Galaxy S25 Ultra: Für wen lohnt sich das Upgrade?

Egal ob Galaxy S24, S23, S22 Ultra oder älter: Für wen sich das Upgrade lohnen könnte.

Das Galaxy S25 Ultra kann bereits vorbestellt werden. (JK_kyoto - Adobe Stock) Das Galaxy S25 Ultra kann bereits vorbestellt werden. (JK_kyoto - Adobe Stock)

In der Smartphone-Branche ist es üblich, dass Samsung das neue Jahr mit einem (kleinen) Paukenschlag einläutet. Das Unternehmen stellt seine neueste S-Serie vor.

Besonders das Galaxy S25 Ultra zieht die Blicke auf sich und eingefleischte Samsung-Fans stellen sich mitunter die Frage: lohnt sich das Upgrade wirklich? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach.

Galaxy S25 Ultra: Das ist neu

Fangen wir mit den offensichtlichen Verbesserungen des neuen Smartphones an:

  • Neuer Prozessor: Im Inneren werkelt der Snapdragon 8 Elite, der sowohl in Sachen Leistung als auch Effizienz zulegt. Auch in puncto Galaxy AI soll der SoC einen zuverlässigeren und schnelleren Job machen.
  • Kamera: Die Ultra-Weitwinkelkamera löst nun mit 48 Megapixel auf (statt 12 Megapixel).
  • Kühlsystem: Das Galaxy S25 Ultra verfügt über eine um 40 Prozent größere Kühlkammer (Vapor Chamber).
  • Gewicht: Samsungs neues Spitzenmodell ist 15 Gramm leichter.
  • Display: Mit Gorilla Glass Armor 2 kommt die zweite Generation des robusten Displayglases auf das Handy. Das Display wächst auf 6,9 Zoll.
  • Nachtaufnahmen: Dank einer neuen Bildverarbeitung sollen Nachtaufnahmen detailreicher und rauschärmer werden.
  • Video-Features: Neben »10 Bit HDR« integriert der Hersteller das LOG-Profil, um in der Nachbearbeitung einen höheren Dynamikumfang erzielen zu können. Außerdem kommt ein Audio Eraser hinzu, der störende Hintergrundgeräusche entfernen soll.
  • Foto-Funktionen: Die drei neuen Flaggschiffe verfügen über neue Foto-Filter, die den Look von analogem Film simulieren sollen. Das Samsung Galaxy S25 Ultra bietet im Expert RAW-Modus zudem die Möglichkeit, die Blende nachträglich zu ändern, um eine andere Schärfentiefe zu erzeugen.
  • Galaxy AI: Mit der S25-Serie wird die AI-Suite um neue Funktionen erweitert. Die vollständige Liste findet sich in unserem entsprechenden Artikel.

Video starten 2:11 Galaxy S25, S25+ und S25 Ultra: So sehen die neuen Samsung-Smartphones aus

S25 Ultra: Downgrade beim S Pen

Für Fans des S Pen von Samsung gibt es eine wichtige Einschränkung. Die Bluetooth-Funktion des S Pens ist beim S25 Ultra nicht mehr verfügbar. Das bedeutet, dass der Stift nicht mehr als Fernauslöser für die Kamera oder zur Gestensteuerung verwendet werden kann.

Galaxy S25 Ultra: Upgrade vom Galaxy S24 Ultra oder S23 Ultra

Klar, absolute Smartphone-Enthusiasten, die sich bei Samsung zu Hause fühlen, werden das neueste Gerät bereits vorbestellt haben. Wer aber noch mit dem teuren Flaggschiff liebäugelt und eines der beiden Vorgänger (S24 Ultra, S23 Ultra) sein Eigen nennt, für den ist das Upgrade nicht unbedingt spürbar.

