sicher: Wer genug Erfahrung sammelt, die Map kennt und das Wetter zu lesen lernt, wird solche Manöver ganz aktiv durchziehen können.

Ganz generell ist Exoborne alles andere als ein statischer Shooter: Ich sprinte, rutsche und gleite flink durchs Gelände, zünde je nach Exo-Modell spezielle Movement-Fähigkeiten wie einen extra hohen Power Jump oder nutze einen Greifhaken um blitzschnell die Poition zu wechseln.

Trotzdem ist immer auch das immense Gewicht der dicken Kampfanzüge zu spüren – vor allem massiv gepanzerten Modelle spielen sich auf angenehme Art behäbig und schwer.

Video starten 1:41 Im Mech-Kampfanzug durch die Endzeit-USA: Exoborne dreht im neuen Trailer voll auf

Das verleiht dem Spiel ein sehr geerdetes, leicht taktisches Feeling. Permanentes Bunny Hopping wie in CoD oder Wallrunning wie in Titanfall sind in Exoborne keine Option, zumal die Kämpfe in der Open World auch gern mal über größere Distanzen stattfinden. Die Spielgeschwindigkeit ist daher nicht so hektisch wie in einem Arena-Shooter, aber flotter als bei den meisten Extraction-Konkurrenten.

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