Eine Videospielreihe wie Fallout als Serie adaptieren? Was für Fans erst mal großartig klingt, mag als Pitch gegenüber einem großen Unternehmen wie Amazon deutlich schwieriger zu erklären sein. Praktisch ist es natürlich, wenn es bereits ein gutes Beispiel für eine postapokalyptische Spielwelt im Serienformat gibt - wie etwa The Last of Us.
Das hat es einfacher gemacht
Kurz vor dem Release der Fallout-Serie am 11. April auf Amazon Prime sprach deren Regisseur Jonathan Nolan mit The Hollywood Reporter über den Einfluss der HBO-Serie auf sein eigenes Projekt. Gefragt, ob The Last of Us die Messlatte nicht ziemlich hoch gesetzt habe, antwortet Nolan:
Ich war hocherfreut. Zu dem Zeitpunkt, als Todd [Howard] und ich uns zum ersten Mal beim Mittagessen trafen, war die Messlatte nicht nur niedrig, sie existierte gar nicht - vor allem im Gebiet der TV-Serien.
Das Verständnis für die Verfilmung eines Spiels sei damals noch nicht besonders groß gewesen. Hätte man beispielsweise einem Studio gesagt, man wolle ein First-Person-Spiel adaptieren, hätte man dort angenommen, die Serie solle aus dieser Perspektive gedreht werden. Deshalb ist Nolan The Last of Us dankbar:
Es ist immer toll, der Erste zu sein. Aber wenn jemand etwas so Gutes wie The Last of Us macht, macht es das einfacher, weil plötzlich jeder versteht, was eigentlich möglich ist.
Die gleichnamige Serie zu The Last of Us war letztes Jahr ein riesiger Erfolg. Nicht nur übertrafen die Zuschauerzahlen sogar das Game-of-Thrones-Prequel House of the Dragon. Auch bei den Emmys konnte die Geschichte von Joel und Ellie gleich mehrere Preise abräumen. Warum für ihn The Last of Us die bisher beste Videospiel-Serie ist, erzählt euch Jan in seiner Kolumne:
The Last of Us und Fallout haben übrigens nicht nur ihr postapokalyptisches Setting gemeinsam. Beide Serien sollen auch eine zweite Staffel bekommen. Im Falle von The Last of Us ist diese schon offiziell bestätigt. Über den zweiten Teil von Fallout hat Amazon zwar noch nichts verlauten lassen, dafür berichtet aber das gut informierte Branchenmagazin Variety über die Fortsetzung.
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