  • Die Kamerahardware hat sich nur geringfügig verbessert oder ist im Vergleich zur S24 Ultra sogar weitgehend gleich geblieben.
  • Zwar löst die Ultra-Weitwinkelkamera jetzt mit 48 Megapixeln auf, aber der Unterschied ist je nach Licht und Situation nicht unbedingt signifikant.
  • Im S23 Ultra ist noch eine Periskopkamera eingebaut, die mit 10 Megapixeln auflöst, aber einen 10-fachen Zoom bietet. Das S25 Ultra sowie das S24 Ultra kommen auf 50 Megapixel bei einem 5-fachen optischen Zoom.
iPhone 16 Pro Max iPhone 15 Pro Max iPhone 16 Pro Max iPhone 15 Pro Max

Wie »groß« etwa der Unterschied zwischen dem iPhone 16 Pro Max und iPhone 15 Pro Max ausfällt zeigt dieses Bild.

Zum Prozessor: Einen spürbaren Leistungsschub wird man vermutlich nur bei sehr grafikintensiven Spielen und bei längerer Spieldauer bemerken. Durch den vergrößerten Kühlkörper und die höhere Effizienz des neuen Chips sollte der Leistungsabfall bei längerer Spieldauer auf dem Papier geringer ausfallen, was wir in unserem Test genauer unter die Lupe nehmen werden.

Die Softwareverbesserungen

Im Kamerabereich setzt Samsung auf die »ProVisual Engine«, die wohl detailreichere Nachtaufnahmen ermöglicht. Dabei greift Samsung unter anderem auf eine doppelte Analyse zur Rauschunterdrückung zurück. Zudem sollen Belichtung und Dynamikumfang verbessert worden sein.

Vor allem Videoaufnahmen profitieren von dieser Verbesserung. Allerdings sind die Videoaufnahmen bereits bei den beiden Vorgängern auf einem sehr hohen Niveau. Interessanter wird es mit dem neuen LOG-Profil, das mit der Galaxy S25-Serie Einzug hält.

Das Farbprofil erlaubt (ähnlich wie RAW bei Fotos) deutlich mehr Freiheiten bei der Nachbearbeitung und ermöglicht einen höheren Dynamikumfang. Allerdings benötigt LOG auch sehr große Datenmengen und das Schnittprogramm der Wahl muss dieses Profil zwingend unterstützen.

Erstmals auch bei Samsung: Das LOG-Profil steht euch neben 10 Bit HDR bei Videoaufnahmen zur Verfügung. Erstmals auch bei Samsung: Das LOG-Profil steht euch neben 10 Bit HDR bei Videoaufnahmen zur Verfügung.

Für wen lohnt es sich?

Ein Upgrade vom Galaxy S24 Ultra lohnt sich unserer Einschätzung nach nicht. Die Verbesserungen im Bereich der Kamera sind zu marginal, um den hohen Preis des Upgrades zu rechtfertigen.

Die neuen Galaxy-AI-Funktionen werden höchstwahrscheinlich im Rahmen von One UI 7 auch auf die Smartphones der letzten Generation kommen. Hier ist also Geduld gefragt.

Der Umstieg vom S23 Ultra auf das S25 Ultra lohnt sich unter Umständen, wenn man sehr häufig auf die Tele- und Ultra-Weitwinkelkamera zurückgreift und die Vorteile der höheren Auflösungen nutzen möchte, um beispielsweise ohne großen Detailverlust ins Bild hineinzuzoomen.

Was den neuen Snapdragon 8 Elite betrifft, so werdet ihr nur bei wenigen Spielen und Apps einen Vorteil haben. Aber das hängt natürlich von eurem individuellen Anwendungsfall ab.

Upgrade spürbar vom Galaxy S22 Ultra und älter

Wer das Galaxy S22 oder ein älteres Modell in der Tasche hat, für den lohnt sich das Upgrade aus unserer Sicht deutlich mehr als für die beiden anderen Modelle.

  • Was die Kamera betrifft, so verfügt das S25 Ultra über größere und lichtstärkere Sensoren, was der Bildqualität zugute kommt. Außerdem stehen sowohl eine Tele- als auch eine Ultraweitwinkelkamera mit 50 Megapixeln zur Verfügung.
  • Beim Fotografieren sorgt die Kamera zudem (wie beim S24 Ultra) für bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen.
  • Auch im Videobereich sind positive Verbesserungen zu verzeichnen: Sowohl die S24- als auch die S25-Serie bieten 4K bei 120 FPS. Damit gelingen Zeitlupenaufnahmen mit hoher Detailgenauigkeit.

