4 geniale Brettspiele, die ich jedem Gaming-Fan empfehle

Ein Gefühl wie in Diablo oder Mass Effect, nur auf dem Tisch statt auf dem Monitor! Heiko stellt vier Brettspiele vor, die eure Freunde garantiert begeistern werden.

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Auf dem PC oder der Konsole spiele ich bevorzugt solo und fast nie im Multiplayer. Denn es kommt mir komisch vor mit Menschen Zeit zu verbringen, die ich nicht kenne. Und mit Freunden fühlt es sich für mich nicht sozial genug an – statt im Netz abzuhängen, könnte ich mich schließlich auch persönlich mit ihnen treffen.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich 2023 als Plus-Content veröffentlich. Zum Anlass unserer großen Pen&Paper-Themenwoche könnt ihr ihn jetzt dauerhaft kostenlos lesen. Die hier vorgestellten Spiele sind inzwischen auch jenseits von Crowdfunding-Plattformen problemlos im Handel erhältlich und nach wie vor jeden Cent wert. Danke an unsere Plus Community, ohne die solche Artikel zu Spielen abseits des Mainstreams nicht möglich wären. Falls ihr uns ebenfalls unterstützen möchtet, findet ihr hier alle Infos zum GameStar Plus Abo.

Brettspiele lösen für mich dieses Dilemma. Ich spiele im Multiplayer oder Koop, kann aber dabei meinen Freundinnen und Freunden direkt in die Augen schauen. Jedes Drama wird so dramatischer, jeder Witz witziger und jeder Hinterhalt noch hinterhältiger.

Das Problem an der Sache: Wenn ich zu einem Brettspielabend einlade, denken die meisten lediglich an die üblichen Verdächtigen wie Die Siedler von Catan, Carcassone oder – noch schlimmer – völlig veralteten Käse wie Monopoly und Risiko.

Heiko Klinge
Heiko Klinge

GameStar-Chefredakteur Heiko Klinge entdeckte seine Liebe zu nerdigen Brettspielen bereits in der 80ern und 90ern mit den legendären MB-Titeln Hero Quest, Star Quest und Claymore Saga. Es folgte der obligatorische Sammelkarten-Abstecher zu Magic: The Gathering, bevor das Hobby für längere Zeit ruhte. Seit ein paar Jahren ist seine Leidenschaft aber wieder voll aufgeflammt, insbesondere für via Crowdfunding finanzierte und besonders hochwertig produzierte Brettspiele.

Dabei können Brettspiele heutzutage so viel mehr, wie meine vier Empfehlungen eindrücklich beweisen. Ich garantiere euch: Wenn ihr diese Spiele auf den Tisch packt, wird es für euch und eure nerdigen Liebsten garantiert ein großartigen Abend!

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Destinies

Spieler: 1-3 | Spieldauer: 2-3 Stunden | Preis: 50 Euro | Verlag: Lucky Duck Games

Worum geht’s? Destinies ist ein narratives Abenteuerspiel. In jedem der fünf Kapitel erkundet ihr eine aus Karten bestehende Welt, die ihr nach und nach aufdeckt, um euer Schicksal zu erfüllen. Dazu führt ihr Gespräche, sammelt Ausrüstung, löst kleinere Rätsel und kämpft gegen Monster.

Pro Kapitel stehen dabei drei unterschiedliche Charaktere zur Wahl, die jeweils über unterschiedliche Charakterwerte verfügen und auch andere Schicksale erfüllen müssen, die sogar teils im Konflikt zueinander stehen. Etwaige Herausforderungen löst ihr dabei per Würfelprobe. Wer als erstes sein Schicksal erfüllt, gewinnt die Partie.

Die Spielwelt von Destinies deckt ihr über Karten erst nach und nach auf. Um mit ihr zu interagieren, verwendet ihr eine App. Die Spielwelt von Destinies deckt ihr über Karten erst nach und nach auf. Um mit ihr zu interagieren, verwendet ihr eine App.

