Gothic hat ein Feature, das ich aus kaum einem anderen Spiel so kenne. Ich halte es für einen der größten Triumphe seines Spieldesigns - und bin doch überzeugt, dass es heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist.
Die Rede ist natürlich von der Ingame-Karte. Gothic ist berühmt dafür, dass es auf eine klassische Minimap oder eine automatisch mitzeichnende Karte (Automap) verzichtet. Karten des Minentals und einzelner Abschnitte kauft ihr stattdessen immersiv bei Händlern.
Ihr müsst euch selbst anhand der Wegbeschreibungen von NPCs zwischen den gezeichneten Bäumen und Flüssen orientieren und lernt die Open World des Minentals so mit jedem neuen Laufweg besser kennen. Questmarker? Gibt's nicht - und das finden selbst Neulinge am Gothic Remake gut.
Ich kannte als Veteran des 2001 veröffentlichten Originals natürlich schon - aber ein unscheinbares Detail wäre mir dann doch fast entgangen. Dabei löst genau diese Neuerung ein großes Problem, auf das ich beim Spielen gestoßen bin.
Kleine Symbole mit großer Wirkung
In meiner Zeit mit dem Gothic Remake habe ich bereits unzählige Male meine Karte geöffnet, um die Position des namenlosen Helden in Relation zu den drei Lagern und Orten wie der Alten Mine zu überprüfen. Was ich dabei nicht bemerkt habe? Die kleine Textnachricht, dass ich dort jetzt eigene Markierungen anbringen und wieder entfernen kann!
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