50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Fallout 5 in New York oder New Orleans? Unsere Redaktion hat deutlich ausgefallenere Ideen

Wo spielt Fallout 5? Die Gamestar-Redaktion verrät ihre Traumsettings, auch wenn nicht alle davon realistisch sind. Außerdem wollen wir wissen, was ihr euch wünscht!

Wohin geht es im nächsten Fallout? Wahrscheinlich an keinen der Orte, die wir uns wünschen. (Bildquelle: Fallout Cascadia) Wohin geht es im nächsten Fallout? Wahrscheinlich an keinen der Orte, die wir uns wünschen. (Bildquelle: Fallout Cascadia)

Ach so ein neues Fallout, das wäre was. Gerade nach der zweiten Staffel der Amazon-Serie haben auch die Fans in unserer Redaktion wieder richtig Lust, das Ödland zu erkunden. Aber so schnell wird es kein neues Spiel für die Reihe geben, schließlich entwickelt Bethesda erst mal The Elder Scrolls 6.

Doch das hält uns nicht davon ab, schon mal von Fallout 5 zu träumen: Wir verraten euch unsere Ideen für das Szenario von Fallout 5. Und nein, wir haben uns nicht auf die realistischsten Kandidaten konzentriert, sondern unserer Fantasie freien Lauf gelassen!

Fallout: Tokyo

Phil Elsner: Für mich sind die urbanen Schauplätze von Fallout immer die spannendsten. Das Wasteland ist meist eine eher langweilige Einöde, in den dystopischen Siedlungen der Endzeit voller diverser Fraktionen und NPCs steckt dagegen viel Charme und Flair.

Eine japanische Großstadt wäre der ideale Nährboden für einen Mix aus dichtem Großstadt-Dschungel und gesetzloser Postapokalypse. In der Fallout-Version von Tokyo könnten diverse Clans und Gangs um die Vorherrschaft ringen - von hochtechnisierten Cyber-Kriegern bis hin zu Banden, die sich als Samurai betrachten (analog zur Caesar's Legion).

Natürlich kann ich mich in Fallout: Tokyo auch von einem Schwertmeister zum Katana-Profi ausbilden lassen und dann in neonbeleuchteten Gassen die Klinge schwingen und Mutanten filetieren. Mangas wie Ghost in the Shell, Blame! oder Akira liefern mehr als genug Inspiration für ein reichhaltiges Japano-Fallout.

Video starten 1:06:56 Fallout ist tot, lang lebe Fallout! Wie geht es nach Staffel 2 weiter?


Fallout: Hawaii

Valentin Aschenbrenner: Ein Fallout außerhalb der USA wäre natürlich super-spannend! Ich würde definitiv nicht Nein dazu sagen, die Welt nach dem Großen Krieg zum Beispiel in China, Japan, Europa und Co. zu erkunden. Laut Todd Howard bleibt Fallout aber in den USA und ich bei dieser Liste entsprechend konservativ. Zu den Vereinigten Staaten gehört nun mal aber auch das Paradies des Pazifiks, und ich wäre ungeheuer neugierig darauf, wie paradiesisch das in Fallout bleibt. 

Aktuell ist Hawaii in der Fallout-Lore noch ein nahezu völlig unbeschriebenes Blatt. Und das beherbergt eine Menge Potenzial für komplett neue Vaults, Fraktionen, Monster-Gesocks und vor allem unser Pipboy-Radio: Den Sound der 50er mit hawaiianischen Einflüssen verbinden? Das klingt im wahrsten Sinne des Wortes wie Musik mit meinen Ohren!

Vali sehnt sich offenbar nach einem Strandurlaub (Bildquelle: Fallout Miami) Vali sehnt sich offenbar nach einem Strandurlaub (Bildquelle: Fallout Miami)

Stellt euch außerdem nur mal vor, wie schrecklich-schön die radioaktiv-verstrahlte Flora und Fauna der Aloha-Inseln aussehen könnte. Mutierte Nene-Gänse, Honigfresser, Buckelwale, Mönchsrobben beherbergen allemal ordentlich Albtraum-Potenzial. Und wie wäre es vielleicht mit einem Urlaubs-Vault für Vault-Tec-Mitarbeiter, die nicht von der Sonne, aber dafür radioaktiver Strahlung geröstet wurde? Das Insel-Paradies wäre mal etwas völlig anderes, wie wir es bisher von Fallout gewohnt sind.


