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Seite 3: Games on Demand

Zukunfts-Perspektiven

Zur Zeit läuft »Games on Demand« noch unter dem Dach von T-Vision, dem Breitband-Portal von T-Online. Ende Mai soll der Spielebereich aber eine eigene Plattform bekommen. Pünktlich zum Relaunch will T-Online mindestens ein weiteres aktuelles Spitzenspiel zum Download anbieten.

Derzeit beteiligen sich mit Ubi Soft, Infogrames, Eidos und Ascaron gerade mal vier Publisher an dem Projekt. Laut T-Online-Produktmanager Mark Schammo laufen aber bereits Verhandlungen mit vielen weiteren Spielefirmen. Die Meinungen in der Branche sind geteilt: Heike Müller, bei Ubi Soft verantwortlich für »Games on Demand«, glaubt fest daran, »dass sich das Projekt langfristig bei jedem Publisher als fester Bestandteil der Vertriebsstrategie etabliert«. Marketing-Director Lars Winkler von Eidos hält einen solchen Siegeszug zumindest in den nächsten fünf Jahren dagegen für äußerst fraglich, das Kundenpotenzial sei einfach noch zu gering.

Spiele zum Anfassen

Die Zukunft von »Games on Demand« hängt aber weder von den Publishern noch von T-Online ab, sondern von den Kunden. Die beurteilen die Online-Spiele-Vermietung bislang eher skeptisch: Fast 70 Prozent unserer über 8.000 Umfrage-Teilnehmer wollen ein Spiel, auf das sie sich so lange gefreut haben, buchstäblich in den Händen halten und auch nach dem Durchspielen noch im Regal bewundern.

Der Fall Splinter Cell zeigt jedoch, wann »Games on Demand« eine interessante Alternative zum Ladenkauf ist. Bei Action-Titeln mit kurzer Spieldauer lassen sich durchaus einige Euros sparen. Und wer weiß: Sollte sich die Online-Vermietung etablieren, erzieht das die Hersteller vielleicht wieder zu längeren Spiel-Abenteuern, und Sam Fisher rettet in Splinter Cell 2 die Welt in 30 statt nur in 15 Stunden. (HK)

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