GameStop entlässt über 120 Angestellte, darunter viele Redakteure von Game Informer

Viele Angestellte von GameStop und der zu der Firma gehörigen Webseite Game Informer wurden entlassen. Diese Meldug reiht sich in eine Reihe von Nachrichten ein, denen zufolge die Firma finanzielle Schwierigkeiten hat.

von Mathias Dietrich,
21.08.2019 12:25 Uhr

GameStop hat einen großen Teil seiner Angestellten entlassen.GameStop hat einen großen Teil seiner Angestellten entlassen.

Die Ladenkette GameStop hat jetzt 120 Mitarbeiter entlassen. Unter ihnen befinden sich viele Redakteure der ebenfalls zu GameStop gehörenden Webseite Game Informer. Das sind ganze 14% aller Angestellten der Firma. Damit will man sich auf eine Umgestaltung des Firmenbetriebs vorbereiten.

GameStop selbst gab gegenüber der Webseite Kotaku ein Statement ab, in dem sie die Entlassungen erklären. So sei die Umstellung schwer, aber wichtig »um die Ausgaben zu reduzieren«. Es sei »notwendig«, um »den Geschäftsbetrieb zu optimieren« und auch »die zukünftigen Ziele zu erreichen«.

GameStop in Schwierigkeiten

In der Vergangenheit gab es bereits eine Reihe von negativen Schlagzeilen rund um GameStop, die scheinbar stark mit dem immer größer werdenden digitalen Markt zu tun hatten. Immer mehr Spiele werden nicht im Retail-Handel selbst verkauft, sondern online.

Im Jahr 2017 kündigte die Firma an, weltweit bis zu 255 Filialen zu schließen. 2018 folgte schließlich der größte Verlust in der Firmengeschichte der Ladenkette: Letztes Jahr machte der Konzern Einbußen von ganzen 673 Millionen Dollar. Und bereits im Februar tauchten Informationen auf, dass GameStop aufgekauft werden könnte. Diese Pläne verliefen jedoch im Sand. Erst Anfang August entließ die Ladenkette zudem eine Reihe von regionalen Managern.

Für die Zukunft versucht GameStop den Besuch in seinen Läden »einzigartiger« zu gestalten. So will man einen größeren Fokus auf Events setzen und sich mehr auf Retro-Gaming konzentrieren. Auch sollt ihr Spiele vor dem Kauf im Laden ausprobieren können.

Dieses Konzept erinnert etwas an die zahlreichen Retro-Läden in Japan. In denen gibt es Regale voller klassischer Spiele und teils seltener Sammlereditionen. Die Preise reichen dabei von wenigen Cent bis hin zu mehreren tausend Euro, je nach Seltenheit. Auch wer klassische Konsolen sucht wird hier fündig.

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