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Seite 2: Ranking: Ich habe 9 Horrorspiele auf der gamescom gespielt – und das gruseligste war nicht Resi 9 oder Silent Hill f

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6. Clive Baker's Hellraiser: Revival

Video starten 1:30 Für Clive Barker's Hellraiser: Revival kehrt eine der größte Horrorikonen aller Zeiten nach 20 Jahren zurück

  • Entwickler: Saber Interactive
  • Publisher: Saber Interactive
  • Release: tba
  • Gruselfaktor: hoch – außerdem: ew!

»Bist du sicher, dass du zu deinem Termin kommen willst? Falls dir schlecht wird, gib sofort Bescheid!« So ähnlich lautete die Mail der PR, die mich wenige Tage vor der gamescomerreicht und mich vor dem Body-Horror, Gore und den sexuellen Inhalten in Hellraiser warnt. Auch beim Termin selbst liegen Kotztütchen aus, falls mir das Gezeigte zu viel werden sollte.

Zum Glück bin ich als Horror-Fan mittlerweile ziemlich abgehärtet, obwohl Body-Horror nicht zu meinen Lieblings-Nischen gehört. Trotzdem macht mich Hellraiser: Revival neugierig. Denn das Spiel nimmt sich die unvergleichliche Atmosphäre der (ersten) Filme und die obercoolen, kultigen Zenobiten und packt sie in ein First-Person-Action-Survivalspiel ... und das wiederum ist so was von meine Nische!

Nachdem Aidan beim (etwas speziellen) Liebesspiel mit seiner Freundin Sunny unwissentlich die Puzzlebox des Lemarchands aktiviert und Sunny in die labyrinthartige Hölle entführt wird, setzt er alles daran, um sie zu retten.

Zunächst wandere ich verloren durch die Gänge, während sich um mich herum Monster durch die Wände schlängeln und mich jedes Mal zusammenzucken lassen. Die Umgebung verändert sich ständig, um mich noch mehr in die Irre zu leiten und vom Weg abzubringen.

Natürlich darf der ikonische Pinhead nicht fehlen. Von ihm habe ich beim Anspielen allerdings noch nicht so viel gesehen. Natürlich darf der ikonische Pinhead nicht fehlen. Von ihm habe ich beim Anspielen allerdings noch nicht so viel gesehen.

Später werde ich von fanatischen Kultisten gefangen genommen, muss mich aus meinem Gefängnis befreien und an ihnen vorbei Richtung Freiheit schleichen. Doch es gibt kein Entkommen: Ich lande erneut im Labyrinth der Zenobiten und liefere mir ein erbarmungsloses Wettrennen mit dem Chatterer, dessen Zähneklappern ich schon fast auf meiner Nackenhaut spüren kann.

Falls ihr Body-Horror so gar nicht vertragt, dann ist Hellraiser nichts für euch: Hier wird geschnitten, in Stücke gerissen, in Gedärmen gewühlt – das alles mit einem sexuellen Unterton und expliziten Darstellungen.

Hellraiser macht insgesamt nach dem Anspielen einen soliden Eindruck. Die Atmosphäre erinnert mich dank durchgedrehter Kultisten zwischenzeitlich an BioShock und trotz der ekligen Thematik sieht das Horrorspiel echt gut aus.

Die Kämpfe habe ich leider noch nicht gesehen – die könnten aber noch zum Knackpunkt werden: Wie spielen sich die Ballereien gegen die Kultisten-Horden? Und passt diese Action überhaupt zum eher ruhigen Ton, den das Spiel zu Beginn anschlägt?

Gespannt bin ich auch, wie das Spiel die Hellraiser-Geschichte interpretiert. Schließlich sind die Zenobiten nicht einfach nur hirnlose Sadisten. Vielmehr versprechen sie ekstatische Emotionen und Befriedigung, die über das hinaus gehen, was das menschliche Gehirn begreifen kann. Die Filme haben es für mich nie ganz geschafft, diese Dualität des Leidens und der Lust einzufangen. Vielleicht hat das Videospiel ja noch tolle Ideen in der Hinterhand!


5. Cronos: The New Dawn

Video starten 2:12 Cronos: The New Dawn - Der neue Trailer hätte ein Höllentrip werden können, doch glücklicherweise gibt es ein niedliches Kätzchen

  • Entwickler: Bloober Team
  • Publisher: Bloober Team
  • Release: 5. September 2025
  • Gruselfaktor: hoch – aber zum Glück kann ich ein Kätzchen streicheln (das ist gut für die Seele und den Blutdruck)

Ich habe von den Grusel-Meistern von Bloober Team gar nichts anderes erwartet: Schon nach wenigen Sekunden ertrinke ich in der einzigartigen Atmosphäre von Cronos: The New Dawn. Die Entwickler mischen hier den futuristischen Sci-Fi-Look eines Dead Space mit einer alternativen, apokalyptischen Version von Polen der 1980er Jahre. Als Reisende kämpfe ich für die Zukunft der Menschheit – nur eben in der Vergangenheit.

