Ein Spiel wie ein (guter) »Tatort«: Petra hat eine Idee für deutsche Spiele

In der Pandemie hat Petra Netflix und Co. leergeschaut, jetzt hätte sie gerne etwas weniger von allem, dafür aber mehr von hier. Auch bei Spielen.

von Petra Schmitz,
09.07.2021 15:00 Uhr

GameStar-Redakteurin Petra Schmitz wünscht sich mehr deutsche Spiele im Stil von »Tatort«. Wie wäre es mit Berlin Noire? GameStar-Redakteurin Petra Schmitz wünscht sich mehr deutsche Spiele im Stil von »Tatort«. Wie wäre es mit Berlin Noire?

Der übliche übernatürliche Krempel oder die x-te Fantasy-Serie - das geht mir aktuell irrsinnig auf die Nerven. Auch die Superheldenoffensive auf Netflix, Amazon Prime und Disney Plus empfinde ich nur noch als ermüdend. Überhaupt muss inzwischen fast alles maximal edgy und bunt und laut sein. Inhalte, sofern sie den Zuschauer nicht von einer Schnappatmung in die nächste treiben oder die nicht unter Tonnen von CGI begraben werden, findet man auf den Streamingdiensten nur mit Anstrengung. Kein Wunder also, dass mich Titel wie Marvel's Guardians of the Galaxy - egal ob Spiel oder Film - komplett kalt lassen.

Nicht nur wegen dieser Übersättigung, aber auch deswegen wende ich mich inzwischen hin und wieder den Mediatheken von ARD und ZDF zu. Dort schaue ich vermehrt unaufgeregte Dokus. Oder ich schaue … ja, Tatort. Und ihr so: »Petra, das liegt am Alter!« Und darauf ich: »Ja, aber ...«

Denn meine Idee dreht sich um nichts Geringeres als die Zukunft deutscher Spiele - bodenständig, lokal, relevant.

Die Autorin
Petras erster Kontakt mit dem »Tatort« dürfte wohl Schimanski gewesen sein, sonntagabends mit der ganzen Familie vor dem knarzenden Röhrenfernseher. Sie kann sich aber an nichts mehr erinnern, außer daran, dass sie diesen Schimanski schon immer ein bisschen doof fand. Und seinen blonden Kollegen noch doofer. Eigentlich hat sie wohl nur »Tatort« geschaut, weil es sonst nichts anderes gab. (Außer auf dem ZDF, aber welche Familie hatte denn damals bitteschön zwei Fernseher und entsprechende Anschlüsse?)

Näher am Hier

Ich habe jahrzehntelang keinen »Tatort« mehr geschaut. Zuerst, weil ich die Beiträge irgendwann zu wurstig deutsch fand, später dann, weil ich auf Twitter lesen oder von meiner Mutter hören musste, dass das alles inzwischen großer Käse sei - und weil ich mich von Netflix und Amazon Prime eben besser unterhalten fühlte. Sicher: Viele Tatorte sind großer Käse, das kann ich nach nun etlichen Abenden mit Max Ballauf, Frank Thiel oder Lena Odenthal bestätigen. Um Nick Tschiller schlage ich ohnehin einen riesigen Bogen.

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