Meine Tochter hat mir ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk gemacht: Wir haben das erste Mal gemeinsam an der Konsole gedaddelt. ❤️
Ja, ich weiß, Bilderbuch-Eltern und Medienpädagogen schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Aber: Meine Frau und ich sind Gamer aus Leidenschaft, die Kleine hat die Faszination für virtuelle Welten also über die Muttermilch aufgenommen, und wir achten selbstverständlich auf Was
und Wie lange
. Selbst spielen darf sie eh noch nicht, aber … ach, hier beginnt meine Geschichte.
Komm her!
statt Guck weg!
Ich spiele derzeit auf meiner PS5 Pro in jeder freien Minute Final Fantasy 7 Remake. Mein »Problem« dabei ist etwa einen Meter groß, liebt Züge und hat die Angewohnheit, immer just in dem Moment ins Wohnzimmer zu latschen, wenn auf dem Bildschirm gerade Monster geschlachtet, Mako-Reaktoren in die Luft gesprengt und Waffen abgefeuert werden.
Statt des bislang reflexartigen Yuna, nicht hinschauen! Geh bitte!
habe ich mich diesmal gefragt: Was können wir gemeinsam spielen? Die Suche war schnell beendet, denn ganz oben auf meinem PS5-Pile-of-Shame liegt das hochgelobte Astro Bot. Das ist ab sechs Jahren, ich weiß. Aber es ist ein kleiner Roboter, der Herzchen-Augen hat und in die Kamera winkt. Also kommt!
Fakt ist: Ich habe die magischen Worte Roboter
, süß
und spielen
in einem Satz gesagt, sodass sich meine Kleine voller Begeisterung auf die Couch gestürzt und an mich gekuschelt hat. Los geht's!
11:01
Astro Bot für PS5 ist eines des besten 3D-Jump&Runs aller Zeiten!
PAPA! DAAA!
Sofort merke ich, dass Astro Bot wie gemacht für unsere erste Papa-Tochter-Gaming-Session ist.
- Die Dauer: Ein Level in Astro Bot lässt sich in der Regel in rund 15 bis 20 Minuten beenden. Eine gut verträgliche Dosis für meine Kleine, die auch versteht, dass nach einem Level wieder Schluss ist.
- Die Optik: Ausnahmslos alles an Astro Bot ist zum Umfallen niedlich. Der tapfere Roboter selbst, die bunten Tiere, sogar die drolligen Gegner. Ich muss also nicht angestrengt darauf achten, dass Yuna keine Angst bekommt. Aber ach, Angst … Meist streckt sie die erhobene Hand Richtung TV aus und schreit den Grobianen
STOP
entgegen, wie wir es ihr beigebracht haben. Süß? Süß!!
- Die Zweisamkeit: Meine Tochter und ich genießen die gemeinsame Zeit mit dem Spiel in jeder Sekunde. Im Laufe der letzten zwei Wochen haben wir drei Levels zusammen erkundet und spätestens, als sie am Tag der dritten Gaming-Session mit zu mir gekommen ist und mit Kulleraugen
Papa? Bier?
(das sollspielen
heißen!) gefragt hat, war ich einfach nur glücklich. - Die Welt aus der Sicht eines Kindes: Es ist erstaunlich und wunderschön mitzuerleben, wie ein kleines Kind diese fremde Welt noch völlig anders wahrnimmt und selbst die kleinsten Dinge darin feiert, statt wie ich als Erwachsener mit dem Ziel vor Augen durchzuhasten. Keine Minute vergeht ohne ein begeistertes
PAPA! DA!
oderPAPA! HIER!
oder ein zornigesPAPAAAAAAAA!
(dann bin ich zu weit vorgelaufen). Jeder Baum muss genaustens geprüft, jeder Fisch angeschaut und jede Münze eingesammelt werden.
GameStar - The Next Generation: Mein Chef Dimi und ich haben den Lebensweg meiner Tochter übrigens schon vorbestimmt. Am 28. März 2041 hat sie ein Onboarding-Gespräch mit Dimi, wenn sie ihren ersten Tag als GameStar-Redakteurin beginnt. Kein Scherz, wir haben das alles amtlich als Google-Kalendereintrag festgehalten. Wir brauchen Fachkräfte!
Das Ende vom Lied: Ich glaube, meine Tochter trägt die Faszination für Videospiele auch in sich, und im Laufe ihrer Kindheit werde ich sie gerne mehr und mehr an dieses wundervolle Hobby heranführen, sofern sie es denn möchte. Mit Super Mario, Yoshi und Co. gibt es einige tolle Charaktere und Spielewelten, die sie mit zunehmenden Alter kennenlernen kann.
Wie haltet ihr es mit euren Kids? Ab wann habt ihr das erste Mal in kurzen Intervallen mit ihnen gemeinsam gespielt und welche Titel habt ihr dafür gestartet? Oder kommt für euch so etwas gar nicht infrage? Schreibt mir eure Erfahrungen als Eltern gerne in die Kommentare!
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