Das S25 Ultra hat sich im Vergleich zum S22 Ultra kaum verändert. (Gustavo - Adobe Stock) Das S25 Ultra hat sich im Vergleich zum S22 Ultra kaum verändert. (Gustavo - Adobe Stock)

Das S22 Ultra wurde hierzulande mit dem Exynos 2200 auf den Markt gebracht. Der Chip ist in der Community (und bei den Rezensenten) nicht durchweg auf Begeisterung gestoßen. Negativ zu Buche schlugen gelegentliche Ruckler, ein hoher Standby-Verbrauch und die geringere Leistung im Vergleich zum Snapdragon 8 Gen 1.

Beim Umstieg auf das S25 Ultra sollte der Unterschied vor allem bei der Leistung spürbar sein, sofern man das Smartphone fordert. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, werdet ihr höchstwahrscheinlich eine längere Akkulaufzeit feststellen.

Wenn ihr euch einmal den Bildschirm des S22 Ultra und dann den des S25 Ultra anseht, werdet ihr etwas bemerken: Die Reflexionen auf dem neuen Modell sind gnadenlos reduziert, was im Alltag (etwa beim Lesen) besonders praktisch sein kann. Gorilla Glass Armor wurde erstmals mit dem Modell vom letzten Jahr eingeführt.

Zu guter Letzt bekommt ihr mit dem S25 Ultra noch sieben weitere Android-Updates, also bis 2032. Das S22 Ultra bekommt noch bis 2026 Android-Updates und bis 2027 Sicherheitsupdates.

Für wen lohnt es sich?

Wenn ihr mit dem S22 Ultra immer noch zufrieden seid und keinen Drang verspürt, ein neues Handy zu kaufen, umso besser. Dann könnte sich ein Modellwechsel im nächsten Jahr für euch mehr lohnen.

Seid ihr hingegen mit der Leistung und der Akkulaufzeit unzufrieden und wollt mehr aus der Kamera herausholen, kann sich ein Upgrade durchaus lohnen. Wir empfehlen euch auch, einen Blick auf das Galaxy S24 Ultra zu werfen, dessen Preis vermutlich sinken wird. Die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind immerhin gering.

Wann sich ein Handy-Upgrade potenziell lohnt – und wann nicht

Mittlerweile gibt es bei Smartphones keine großen technologischen Sprünge mehr. Die Hersteller konzentrieren sich auf kleinere Hardwareverbesserungen und legen mehr Wert auf KI. Einige Softwarefunktionen wandern jedoch (teilweise) mit der Zeit und im Rahmen von Updates auf ältere Generationen.

Wenn ihr mit eurem aktuellen Gerät zufrieden seid und keine größeren Einschränkungen feststellt, gibt es keinen zwingenden Grund für ein Upgrade. Wenn euer älteres Gerät keine (Sicherheits-)Updates mehr erhält, kann es hingegen ein guter Zeitpunkt sein, sich nach einem neuen Gerät umzusehen.

Es muss nicht immer das neueste Modell sein und eine ältere Generation ist wahrscheinlich günstiger.

Abgesehen davon hängt die Empfehlung – wie in vielen Bereichen – von der Nutzung des Smartphones ab. Nutzt ihr das Gerät hauptsächlich für rudimentäre Aufgaben wie Telefonieren, Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Surfen im Internet, ist das S25 Ultra nicht die ideale Wahl.

Hier lohnt es sich, nach einem Mittelklasse- oder Einsteiger-Smartphone Ausschau zu halten. Eine Liste empfehlenswerter Geräte findet sich im folgenden Artikel:

Was haltet ihr vom neuen Samsung Galaxy S25 Ultra? Steigt ihr von einer älteren Generation auf das neueste Flaggschiff des Herstellers um oder leistet euer Smartphone immer noch gute Dienste? Welches Handy tragt ihr gerade bei euch und wie zufrieden seid ihr damit? Schreibt uns eure Meinung unten in die Kommentare!

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