Hearthstone - Größter Pechvogel verliert E-Sport-Match durch reinen Zufall

Wen Glücksfaktoren in kompetitiven Multiplayer-Spielen aufregen, der musste sich bei der Dreamhack Winter 2017 ganz schön zusammenreißen.

von Dimitry Halley,
04.12.2017 15:11 Uhr

Auf der Dreamhack Winter 2017 kam es zu einem außerordentlich frustrierenden Match - zumindest für Spieler Davidos.Auf der Dreamhack Winter 2017 kam es zu einem außerordentlich frustrierenden Match - zumindest für Spieler Davidos.

Ein E-Sport-Spiel sollte idealerweise maßgeblich vom Skill des Spielers abhängen, der kompetitiv gegen andere antritt. Und nicht von Glück. Das denken zumindest viele Fans, die Spiele mit zu vielen unvorhersehbaren Faktoren in die Casual-Ecke verdonnern und sich lieber auf präzisere Titel wie Counter-Strike konzentrieren. Hearthstone kämpft an der Front ganz schön um die Gunst der Leute.

Denn auf der Dreamhack Winter 2017 gewann der Spieler Esteban »AKAWonder« Serrano mit einer Verzweiflungstat, die sich im Prinzip komplett auf Glück verließ. Er unterlag dem Konkurrenten Davidos über weite Teile des Matches, die Niederlage schien nur eine Frage der Zeit. Davidos hatte zwar nur noch 6 Lebenspunkte, behielt aber die Kontrolle über die Partie.

Doch im entscheidenden Moment spielte AKAWonder seine letzte Handkarte: Den Piratengauner. Der schmuggelt seinem Besitzer eine zufällige Karte der gegnerischen Heldenklasse auf die Hand. In diesem Fall war es der Kabalistenfoliant, der wiederum seinerseits drei zufällige Magier-Sprüche gewährt. Und unter diesen Sprüchen befand sich ausgerechnet der Feuerball. Was sich wunderbar traf, denn nach dem Gauner und dem Folianten hatte AKAWonder noch genau die dafür nötigen vier Mana frei. Und Glücksfaktor Nummer Drei: Der Feuerball richtet genau die sechs Schadenspunkte an, die es brauchte, um Davidos aus dem Spiel zu brutzeln. Sieg!

Im Twitch-Clip könnt ihr das Ende des Matches begutachten. Man will nicht in Davidos' Haut stecken, denn eine solche Verkettung von so vielen Zufällen fühlt sich wahrscheinlich schlimmer an als Ralph Wiggums gebrochenes Herz. Jetzt kann man natürlich durchaus argumentieren, dass auch Glück im übergeordneten Sinne Teil einer Strategie sein kann. Aber würde der strategisch überlegene Davidos in einem fairen Spiel nicht eigentlich den Sieg verdienen? Wie seht ihr das?

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