Game of Thrones: Ein Jahr nach Staffel 8 bei Raubkopierern die Nummer 1

Game of Thrones wurde vor einem Jahr beendet und spaltete mit seinen letzten Folgen die Fangemeinschaft. Das Interesse hat aber kaum abgenommen, wie ein neuer (trauriger) Rekord zeigt.

von Vali Aschenbrenner,
02.08.2020 13:30 Uhr

Während der anhaltenden Corona-Pandemie und Zeiten der Quarantäne erfreut sich Game of Thrones größter Beliebtheit - zumindest bei Raubkopierern. Bildquelle: HBO Während der anhaltenden Corona-Pandemie und Zeiten der Quarantäne erfreut sich Game of Thrones größter Beliebtheit - zumindest bei Raubkopierern. Bildquelle: HBO

Mit seiner achten und letzten Staffel erntete Game of Thrones massig Kritik und spaltete seine eigene Fangemeinde. Trotzdem scheint die TV-Serie basierend auf den Romanen des Autors George R.R. Martin kaum an Popularität eingebüsst zu haben - wie eine aktuelle Statistik zeigt.

So hat die Website ParrotAnalytics (via Observer) eine Bilanz der vergangenen 60 Tage aufgestellt um herauszufinden, welche TV-Serien während der anhaltenden Corona-Pandemie am häufigsten illegal heruntergeladen oder gestreamt wurden. Und dabei landet Game of Thrones tatsächlich auf dem ersten Platz!

Die zehn beliebtesten TV-Serien bei Raubkopierern

Welche TV-Serien während Quarantäne-Zeiten außerdem besonders oft illegal gestreamt oder raubkopiert wurden, könnt ihr dieser Liste entnehmen:

  1. Game of Thrones
  2. Rick and Morty
  3. My Hero Academia
  4. The Walking Dead
  5. SpongeBob Schwammkopf
  6. The 100
  7. The Mandalorian
  8. The Flash
  9. Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.
  10. Harley Quinn

Trotz kontroversem Finale immer noch populär?

Dass Game of Thrones auf dem ersten Platz thront, ist durchaus bemerkenswert. Immerhin finden sich in vergleichbaren Statistiken in der Regel Produktionen wieder, die neu gestartet sind oder zu denen erst kürzlich eine weitere Staffel veröffentlicht wurde. Game of Thrones begann bereits 2011 und wurde im April 2019 mit seiner achten und letzten Staffel beendet - also vor über einem Jahr.

Ebenso spannend dabei ist, dass sich viele Fans nicht gerade versöhnlich von Game of Thrones verabschiedeten. Staffel 8 stand massiv in der Kritik - sei es aufgrund von fragwürdigen Entscheidungen für beliebte Charaktere, der gehetzt erzählten Geschichte oder der zahlreichen Kontinuitätsfehlern und Logiklücken.

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Allerdings muss dies nicht unbedingt von Relevanz sein: Aus der Statistik der Website ParrotAnalytics geht nicht hervor, welche Staffeln von Game of Thrones explizit illegal gestreamt oder heruntergeladen wurden. Die achte Season muss sich also trotz der momentanen Popularität von Game of Thrones unter Raubkopierern nicht zwangsläufig einer plötzlich aufkommenden Beliebtheit erfreuen.

Stattdessen kann es ganz andere Gründe dafür geben: So bleiben viele TV-Fans aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie vermehrt zuhause. Das bringt die perfekte Möglichkeit mit sich, liebgewonnene Serien aufs Neue für sich zu entdecken oder jetzt erst nachzuholen. Aufgrund seines großen Schauwerts und der hochwertigen Produktion bietet Game of Thrones außerdem eine gute Möglichkeit, den Alltag zumindest für ein paar Stunden zu vergessen.

Wie geht es mit Game of Thrones weiter?

Mit Game of Thrones ist es übrigens noch nicht vorbei: Nachdem das erste potentielle Spin-off »Bloodmoon« vom US-Sender HBO abgesägt wurde, befindet sich mit Fire and Blood eine zweite TV-Serie in Produktion. Die basiert auf George R.R. Martins gleichnamigen Westeros-Historienroman und dreht sich um die Familiengeschichte der Targaryens.

In Fire and Blood geht es unter anderem um die Eroberung von Westeros durch Aegon ... dem Eroberer. Bildquelle: HBO In Fire and Blood geht es unter anderem um die Eroberung von Westeros durch Aegon ... dem Eroberer. Bildquelle: HBO

Außerdem ist uns George R.R. Martin mit The Winds of Winter und A Dream of Spring noch die zwei letzten Romane des Das-Lied-von-Eis-und-Feuer-Epos schuldig, für die es allerdings auch weiterhin kein Releasedatum gibt. Dafür bekommen Leser alle paar Monate ein Update des Autors, dass Martin immer noch daran schreibt.

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