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Im Gameplay von GTA 6 verstecken sich erstaunlich viele Details zu den Waffen – und als Gunplay-Nerd reibe ich mir die Hände

Phil verbringt in Shootern oft Stunden damit, an den Knarren zu schrauben. Und GTA 6 könnt ihm einen Traum erfüllen.

Phil schlüpft kurz in die Haut von Jason aus GTA 6 und begutachtet die Waffen des Open-World-Spiels genauer. Phil schlüpft kurz in die Haut von Jason aus GTA 6 und begutachtet die Waffen des Open-World-Spiels genauer.

Als Shooter-Fan liegen mir authentische Waffen und glaubwürdiges Gunplay schon immer extrem am Herzen. Beim Gunsmith von Modern Warfare habe ich viel zu viel Zeit damit verbracht, Aufsätze an meine Gewehre zu schrauben, und der realistische Magazin-Wechsel von Insurgency Sandstorm ist für mich noch heute eines der am stärksten unterschätzten Features im gesamten Genre.

Philipp Elsner
Philipp Elsner

Phil begann seine GameStar-Karriere 2013 als Praktikant und leitet heute den Newsroom. Als Shooter-Connoisseur der Redaktion legt er allergrößten Wert auf intensives Gunplay mit sattem Treffer-Feedback. Wenn er nicht durch die Sümpfe von Hunt Showdown pirscht, Streaks in CoD zündet oder genüsslich Bugs in Helldivers 2 zerdrückt, kundschaftet er wahrscheinlich gerade neue Craftbeer-Kreationen aus (in jeder GameStar-Heftausgabe gibt’s eine Bier-Empfehlung auf der Teamseite).

Die Qualität der Waffen und des Gunplays in Grand Theft Auto schwankte über die Jahre extrem. Durch besondere Liebe zum Detail war sie aber eigentlich nie aufgefallen. Das könnte sich mit GTA 6 ändern!

Denn während nach dem Gameplay-Reveal jetzt alle über die lebendigen NPCs, die krasse Weitsicht und die Fahrphysik reden, staune ich über die Waffen. Den die legen für GTA-Verhältnisse einen Quantensprung hin!

Sichtbarer Pulverdampf

Wenn Jason im Drogenlabor oder den Bürogebäuden zur Waffe greift, wirkt GTA 6 plötzlich wie ein vollwertiger und topmoderner Third-Person-Deckungsshooter. Die Mündungsgeräusche klingen satt und bassig, Kugeln zerdeppern spektakulär die Inneneinrichtung, Treffer an Feinden lassen sie glaubwürdig zusammenklappen. Seht selbst:

Video starten 26:48 26 Minuten Gameplay zu GTA 6: Den »Extended Look« von Netflix findet ihr jetzt auch hier

Die Pistole hat offenbar auch keine künstlich limitierte Feuerrate mehr, sondern schießt so schnell, wie man den Trigger drückt – damit dürften sich die Shootouts viel direkter anfühlen als in den Vorgängern.

Bei der Verfolgungsjagd mit Raul kann ich beobachten, wie sich bei Jasons M4 der Verschluss realistisch vor- und zurückbewegt, während sichtbar Pulverdampf austritt und Hülsen zu Boden klackern.

Ist die Waffe leer geschossen, betätigt er beim Nachladen den Verschlussfang – genau wie man es bei einer echten Waffe erwarten würde. So viel Liebe zum Details steckte im Arsenal der GTA-Reihe noch nie.

Die ultrakompakte M4-Version von Raul hat keinen Schaft, aber die obligatorische Buffer Tube ist noch sichtbar. Bei Schussabgabe bewegt sich die innere Mechanik korrekt. Die ultrakompakte M4-Version von Raul hat keinen Schaft, aber die obligatorische Buffer Tube ist noch sichtbar. Bei Schussabgabe bewegt sich die innere Mechanik korrekt.

Waffen, die Sinn ergeben

Doch hier enden die Details nicht: Waffen in GTA 6 lassen sich offenbar weitreichend anpassen und umbauen. Die M4 in der Verfolgungsjagd ist eine Kompakt-Variante, die möglichst platzsparend sein soll.

Diese Kurz-Version ergibt vor allem deshalb bei einer Verfolgungsjagd Sinn, weil sie innerhalb eines Fahrzeug gut zu handhaben und leicht zu verstecken ist. Im realen Leben rüsten Armeen ihre Fahrer und Piloten daher mit derartigen Kurzwaffen aus. In der Szene mit Raul ist diese Option also komplett nachvollziehbar.