Was ist das Besondere? Normalerweise bin ich kein Freund von Brettspielen, die eine Begleit-App voraussetzen, aber in Destinies ergibt sie nicht nur Sinn, sondern bereichert auch wirklich das Erlebnis. Denn die App dient hier nicht nur der Geschichte, sondern ermöglicht auch ein paar richtig coole spielerische Twists.

So kann ich via QA-Code wie in einem Adventure Gegenstände zum Lösen von Rätseln verwenden, und die Spielwelt bleibt nicht statisch, sondern verändert sich im Verlauf der Geschichte immer wieder überraschend, teils auch basierend auf meinen Entscheidungen.

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Das Skill- und Würfelsystem ist binnen fünf Minuten erklärt, was Destinies sehr einsteigerfreundlich macht. Spannung kommt vor allem durch die unterschiedlichen Schicksalspfade auf, die sich immer wieder kreuzen. Wenn mir ein dringend benötigter Gegenstand erst vor der Nase weggeschnappt und dann aus meiner Sicht völlig sinnfrei verschwendet wird, ist die (Schaden-)Freude am Tisch groß.

Weil es trotzdem keine Sackgassen gibt und ich neugierig miträtsle, welche Ziele wohl meine Freundinnen und Freunde verfolgen, bleibt Destinies bis zum Schluss spannend.

Mein Gaming-Vergleich The Witcher 3. Zum einen wegen der harten Entscheidungen samt ihrer Konsequenzen. Zum anderen erinnert auch das düstere, mittelalterliche Fantasy-Setting in vielerlei Hinsicht an die Abenteuer von Geralt.

Wem empfehle ich es? Destinies eignet sich super für alle, die ihre Liebsten entspannt ans Tabletop-Hobby ranführen wollen. Die Regeln sind simpel, der Fokus liegt eher auf dem gemeinsamen Erleben der Geschichten als auf kompetitiven Wettstreit und komplexen Strategien.

Das Charaktersystem ist mit seinen nur drei Werten sehr simpel, was den Einstieg erleichtert, ermöglicht aber dennoch in Kombination mit den vielen Items viele interessante Entscheidungen. Das Charaktersystem ist mit seinen nur drei Werten sehr simpel, was den Einstieg erleichtert, ermöglicht aber dennoch in Kombination mit den vielen Items viele interessante Entscheidungen.

Trotzdem hat Destinies mit seinen schick gezeichneten Karten und den vielen (wenn auch verflucht kleinen) Miniaturen angesichts des verhältnismäßig günstigen Preises eine wirklich tolle Tischpräsenz. Mein Tipp: Dupliziert den Bildschirm des Spiel-Smartphones auf den Fernseher, so können alle die Geschehnisse quasi live mitverfolgen.

Wo bekommt ihr es? Die ordentlich übersetzte deutsche Version von Destinies bekommt ihr problemlos im Handel. Die sehr guten Erweiterungen Meer aus Sand und Verwunschener Wald gibt’s exklusiv bei Spiele-Offensive.de. Die entführen euch für jeweils drei Kapitel in die Wüste, beziehungsweise in einen gruseligen Märchenwald und ergänzen das Destinies-Prinzip dezent, aber sinnvoll um neue Mechaniken.

Massive Darkness 2: Höllenschlund

Spieler: 1-6 | Spieldauer: 2-4 Stunden | Preis: 105 Euro | Verlag: CMON

Worum geht’s? Massive Darkness 2 ist einer von vielen Dungeon Crawlern, die in die Fußstapfen des legendären Hero Quest treten. Ihr wählt euren Charakter, baut aus Spielplan-Platten, Türen, Schätzen und Portalen ein Szenario zusammen und haut anschließend würfelnd Horden von Monstern aus den Latschen.

Dabei müsst ihr zusammenarbeiten, um das jeweilige Ziel zu erreichen. Die Monster folgen simplen Bewegungs- und Angriffsregeln, anders als in Hero Quest benötigt ihr also keinen Dungeon Master. Massive Darkness 2 erweitert das bewährte Konzept um diverse Zufallselemente. So wisst ihr zu Partiebeginn nie, auf welche Monster und Bosse ihr trefft oder welche Schätze ihr findet.

