War Game of Thrones nur Fake? Fans entdecken handfeste Hinweise

Fans vermuteten noch vor Staffel 8, dass Game of Thrones vielleicht “gar nicht echt” sei. Diese scherzhaft gemeinte Theorie wird jetzt wohl durch Westworld bestätigt.

von Valentin Aschenbrenner,
24.03.2020 18:17 Uhr

Da guckt Daenerys blöd: Ihr geliebter Drogon war wohl als Roboter nur Teil eines sündhaft teuren Freizeitparks. Da guckt Daenerys blöd: Ihr geliebter Drogon war wohl als Roboter nur Teil eines sündhaft teuren Freizeitparks.

Noch vor Staffel 8 entwarfen Fans die »besten schlechtesten Enden« für Game of Thrones. Dabei tobten sich Zuschauer kreativ aus und prophezeiten unter anderem ein besonders skurriles Finale für das Lied von Eis und Feuer: Das Spiel um den Eisernen Thron sollte sich als Simulation oder präziser formuliert »nicht echt« herausstellen.

Nicht falsch verstehen: Natürlich handelt es sich bei Game of Thrones um einen Fantasy-Epos basierend auf den fiktiven Werken von Autor George R.R. Martin. Fans wollten darauf hinaus, dass es beim Ende von Staffel 8 zu einem Crossover mit der HBO-Serie Westworld kommen sollte.

Das bedeutet konkret, dass sich in der Schlussszene von Game of Thrones herausstellt, dass der Streit zwischen Starks, Lannisters Targaryens nur zur Unterhaltung von stinkreichen Parkbesuchern inszeniert wurde. Und dass die eine Hälfte aller Spieler um den Eisernen Thron Roboter und die andere Hälfte gelangweilte Milliardäre gewesen wäre.

Das Crossover zwischen Game of Thrones und Westworld erklärt

Dank Staffel 3 Folge 2 von Westworld »The Winter Line« scheint diese nicht ganz ernst gemeinte Fan-Theorie nun bestätigt worden zu sein: Obwohl die TV-Serie die titelgebende Westworld bereits verlassen hat, kehrten die beiden Charaktere Bernard (Jeffrey Wright) und Stubbs (Luke Hemsworth) hinter die Kulissen des Freizeitparks zurück.

Und an dieser Stelle kommt es zum »Crossover« von Game of Thrones und Westworld: In den Rollen zweier Park-Techniker treten die beiden Showrunner von Game of Thrones David Benioff und D.B. Weiss auf, während sie an einem gigantischen Drachen-Animatronic herumschrauben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um irgendeinen Drachen, sondern Drogon - den Lieblings-»Sohn« von Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) aus Game of Thrones.

Zusätzlich können wir auf Schaufensterpuppen die Kleider von Cersei Lennister (Lena Headey) erspähen, während das Werbevideo zum bisher unbekannten »Park 4« in Westworld tatsächliche Aufnahmen aus Kroatien zeigen, die für Game of Thrones gedreht wurden.

Zum Finale der Episode kommt es zu einer weiteren Anspielung, als Stubbs mit einer Streitaxt angreifende Sicherheitsmänner in blutiges Hackfleisch verwandelt: Währenddessen sehen wir im Hintergrund, wie die »Hosts« genannten Roboter des Freizeitparks ungestört vor sich hin essen und trinken. Muss dabei irgendwer an die Rote Hochzeit denken?

Zu guter Letzt darf man die musikalische Untermalung von Ramin Djwandi nicht vergessen. Der Komponist war bereits maßgeblich für den Soundtrack von Game of Thrones verantwortlich und wurde seit Staffel 1 ebenfalls für Westworld verpflichtet. In besagter Folge interpretiert er die Titelmelodie mit Streich- und Zupfinstrumenten neu - was den Game-of-Thrones-Vibe der Episode nur intensiviert.

Alles auf George R.R. Martins Mist gewachsen!

Doch wie kam es zu dem Crossover zwischen den beiden HBO-Serien? Gegenüber Insider berichtet Westworld-Schöpfer Jonathan Nolan, dass die Idee dem Autor von Das Lied von Eis und Feuer George R.R. Martin persönlich zu verdanken ist.

So hatte Martin schon immer mit dem Gedanken herumgespielt, Westeros als einen der verschiedenen Parks von Westworld weiterleben zu lassen. Diese Idee griff dann Jonathan Nolan auf, der seine Kollegen David Benioff und D.B. Weiss zu dem Gastauftritt einlud und darum bat, »ihren feuerspuckenden Freund« Drogon mitzubringen.

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Damit kam es zu den zahlreichen Game-of-Thrones-Easter-Eggs, die die Fans beider TV-Serien mit Sicherheit zu schätzen wissen dürften.

War Game of Thrones damit »gar nicht echt«?

Bei dem Crossover zwischen Game of Thrones und Westworld handelt es sich wohl viel eher um ein Easter Egg, das mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist - und nicht um die Bestätigung der eingangs erwähnten Fan-Theorie. Auch wenn sich viele Fans nach der enttäuschenden achten Staffel von Game of Thrones vielleicht genau das gewünscht hätten …

So könnte man beispielsweise auch spekulieren, dass George R.R. Martins Romane Das Lied von Eis und Feuer auch in der Welt von Westworld existieren. Vielleicht haben sich ja die Erbauer der Freizeitparks davon inspirieren lassen oder noch besser: Die Lizenz an der Buchvorlage erworben um einen tatsächlichen Game-of-Thrones-Freizeitpark zu erschaffen.

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