Jasons M4 ist mit RIS-Schienensystem, Licht, Schalldämpfer und Reflexvisier ausgestattet. An Lucias 1911-Pistole ist ein Lichtmodul montiert. Jasons M4 ist mit RIS-Schienensystem, Licht, Schalldämpfer und Reflexvisier ausgestattet. An Lucias 1911-Pistole ist ein Lichtmodul montiert.

Und sie ist realistisch: Der Schaft des Gewehrs wurde entfernt, aber das Pufferrohr ist noch vorhanden, weil dieses Modell ansonsten tatsächlich gar nicht funktionieren würde. Stattdessen wurde für diese Szene ein Guntec Tube Cover angebracht, damit der Rückstoß Jasons Schulter nicht verletzt – ein irres Detail für ein so riesiges Open-World-Spiel.

Waffen-Modding in GTA 6

Offizielle Screenshots zeigen, dass es viele Möglichkeiten der Anpassung gibt: Die M4 kann mit ACOG-Visier, einem Lichtmodul, Handgriff, Schalldämpfern und mehr ausgestattet werden.

Das deutet darauf hin, dass die einmal erworbenen und persönlichen Waffen im Besitz der beiden Protagonisten stark auf die individuellen Vorlieben oder Missionsziele hin umgebaut werden können.

Lucia hält eine M1911 mit nachgerüsteter Mündungsbremse. Der Stahl setzt sich klar vom Rest des Laufs ab. Jason führt eine stark modifizierte Glock mit Holosun MRS Visier. Lucia hält eine M1911 mit nachgerüsteter Mündungsbremse. Der Stahl setzt sich klar vom Rest des Laufs ab. Jason führt eine stark modifizierte Glock mit Holosun MRS Visier.

Langwaffen sollten diesmal übrigens im Kofferraum von Autos verstaut werden, wenn man keine besorgten Blicke von Passanten (oder gar die Aufmerksamkeit der Cops) auf sich ziehen will.

Ein anderes Bild aus GTA 6 zeigt das Paar mit stark umgebauten Pistolen: Lucia trägt eine Colt 1911 mit Commander Model Mündungsbremse, und Jason hat seine Glock mit einem Schlitten mit taktischen Cutouts und einem Holosun-Rotpunktvisier ausgestattet.

Somit ist es aus meiner Sicht extrem naheliegend, dass sich auch die Eigenschaften der Waffen je nach Ausstattung verändern – je nachdem, was ich anbaue, könnte ich damit Rückstoß, Präzision, Kapazität, etc. beeinflussen.

Rockstar geht einen Schritt weiter

Die Entwickler gehen aber noch einen Schritt weiter: In den Bildern zur Ultimate Edition sind bereits kosmetische Verzierungen und Lackierungen für mehrere Handfeuerwaffen zu sehen, um sie weiter zu personalisieren.

Die lateinische Gravur auf dem Griff der Beretta (oben) lautet Sua Sponte, zu Deutsch „aus freiem Willen“. Es ist das Motto des US Army 75th Ranger Regiment, zu dem Jason vor den Ereignissen von GTA 6 gehörte. Die lateinische Gravur auf dem Griff der Beretta (oben) lautet Sua Sponte, zu Deutsch „aus freiem Willen“. Es ist das Motto des US Army 75th Ranger Regiment, zu dem Jason vor den Ereignissen von GTA 6 gehörte.

Ähnlich wie beim Tuning von Autos sieht es also ganz danach aus, als könnte man sowohl Leistung als auch den Look des Arsenals in GTA 6 selbst bestimmen. Und das wird wahrscheinlich so aussehen: In meinen Garagen landen die aufgemotzten Karren, in meinem Waffenschrank die personalisierten Knarren.

Offizielle Infos seitens Rockstar sind noch rar gesät, für mich ist aber bereits anhand des Gameplay-Reveals deutlich geworden, dass sich die unfassbare Detailversessenheit von GTA 6 auch auf die Pistolen, Revolver, Shotguns & Co. des Spiels übertragen wird.

Und ich für meinen Teil kann's jetzt kaum noch abwarten, auch in diesem Spiel wieder Stunden an der Werkbank zu sitzen und zu schrauben, bis mein Loadout endlich perfekt ist.


Kommentare(2)
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