Der Name ist Programm: Massive Darkness 2 verschlingt massiv viel Platz auf dem Tisch. Auf dem Foto seht ihr diverse Kickstarter-exklusive Extras wie die Plastik-Türen oder den Skorpion-Boss. Aber auch in der Ladenversion stecken mehr als genug Inhalte und Miniaturen. Der Name ist Programm: Massive Darkness 2 verschlingt massiv viel Platz auf dem Tisch. Auf dem Foto seht ihr diverse Kickstarter-exklusive Extras wie die Plastik-Türen oder den Skorpion-Boss. Aber auch in der Ladenversion stecken mehr als genug Inhalte und Miniaturen.

Was ist das Besondere? Tabletop Dungeon Crawler haben oft das Problem, dass die Heldinnen und Helden zwar andere Werte und Fähigkeiten haben, sich aber vom Spielgefühl kaum unterscheiden.

In Massive Darkness 2 spielen sich die sechs mitgelieferten Klassen tatsächlich komplett anders, weil jede quasi ihr eigenes Mini Game mitbringt.

Als Magier bekomme ich ein Zauberrad, das ich taktisch manipulieren muss. Als Jägerin ziehe ich dagegen Pfeilkarten, um den perfekten Schuss zu landen. Und als Paladin platziere ich Auren im Dungeon, die der Party unterschiedliche Buffs gewähren.

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Außerdem ist in Massive Darkness 2 der Name Programm, ich prügle mich hier wirklich durch Massen von Monstern und sammle tonnenweise Beute. Allein die Core Box enthält 68 toll gestaltete Miniaturen und fast 400 Karten.

Vor allem aber spielt sich Massive Darkness 2 wie ein Dungeon Crawler auf Speed. In jeder Partie darf ich gleich viermal aufleveln und die unterschiedlichsten Fähigkeiten freischalten. Und in nahezu jedem Zug finde ich neue Ausrüstung, die mich spürbar mächtiger werden lässt.

Mein Gaming-Vergleich Diablo, ist doch logisch. Die bewährte Spirale aus Looten, Leveln und Monster klatschen motiviert hier genauso wie im legendären Action-Rollenspiel. Auch die clevere Integration von Zufallselementen erinnert an den Blizzard-Klassiker.

Monster haben allesamt besondere Fähigkeiten und begegnen euch in Massive Darkness 2 gleich gruppenweise, natürlich mit Ausnahme der Bossgegner. Monster haben allesamt besondere Fähigkeiten und begegnen euch in Massive Darkness 2 gleich gruppenweise, natürlich mit Ausnahme der Bossgegner.

Wem empfehle ich es? Massive Darkness 2 eignet sich vor allem für alle Dungeon-Crawler-Fans, die keine feste Spielgruppe haben. Denn während der Großteil der Konkurrenz auf Kampagnen setzt, bekommt ihr hier auch in Einzelpartien das volle Spaßprogramm.

Je nach Dungeon-Größe levelt und lootet ihr euch hier in zwei bis vier Stunden vom Nobody in Lederrüstung bis zum Überhelden mit legendären Set Items. Hier ist alles konsequent auf kurzweiliges Monstermetzeln getrimmt.

Wer von einem Dungeon Crawler taktischen Anspruch erwartet und sich auch mal die Zähne ausbeißen will, ist indes beim deutlich komplexeren Gloomhaven besser aufgehoben.

Wo bekommt ihr es? Die deutsche Version ist problemlos im gut sortierten Fachhandel erhältlich, gleiches gilt für die diversen Erweiterungen. Da Massive Darkness 2 ursprünglich via Crowdfunding finanziert wurde, finden sich auf Ebay auch diverse kickstarter-exklusive Addons, für die aber Mondpreise aufgerufen werden. Spart euch das Geld, allein die Core Box liefert schon mehr als genug Material für Dutzende schöne Brettspielabende.

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