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Filmkritik zu X-Men: Dark Phoenix - Kein würdiger Abschied von Marvels Mutanten

Nach der Übernahme von Fox durch Disney ist Dark Phoenix der vorerst letzte Film um Professor X und Magneto. Aber so einen Abschied haben die X-Men nicht verdient.

von Valentin Aschenbrenner,
05.06.2019 16:55 Uhr

Die Phoenix-Saga gehört zu den epischsten Geschichten, die Marvel produzieren konnte. Dark Phoenix nicht.Die Phoenix-Saga gehört zu den epischsten Geschichten, die Marvel produzieren konnte. Dark Phoenix nicht.

Die Phoenix-Saga gehört zu den wichtigsten Geschichten aus den Marvel-Comics. Und das nicht nur für die X-Men, sondern das gesamte Universum der Superhelden wie Wolverine, Captain America, Professor X, Iron Man, Magneto und natürlich allen voran Jean Grey. Entsprechend war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Kino einem Comic-Epos dieses Ausmaßes annahm: Das erste Mal versuchte sich 2006 X-Men: Der letzte Widerstand unter der Regie von Brett Ratner an diesem Stoff.

Was dabei herauskam, ist kein Geheimnis: Zwar war Der letzte Widerstand nicht für den frühzeitigen Abschied der X-Men aus den Kinos dieser Welt verantwortlich (das haben wir noch immer Origins: Wolverine zu verdanken), trotzdem waren Marvel-Fans wie -Laien gleichermaßen enttäuscht darüber, wie stark das Niveau der Filmreihe hier nach den so viel besseren ersten beiden Teilen einbrach.

Das ging soweit, dass Erste Entscheidung 2011 die Serie lieber als Reboot völlig neu auflegte und der Nachfolger Zukunft ist Vergangenheit schließlich sogar den letzten Widerstand per Zeitreise komplett ungeschehen machte und aus dem Kanon kickte. Jetzt erscheint am 06. Juni 2019 der zweite Versuch. X-Men: Dark Phoenix startet in den Kinos und beweist: Man hat nichts dazu gelernt.

X-Men: Dark Phoenix - Weiterer Trailer zeigt mehr von Sophie Turner und der neuen Gegenspielerin 2:38 X-Men: Dark Phoenix - Weiterer Trailer zeigt mehr von Sophie Turner und der neuen Gegenspielerin

Die X-Men haben nichts gelernt

Dabei fängt Dark Phoenix sogar recht vielversprechend an: Der Präsident der Vereinigten Staaten meldet sich per Direktleitung bei Professor Charles Xavier, um die X-Men um Hilfe zu bitten. Der Start eines Space Shuttles missglückt und die Crew ist an Bord ihres Raumschiffs im Weltall gefangen. Nur die X-Men können den Tag retten, steigen an Bord des X-Jets und treten ihre Rettungsaktion an - diese Szenen könnten geradezu aus einem 90er-Cartoon stammen und zählen zu den besten des gesamten Films, weil sie den Nostalgie-Nerv treffen.

Dabei wird Jean Grey (Sophie Turner) von der kosmischen »Phoenix-Force« besessen. Die machen das Mitglied der X-Men vielleicht zu mächtigsten Mutanten auf der Welt, aber lassen sie gleichzeitig die Kontrolle über ihre Kräfte und ihre Emotionen verlieren.

Danach geht es jedoch qualitativ bergab: Schon wie der direkte Vorgänger Apocalypse leidet Dark Phoenix darunter, eine viel zu umfangreiche Geschichte in nur 113 Minuten Laufzeit zu quetschen. Dabei zieht im Zweifel immer einer der folgenden Aspekte den Kürzeren: Die Entwicklung der Protagonisten, die Charakterisierung der Antagonisten oder die Story des Films allgemein. Bei X-Men: Dark Phoenix funktioniert so gut wie nichts davon.

Jennifer Lawrence kehrt auch in X-Men: Dark Phoenix als Mystique zurück. Und das, obwohl sie kein Geheimnis daraus gemacht hat, kein Fan davon zu sein, stundenlang im Make-Up-Stuhl sitzen zu müssen.Jennifer Lawrence kehrt auch in X-Men: Dark Phoenix als Mystique zurück. Und das, obwohl sie kein Geheimnis daraus gemacht hat, kein Fan davon zu sein, stundenlang im Make-Up-Stuhl sitzen zu müssen.

Das selbe alte Mutanten-Leid

Die Phoenix-Saga ist eigentlich episch und tragisch – zumindest in den Comics. Und das versucht uns auch der Film weiszumachen. Der eigentliche Kern und damit das Hauptthema des Films bleiben dabei jedoch blass und oberflächlich. Die Phoenix-Kräfte, von denen Jean Grey besessen wird, scheinen vor allem zu bewirken, dass die Mutantin verängstigt, zornig oder weinend von Szene zu Szene stolpert, aber jede tiefere Charakterzeichnung bleibt dabei auf der Strecke.

Im Endeffekt verkommen Jean Greys Kräfte und damit auch sie selbst zu einem McGuffin und Spielstein zwischen Professor X, Magneto und Schurkin Vuk (Jessica Chastain). Als Zuschauer fehlt einem damit die emotionale Bindung, um für die vom Schicksal gebeutelte Mutantin so etwas wie Mitgefühl zu verspüren. Gleichzeitig wird die junge Mutantin zu einer Gefahr für sich selbst, aber umso mehr für ihre Freunde und die Rasse der Mutanten im Allgemeinen.

Denn wie es Charles Xavier nicht müde wird, den gesamten Film hinüber zu betonen, braucht es für die Mutanten nur einen schlechten Tag, um von der menschlichen Gesellschaft abermals verstoßen zu werden. Um diesen Konflikt drehten sich bislang fast alle X-Men-Filme und warfen dabei oft schwerwiegende Fragen auf und entwickelten spannende Charakterkonflikte - aber Dark Phoenix hat so wenig interessantes oder neues zu sagen, dass ihm nichts davon gelingt und die ganze Thematik abgedroschen und durchgekaut wirkt.

Nach neun Filmen (Deadpool ausgenommen) dreht sich in X-Men: Dark Phoenix noch immer alles um den altbekannten Konflikt Mensch/Mutant.Nach neun Filmen (Deadpool ausgenommen) dreht sich in X-Men: Dark Phoenix noch immer alles um den altbekannten Konflikt Mensch/Mutant.

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