Star Wars hat das gesamte Genre revolutioniert und die Kinolandschaft für immer geprägt, klar. Trotzdem ist George Lucas der Meinung, dass er nie das Niveau des ultimativen Sci-Fi-Films erreichen konnte.
Die Rede ist von 2001: Odyssee im Weltraum.
Für George Lucas ist Stanley Kubris 2001 der ultimative Sci-Fi-Film
Lucas machte nie ein Geheimnis daraus, dass er Stanley Kubricks Meisterwerk nachgeeifert ist. 1968 veränderte der Film die Art und Weise, wie das Publikum die Erkundung des Weltalls wahrnahm.
Auf einmal hatte sie etwas Mutiges und Abenteuerliches an sich, während die Inszenierung einer psychedelischen Oper gleicht, die ihre Zuschauer noch lange nach dem Kinobesuch beschäftigt. Auch dank aufwendiger Spezialeffekte oder philosophischer Fragestellungen, die Filmfans in dieser Form noch nicht kannten.
Im direkten Vergleich fällt der Krieg der Sterne natürlich viel abenteuerlicher und leichtfüßiger aus. Dennoch bietet sich ein Vergleich gerade auf technischer Ebene an, den sich Lucas sogar selbst zu ziehen traute. Seiner Meinung nach kommt Star Wars aber nicht an Kubricks Space Odyssey heran, wie er schon 1977 in einem Interview (via ScreenRant) zugab:
Stanley Kubrick hat den ultimativen Sci-Fi-Film gemacht und meiner Meinung nach dürfte es sehr schwer sein, etwas Besseres abzuliefern. Von einer technischen Perspektive kann man [Star Wars] damit vielleicht vergleichen. Aber ich denke, dass 2001 der weitaus bessere Film ist.
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2001: Odyssee im Weltraum - offizieller Trailer
In weiteren Gesprächen für die Dokumentation Standing on the Shoulders of Kubrick: The Legacy of 2001, die 2007 veröffentlicht wurde, geht Lucas ebenso darauf ein, wie der Film die Wahrnehmung von Science-Fiction als Genre verändern konnte:
Es war das erste Mal, dass die Leute Sci-Fi ernst genommen haben. Davor, vor allem in den 50ern, ging es immer in eine ziemliche B-Movie-Richtung. Riesige Monster, Spinnen, alles musste immer nur größer [und gefährlicher] werden.
Wie sehr Stanley Kubricks 2001 George Lucas bei Star Wars geprägt hat, lässt sich etwa schon an zwei großen Auffälligkeiten festmachen: Für seinen Krieg der Sterne griff er auf echte Modelle für Raumschiffe und Kulissen zurück, die den Film selbst heute noch so zeitlos erscheinen lassen.
Ebenso nahm sich Lucas ein Beispiel an Kubricks Klangwahl (etwa Also sprach Zarathustra von Richard Strauss), indem er für Star Wars auf orchestrale Musik setzte: Statt elektronische Klänge, wie es für Sci-Fi vor mehr als 50 Jahren üblich war, durfte John Williams einen legendären Soundtrack kombinieren.
Von 2001 schwärmen neben George Lucas noch ganz andere Filmemacher – wie etwa Steven Spielberg (Jurassic Park), Ridley Scott (Alien) oder James Cameron (Terminator) – die sich von Kubricks Regiearbeit ebenso gerne inspirieren ließen und lassen.
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