Unsere ausführlichen Erfahrungen rund um ein Balkonkraftwerk mit Speicher findet ihr hier.
Praktischerweise haben Batteriespeicher in den vergangenen Jahren einen enormen Preissprung nach unten hingelegt. Kostete vor vier Jahren eine Kilowattstunde Kapazität (das reicht für eine Stunde Betrieb eines Gerätes mit 1.000 Watt durchgehender Leistung, so ein hochgezüchteter Gaming-PC kann damit also ca. 1,5-2 Stunden unter Last betrieben werden) leicht rechenbare 1.000 Euro, bekommt man die doppelte Kapazität heute schon für die Hälfte.
In der neuen Solarnorm aus dem März 2026 des VDE sind Akkus endlich auch berücksichtigt. Die Batteriespeicher dürfen ebenfalls maximal 800 Watt einspeisen, müssen dafür aber nicht einmal zwingend per Sonne geladen werden.
Mit einem dynamischen Stromtarif können diese damit in Zeiten günstiger Preise (meist dann, wenn viel Sonne oder Wind für Stromerzeugung sorgen) aufladen und wenn es teuer wird wieder einspeisen. Ab und zu gibt es sogar negative Strompreise, ein paar Stunden im Jahr gibt es dann vom Stromanbieter Geld fürs Laden.
Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen, gerade nicht benötigter Strom wird gespeichert statt dem Stromanbieter geschenkt. Während die Sonne scheint, wird dabei weiterhin die für den eigenen Grundverbrauch nötige Menge Energie in die Wohnung eingespeist und Überschuss eingespeichert. Sobald es dunkel wird, kann dieser Strom dann ebenfalls mit maximal 800 Watt eingespeist werden. Auch wenn sich Wolken vor die Sonne schieben, kann der Akku das abpuffern.
Die Ersparnis kommt dabei darauf an, wie groß euer Bedarf und der Speicher sind. Gängig sind Akkus mit ca. 2 Kilowattstunden. Bei aktuellen Stromkosten von um die 30 Cent pro Kilowattstunde spart der Akku also idealerweise nur maximal 60 Cent pro Tag ein. Klingt wenig, addiert sich aber mit der Zeit.
Pro Monat können so 18 Euro zusammenkommen. Die ausreichend sonnige Zeit beginnt etwa im März und endet im Oktober des Jahres, etwas mehr als ein halbes Jahr lässt sich der Akku also problemlos für die Nacht befüllen, in den restlichen Zeiten wird es schwieriger.
So lassen sich bei einem entsprechenden Stromverbrauch im Jahr gut 100 Euro mit einem 2 kWh-Akku einsparen.
Das ist bei größeren Speichern nicht zwingend einfach hochzurechnen: 8 Kilowattstunden beispielsweise muss man auch erst einmal leer bekommen, das klappt als energiesparender Single eher selten ohne eigene Bitcoin-Farm.
Wer allerdings die teils großen Preisunterschiede von dynamischen Stromtarifen nutzen möchte, kann gerne zu größeren Speichern greifen. Selbst bei einem Tarif mit Tag- und Nachtstrom kann die Ersparnis pro Kilowattstunde bei 10 Cent liegen, abzüglich Wandlungsverlusten bleiben davon 7-9 Cent erhalten.
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