GameStop schließt 200 Filialen, 400 Millionen US-Dollar Verlust im zweiten Quartal

Kein gutes Quartal für GameStop: Die Verkaufszahlen sinken, weitere Stores werden geschlossen. Im Finanzbericht gibt man sich dennoch optimistisch.

von Robin Rüther,
12.09.2019 14:25 Uhr

GameStop wird zwischen 180 und 200 Filialen schließen.GameStop wird zwischen 180 und 200 Filialen schließen.

Keine guten Nachrichten für GameStop: Die Einzelhandelskette hat bekanntgegeben, dass sie zwischen 180 und 200 Filialen schließen wird, die nur unterdurchschnittlich performen. Die Maßnahme erfolge am Ende des Fiskaljahres.

Im Finanzbericht des zweiten Fiskaljahres 2019 verzeichnet GameStop deutliche Verluste. Im Vergleich zum Vorjahr sind die weltweiten Verkäufe um 14,3 Prozent gesunken und liegen nun bei 1,3 Milliarden US-Dollar. Software-Verkäufe nahmen um 5,3 Prozent ab, die Verkaufszahlen für Hardware fielen sogar um 41,1 Prozent. Letzteres könnte jedoch auch mit der neu angekündigten Hardware-Generation zusammenhängen.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 sind die Nettoeinkünfte um 415,3 Millionen US-Dollar abgefallen. Als Ausblick für das restliche Fiskaljahr 2019 gibt sich das Unternehmen hingegen optimistisch:

"Wie bereits angekündigt, führt GameStop derzeit eine Initiative zur Kosteneinsparung und Verbesserung des Betriebsergebnisses durch, die darauf abzielt, die Organisation für die Zukunft zu stärken und eine langfristig verbesserte finanzielle Leistung und Rentabilität zu unterstützen, die Lieferketteneffizienz, operative Verbesserungen, Kosteneinsparungen sowie Preis- und Werbeoptimierung umfasst.

Das Unternehmen erwartet nun eine jährliche Verbesserung des Betriebsgewinns um mehr als 200 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung gegenüber seiner ursprünglichen Schätzung von rund 100 Millionen US-Dollar entspricht."

Entlassungen und Verluste in der Vergangenheit

Bereits in den vergangenen Monaten und Jahren haben sich die negativen Nachrichten um GameStop gemehrt. 2017 kam es zu einem kleinen Skandal als anonyme GameStop-Mitarbeiter erklärten, dass sie ihre Kunden »anlügen« müssen. Im selben Jahr wurden Schließungen von bis zu 225 Filialen angekündigt.

Anfang 2019 wäre der Spielehändler beinahe aufgekauft worden, auch da war die Rede von nachlassendem Umsatz. Letztlich kam aber kein Deal zustande, das Unternehmen blieb sein eigener Herr.

Im April verzeichnete GameStop den größten Nettoverlust der Firmengeschichte: 673 Millionen US-Dollar im Jahr 2018. Im August 2019 entließ Gamestop 120 Angestellte, darunter auch viele Redakteure der Schwesterseite Game Informer.

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