Als Shooter-Fan liegen mir authentische Waffen und glaubwürdiges Gunplay schon immer extrem am Herzen. Beim Gunsmith von Modern Warfare habe ich viel zu viel Zeit damit verbracht, Aufsätze an meine Gewehre zu schrauben, und der realistische Magazin-Wechsel von Insurgency Sandstorm ist für mich noch heute eines der am stärksten unterschätzten Features im gesamten Genre.
Die Qualität der Waffen und des Gunplays in Grand Theft Auto schwankte über die Jahre extrem. Durch besondere Liebe zum Detail war sie aber eigentlich nie aufgefallen. Das könnte sich mit GTA 6 ändern!
Denn während nach dem Gameplay-Reveal jetzt alle über die lebendigen NPCs, die krasse Weitsicht und die Fahrphysik reden, staune ich über die Waffen. Den die legen für GTA-Verhältnisse einen Quantensprung hin!
Sichtbarer Pulverdampf
Wenn Jason im Drogenlabor oder den Bürogebäuden zur Waffe greift, wirkt GTA 6 plötzlich wie ein vollwertiger und topmoderner Third-Person-Deckungsshooter. Die Mündungsgeräusche klingen satt und bassig, Kugeln zerdeppern spektakulär die Inneneinrichtung, Treffer an Feinden lassen sie glaubwürdig zusammenklappen. Seht selbst:
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26 Minuten Gameplay zu GTA 6: Den »Extended Look« von Netflix findet ihr jetzt auch hier
Die Pistole hat offenbar auch keine künstlich limitierte Feuerrate mehr, sondern schießt so schnell, wie man den Trigger drückt – damit dürften sich die Shootouts viel direkter anfühlen als in den Vorgängern.
Bei der Verfolgungsjagd mit Raul kann ich beobachten, wie sich bei Jasons M4 der Verschluss realistisch vor- und zurückbewegt, während sichtbar Pulverdampf austritt und Hülsen zu Boden klackern.
Ist die Waffe leer geschossen, betätigt er beim Nachladen den Verschlussfang – genau wie man es bei einer echten Waffe erwarten würde. So viel Liebe zum Details steckte im Arsenal der GTA-Reihe noch nie.
Waffen, die Sinn ergeben
Doch hier enden die Details nicht: Waffen in GTA 6 lassen sich offenbar weitreichend anpassen und umbauen. Die M4 in der Verfolgungsjagd ist eine Kompakt-Variante, die möglichst platzsparend sein soll.
Diese Kurz-Version ergibt vor allem deshalb bei einer Verfolgungsjagd Sinn, weil sie innerhalb eines Fahrzeug gut zu handhaben und leicht zu verstecken ist. Im realen Leben rüsten Armeen ihre Fahrer und Piloten daher mit derartigen Kurzwaffen aus. In der Szene mit Raul ist diese Option also komplett nachvollziehbar.
Und sie ist realistisch: Der Schaft des Gewehrs wurde entfernt, aber das Pufferrohr ist noch vorhanden, weil dieses Modell ansonsten tatsächlich gar nicht funktionieren würde. Stattdessen wurde für diese Szene ein Guntec Tube Cover angebracht, damit der Rückstoß Jasons Schulter nicht verletzt – ein irres Detail für ein so riesiges Open-World-Spiel.
Waffen-Modding in GTA 6
Offizielle Screenshots zeigen, dass es viele Möglichkeiten der Anpassung gibt: Die M4 kann mit ACOG-Visier, einem Lichtmodul, Handgriff, Schalldämpfern und mehr ausgestattet werden.
Das deutet darauf hin, dass die einmal erworbenen und persönlichen Waffen im Besitz der beiden Protagonisten stark auf die individuellen Vorlieben oder Missionsziele hin umgebaut werden können.
Langwaffen sollten diesmal übrigens im Kofferraum von Autos verstaut werden, wenn man keine besorgten Blicke von Passanten (oder gar die Aufmerksamkeit der Cops) auf sich ziehen will.
Ein anderes Bild aus GTA 6 zeigt das Paar mit stark umgebauten Pistolen: Lucia trägt eine Colt 1911 mit Commander Model Mündungsbremse, und Jason hat seine Glock mit einem Schlitten mit taktischen Cutouts und einem Holosun-Rotpunktvisier ausgestattet.
Somit ist es aus meiner Sicht extrem naheliegend, dass sich auch die Eigenschaften der Waffen je nach Ausstattung verändern – je nachdem, was ich anbaue, könnte ich damit Rückstoß, Präzision, Kapazität, etc. beeinflussen.
Rockstar geht einen Schritt weiter
Die Entwickler gehen aber noch einen Schritt weiter: In den Bildern zur Ultimate Edition sind bereits kosmetische Verzierungen und Lackierungen für mehrere Handfeuerwaffen zu sehen, um sie weiter zu personalisieren.
Ähnlich wie beim Tuning von Autos sieht es also ganz danach aus, als könnte man sowohl Leistung als auch den Look des Arsenals in GTA 6 selbst bestimmen. Und das wird wahrscheinlich so aussehen: In meinen Garagen landen die aufgemotzten Karren, in meinem Waffenschrank die personalisierten Knarren.
Offizielle Infos seitens Rockstar sind noch rar gesät, für mich ist aber bereits anhand des Gameplay-Reveals deutlich geworden, dass sich die unfassbare Detailversessenheit von GTA 6 auch auf die Pistolen, Revolver, Shotguns & Co. des Spiels übertragen wird.
Und ich für meinen Teil kann's jetzt kaum noch abwarten, auch in diesem Spiel wieder Stunden an der Werkbank zu sitzen und zu schrauben, bis mein Loadout endlich perfekt ist.
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