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Gears of War: E-Day - Sprachvergleich: deutsch vs. englisch
Zwischen linearen Highlights und heißer Open-World-Luft
Für viele Spieler wird Gears of War: E-Day eine willkommene Rückkehr zum schmutzigen alten Gears-Gefühl sein. Und solange die Kampagne auf ihrer straffen, geradlinigen Schiene bleibt, ist es ein ausgezeichnetes Actionspiel. Ein spektakulärer Moment greift in den nächsten, Verteidigungsmissionen, Geschützturm-Sequenzen und methodisches Vorarbeiten von Deckung zu Deckung wechseln sich in einem hervorragenden Rhythmus ab.
Die Kulissen sind beeindruckend inszeniert, der Spielfluss bleibt unerbittlich hoch. Das im Vergleich zu den Vorgängern etwas vertikalere Leveldesign wirkt natürlich und die zu Bruch gehenden Umgebungen sind abwechslungsreich gestaltet In Akt 1 unterstreichen zudem kleine Jumpscares die düstere, hoffnungslose Stimmung. Doch E-Day besteht eben nicht nur aus diesen Passagen.
In der Open World laufen wir durch schicke, aber oft leere Straßen (links) und helfen anderen Soldaten oder Zivilisten (rechts).
In drei der insgesamt fünf Akten verlässt das Abenteuer zwischendurch seine geradlinige Struktur und schickt das Squad in größere Hub-Areale, etwa das zerbombte Stadtzentrum von Kalona. Die sind anders aufgebaut als in Gears 5 - Fahrzeugpassagen gibt es diesmal nicht - und beherbergen weniger Collectibles.
Dennoch bieten diese frei erkundbaren Gebiete kaum echten Mehrwert und erweisen sich mit ihren optionalen Nebenmissionen als spürbare Bremse für den Spielfluss. Manchmal trotten wir einfach minutenlang durch zerstörte Straßenzüge ohne dass viel passiert - Leerlauf im wahrsten Sinne des Wortes.
Noch dazu erkunden wir manche Regionen gleich mehrmals und kehren in bereits gespielte Levels (etwa eine Brücke) zurück, wenn auch zu anderen Tageszeiten.
Mods und Spielzeit
Bei den Nebenaufgaben gilt es etwa, einer Gegnerpatrouille aufzulauern oder ein Restaurant gegen Angriffswellen zu verteidigen. Als Belohnung winken Kisten mit Waffen-Modifikationen wie Visieren, vergrößerten Magazinen oder Buff-Effekten bei niedriger Gesundheit. Die Kisten sind auch in den Missionen verteilt oder stehen in den Hubs herum, gut versteckt sind sie aber nie. Damit ihr auch garantiert nichts überseht, weisen Text- und Audio-Hinweise überdeutlich darauf hin.
Im Test erweisen sich die Mods als motivierende Belohnung, weil sie dazu beitragen, das eigene Loadout öfter zu verändern. Irgendwann hat man sich aber zwangsläufig auf eine Waffen-Kombination festgelegt und spielt dann mit der den Rest der Kampagne weiter.
Auch sind einige Mods überflüssig, so haben wir in den neuen Slot für Sofortaktionen etwa immer Adrenalinspritzen gepackt (heilen und machen uns stärker) statt den Platz für Extras wie das überflüssige Gegner-Sonar zu verschwenden.
Apropos überflüssig: Mit bis zu 20 Stunden Spielzeit bietet E-Day eine sehr ordentliche Laufzeit. Allerdings ist die einen Ticken zu lang. Tatsächlich hätte die Kampagne nach dem fulminanten Ende von Akt 3 perfekt abgeschlossen werden können. Stattdessen geht es aber noch mal ein paar Stunden weiter - das wirkt wie der Versuch, die Spielzeit künstlich aufzublähen.
Nicht falsch verstehen: Durch die perfektionierte Grundmechanik machen die Gefechte bis zum letzten Moment großen Spaß und auch bei den Skriptsequenzen gibt es gegen Ende noch einige wahrlich beeindruckende Szenen. Aber hätte The Coalition das eher stumpfe Zuckeln zwischen Missionspunkten im Mittelteil zusammengestrichen und komplett auf eine lineare Kampagne gesetzt, wäre das Ergebnis noch erheblich stärker ausgefallen - und die Wertung wahrscheinlich höher.
Was ist mit dem Mehrspielermodus?
Neben der Koop-Kampagne bietet Gears of War: E-Day auch eine Variante des bekannten Horde-Modus, in dem ihr eine Basis gegen Wellen immer stärkerer KI-Gegner verteidigen müsst. Diesmal können bis zu drei Squads mit je vier Spielern auf einer geteilten Map antreten. Dieser Modus war aber ebenso wie der PvP-Multiplayer für bis zu acht Spieler in der Testversion deaktiviert.
Wir werden uns die Spielmodi nach Beginn der Early-Access-Phase am 1. Oktober 2026 anschauen und den Test mit unseren Eindrücken aktualisieren. Da der Fokus des Spiels aber merklich auf der Kampagne liegt, vergeben wir jetzt schon eine Wertung und passen diese gegebenenfalls im Nachgang an.
Technische Brillanz auf dem PC
Auf visueller Ebene verdient sich der Titel auf Basis der Unreal Engine 5 Höchstnoten. Das zerfallende Kalona strotzt vor Details, gigantische Bauwerke und die wuchtige Architektur stehen ganz im Stil der Reihe. Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen, wirkt in einigen Passagen jedoch ein wenig gekünstelt und zu cool eingesprochen - der raue Ton der Soldaten fühlt sich auf Englisch einfach eine Spur natürlicher an.
Auf dem PC läuft der Shooter herausragend. In Tests auf einem Rechner mit einer Nvidia Geforce RTX 5080 lieferte das Spiel in 1440p-Auflösung bei höchsten Grafikeinstellungen konstante 60 Bilder pro Sekunde mit aktivem V-Sync und ohne den Einsatz von DLSS oder anderer Frame Generation. Ohne Begrenzung schwankten die Frameraten im hohen 80er-Bereich. Auch auf einem zweiten PC kam es zu keinen Rucklern bei hervorragender Bildqualität.
Gut: Ein Field-of-View-Schieberegler erlaubt die Erweiterung des Sichtfelds, es gibt zahlreiche Grafikoptionen und sämtliche Befehle auf der Tastatur lassen sich frei umbelegen, etwa die Bewegung auf die Pfeiltasten. Die Maussteuerung ist tadellos, auch ohne aktivierte Zielhilfe erzielt ihr problemlos Kopftreffer. Ganz selten kommt es beim Deckungswechsel zu kleineren Unstimmigkeiten.
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Gears of War: E-Day - Test-Video zum Shooter-Prequel
Merklicher sind die Nachladeruckler auf der Xbox Series X beim Durchqueren der größeren Levels. In extrem hektischen Schießereien fiel die Framerate zudem kurzzeitig ab. Wer das beste Erlebnis haben will, greift also zur PC-Version, die ebenso wie die Konsolenfassung ohne Aufpreis im Game Pass enthalten ist.
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