Fallout: Neuseeland

Jesko Buchs: Abgelegene Orte auf der Südhalbkugel der Erde sollen im Falle eines Atomkriegs die beste Wahl sein, wenn man überleben will - habe ich zumindest mal irgendwo gehört. Denn dort befinden sich nur wenige Ziele von militärischer Bedeutung. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Australien, Neuseeland oder Patagonien die Bomben fallen, ist also relativ gering.

Das hieß jetzt nicht, dass ich mir ein Fallout ohne Bomben wünsche, allerdings würde ich in einem zukünftigen Serienteil gerne einmal einen Teil der Welt erkunden, der nicht unmittelbar durch das nukleare Höllenfeuer vernichtet worden ist. Klar, die Auswirkungen eines Atomkriegs (nuklearer Winter, erhöhtes Strahlungsniveau) wären auch am anderen Ende der Welt spürbar.

Allerdings würde die menschliche Zivilisation dort wahrscheinlich nicht so schnell zusammenbrechen wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und wie sich die überlebende Menschheit dort weiterentwickelt, fände ich einfach ein unheimlich spannendes Gedankenexperiment.

Video starten 57:28 Fallout ist sehr viel realistischer, als ihr denkt


Fallout: Ruhrpott

Dennis Zirkler: Brotherhood of Steel? Nein, danke! In Fallout 5 wünsche ich mir stattdessen die Kumpelschaft des Stahls, die stilsicher in ihrer Festung, der Zeche Zollverein in Essen, residiert. Der berühmte Doppelbock-Förderturm ragt wie ein rostiger Mittelfinger in den Himmel und dient als Hauptquartier für die Kumpels, die statt Lasergewehren Bohrhämmer und Nietenkanonen schwingen

Das Ödland drumherum wäre ein dichter Dschungel aus verschmolzenen Autobahnkreuzen, wo Raider-Banden in atombetriebenen Opel Mantas Jagd auf Händler machen, um die wertvollste Ressource des Spiels zu ergattern: Original Bochumer Currywurst-Gewürz.

Das Dialogsystem setzt auf ordentlich Tacheles: Wenn ein NPC um den heißen Brei herumredet, könnt ihr die spezielle Option »Hömma, mach keine Dönekes hier!« wählen. Und wer zu geschwollen daherschwafelt, wird direkt als auswärtiger Spion entlarvt und kriegt gleich wat auffe Mappe. Denn wie heißt es so schön: Kommse nach Bottrop, krisse aum Kopp dropp.


Fallout: Kanada

Für ein bisschen Abwechslung zu vorherigen Spielen müsste Fallout sich gar nicht weit von den USA entfernen. Seitdem die Fallout-Serie die kanadische Herkunft einer Figur in die Geschichte eingebaut hat, möchte ich mehr über die Geschichte des nördlichen Nachbarn der Vereinigten Staaten erfahren.

Im Fallout-Universum wird Kanada im Zuge des Kriegs gegen China von den USA annektiert und unter eine brutale Militärherrschaft gestellt. Das würde sich hervorragend als Vorkriegs-Hintergrund für ein Fallout in Kanada anbieten, der Platz für spannende Konflikte und außergewöhnliche Fraktionen hat.

Fallout: Kanada könnte deutlich grünere Landschaften haben als die Vorgänger. (Bildquelle: Fallout: Cascadia) Fallout: Kanada könnte deutlich grünere Landschaften haben als die Vorgänger. (Bildquelle: Fallout: Cascadia)

Wir entdecken Terminaleinträge und Notizen, die Geschichten vom Leid der Zivilbevölkerung, von desertierenden Soldaten und kanadischen Rebellen-Gruppen erzählen. Wir finden versprengte chinesische Soldaten, die zu Ghulen geworden sind und ihre eigene Siedlung aufgebaut haben. Und wir entdecken vielleicht auch Vaults, die von den USA im besetzten Kanada errichtet wurden.