Ich durchstreife eine in Eile zurückgelassene Wohnung, wo ich durch Tagebucheinträge eines Kindes um das Schicksal einer Familie bange. Vermisstenplakate und Zeitungsausschnitte geben mir Hinweise auf eine Pandemie, die die Menschen hier ereilt hat. In dunklen Gängen fühle ich mich beobachtet – und das liegt sicher nicht nur an den Dutzenden Schaufensterpuppen, die um mich herum stehen. Der Kollege hier hat doch vor ein paar Minuten noch in eine andere Richtung geschaut, oder??

Cronos erinnert vom Look an Dead Space, hat sich für die Monster aber ein eigenes Konzept überlegt: Die Waisen können mit Leichen verschmelzen, um zu einem stärkeren Monster zu mutieren. Cronos erinnert vom Look an Dead Space, hat sich für die Monster aber ein eigenes Konzept überlegt: Die Waisen können mit Leichen verschmelzen, um zu einem stärkeren Monster zu mutieren.

Cronos spielt geschickt mit Licht und Schatten, platziert spannende Story-Schnipsel in die Welt, jagt mir mit seinem Sounddesign einen Schauer über den Rücken und hetzt sogenannte Waisen auf mich, die mir schon allein mit ihrem Namen Angst einjagen. Wenn mir das alles ein bisschen zu viel wird, kann ich einfach ein süßes Kätzchen streicheln! Als Dank gibt es sogar ein Heil-Item!

Ob Cronos diese messerscharfe Atmosphäre tatsächlich über die ganze Spielzeit halten kann, erfahren wir schon ganz bald. Denn der Survival-Horror erscheint bereits am 5. September. Da erfahre ich auch genauer, was es mit der Merge-Mechanik der Waisen auf sich hat.

Die Kreaturen können nämlich ihre toten Kollegen absorbieren und so zu einer stärkeren Form mutieren. In der Demo-Version war das allerdings eher ein Immersionsbrecher, weil die stärkeren Waisen einfach nur zu Bullet-Sponges wurden, statt den Horror zu intensivieren. Ich hoffe, dass sich Bloober Team damit nicht selbst ein Bein stellt.


4. Drowned Lake

Video starten 0:38 Euch ist Dredge zu zahm? Im Horrorspiel Drowned Lake dreht sich auch alles ums Angeln - und wenn ihr Glück habt, ist es sogar ein Fisch

  • Entwickler: Monumental Collab
  • Publisher: Critical Reflex
  • Release: tba
  • Gruselfaktor: hoch – ich denke, ich überstehe den Sommer ganz gut, ohne im See schwimmen zu gehen ...

Drowned Lake hatte ich vor meinem gamescom-Besuch gar nicht auf dem Schirm. In der Indie Area stolpere ich ganz zufällig auf diese kleine Horrorperle, die mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht.

Als Dokufilmmacher Bento verschwindet, lockt der schaurige See Drowned Lake drei Fremde an, die nach ihm suchen. In der Demo wähle ich den alten Leopoldo, der gemeinsam mit seinem Hund den dunklen See abfährt. Die Bootsfahrt spielt sie ähnlich wie Sunless Seas aus der Iso-Perspektive; in spannenden Momenten wechselt die Perspektive in Ego-Ansicht im Found-Footage-Stil.

Drowned Lake mag unscheinbar aussehen, die düstere Atmosphäre hat es aber ganz schön in sich! Vor allem, wenn ich mir den Horror in meinem Kopf zu Ende denke. Drowned Lake mag unscheinbar aussehen, die düstere Atmosphäre hat es aber ganz schön in sich! Vor allem, wenn ich mir den Horror in meinem Kopf zu Ende denke.

Drowned Lake überschüttet mich nicht mit billigen Jump Scares, hetzt mich nicht ununterbrochen mit stressigen Acion-Einlagen, sondern platziert seine Horror-Momente ganz bewusst. Den Rest erledige ich in meinem Kopf: Ich fantasiere mir selbst zusammen, was in den tiefen des Sees schlummert, was da in der verlassenen Kirche hinter einer der Bänke kauern könnte und was die Schattengestalten auf den Dächern da hinten als Nächstes vorhaben ...

Wenn euch Dredge oder Sunless Sea gefallen haben, wenn ihr auch auf subtilen Horror steht und Textfeldern nicht abgeneigt seid, dann könnte euch das Angel-Spiel mit brasilianischer Folklore ebenfalls zusagen. Noch mehr Eindrücke zu meinem Horror-Geheimtipp der Messe lest ihr in meiner Preview:


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