Ein spannender Kniff wäre für mich auch, wenn Fallout: Kanada gar nicht lange nach dem Ausbruch des Atomkriegs spielen würde. Das war schon bei Fallout 76 ein spannendes Experiment. Doch ein reines Singleplayer-Fallout, das von Anfang an mit Geschichten und Figuren gefüllt ist, die in der Alten Welt aufgewachsen sind, hätte noch viel mehr Möglichkeiten für außergewöhnliche Geschichten.

Das Spiel könnte sogar ähnlich wie Fallout 4 oder die Fallout-Serie zwei Zeitebenen einbauen: Unsere Figur könnte im Prolog noch die Zeit vor dem Atomkrieg erleben. Oder wir erleben ab und zu Flashbacks, wenn wir bestimmte Orte besuchen, die uns an die Vergangenheit erinnern!


Fallout: Istanbul

Gloria H. Manderfeld: Nachdem Kollege Zirkler schon mein Lieblingssetting, den Ruhrpott, beschrieben hat, bekommt ihr meine Nummer zwei: Istanbul. Kaum eine Metropole hat so viel Geschichte erlebt wie das etwa 660 vor Christus gegründete ehemalige Konstantinopel, das schon zur Römerzeit ein wahrer kultureller Schmelztiegel war, in dem Orient und Okzident oft auch mal richtig kritisch aufeinander trafen. 

Wer die unterschiedlichen, richtig hart durchgeknallten Fallout-Fraktionen à la Legion in New Vegas spannend findet, muss sich in Istanbul vielleicht mit Derwisch-Raidern, windigen Seidenstraßen-Caps-Händlern oder Möchtegern-Templern herumschlagen.

Gerade die vielen Schichten Menschheitsgeschichte, die durch atomares Chaos ordentlich durcheinander gewirbelt werden könnten, wären für mich als Autorin ein absoluter Traum - sozusagen einmal Eskalation quer durch die Historie, gemixt mit wilden pseudofuturistischer Tech, die den Bogen ins innovative Asien vollzieht. 

Und natürlich Katzen - Istanbul ist eine Hochburg nicht nur geduldeter, sondern geliebter Katzen, die einfach zu überleben haben (und nicht wie in Fallout 2 angeblich ausgestorben sein sollen - geht’s noch??). Mutantenkatzen fände ich auch eine spannende Überlegung - oder Ghulkatzen?

Zumindest als TV-Serienkonzept ließe sich das problemlos umsetzen, sehen Sphynx-Katzen doch schon ein bisschen aus wie Ghule …äh, genug davon. Noch ein Argument für Istanbul: Eine geniale Szenerie zwischen verblassender Baupracht, Meer und mediterraner Fauna, die Ödlandwanderer vor den Toren der Stadt schnell ins wilde und gefahrvolle Bergland führen.

Fallout: Frankenland

Steffi Schlottag: Gut, ich bin vielleicht ein wenig voreingenommen, weil meine Familie aus Franken kommt und ich tiefste Liebe für diesen schönen Flecken Erde empfinde. Aber es gibt noch mehr Gründe als das, warum ich es als Fallout-Setting cool fände. Und nein, nicht nur wegen der klingenden Alliteration im Titel.

In der Fränkischen Schweiz gibt es vor allem drei Dinge: Burgen, Brauereien und Felsen. Wie spaßig wäre denn, wenn sich eine postapokalyptische Gesellschaft in den alten Ruinen und Bierkellern einquartieren würde, mit aufpolierten Ritterrüstungen rumläuft und die Wappen von früher verwendet, um neue Orden zu gründen? Mittelalter trifft Fallout, und schon wäre ich an Bord.

Für mögliche modernere Schauplätze wäre auch genug gesorgt: mit der Stadt Bayreuth zum Beispiel. Die hat ein Dinomuseum mit lebensgroß nachgebauten Urviechern, das wäre doch mal eine ausgefallene Quest-Kulisse! Oder die riesige Teufelshöhle in Pottenstein mit ihren stimmungsvoll angeleuchteten Tropfsteinen und Höhlenbär-Skeletten. Da schreibt sich eine Nebenquest um versteckte Altwelt-Schätze doch von selbst!

Das waren unsere Ideen und Wünsche für das nächste Fallout. Jetzt seid ihr dran! Verratet uns wo Fallout 5 eurer Meinung nach spielen sollte, egal ob realistische Einschätzung oder absurder Wunschtraum!

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