Es ist keine Neuheit, dass Videospiele schwer sind. Eher, dass sie sich überhaupt einfacher einstellen lassen. Von der Arcade-Steinzeit der 80er-Jahre bis zur frühen Computer-Zeit Anfang der 90er-Jahre war jedes Spiel so, wie es eben ist.
Dann folgte der Wendepunkt: Als Videospiele immer beliebter wurden, verließen sie ihre Nerd-Nische und wurden zu Mainstream-Entertainment. Im Zuge dessen verbesserten die Entwickler auch die Zugänglichkeit ihrer Spiele – durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.
Die Diskussion rund um Schwierigkeitsgrade in Videospielen ist sehr alt. Vermutlich genauso alt wie ich. Hinzu kommt: Sie scheint trotz Millionen ausgetauschter kluger Worte immer noch nicht vorbei zu sein. Jedes neue, als zu schwer betitelte Hardcore-Spiel entfacht sie von Neuem, erst Dark Souls, dann Silksong, zuletzt Silent Hill f. Die einen schreien »git gud«, die anderen verlangen empört nach einem Easy-Mode. Am Ende fehlt jedes Mal nur eines: ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Ich möchte mich daher nicht anmaßen, zu behaupten, ich könnte die Streitfrage Schwierigkeitsgrade heute ein für alle Mal klären. Nein, ich möchte der Diskussion nur meine bescheidene Perspektive hinzufügen. Diese beinhaltet außerdem zwei Forderungen:
- Sämtliches Gemecker über zu schwierige Spiele soll augenblicklich verstummen.
- Entwickler From Software soll gleich morgen für jedes ihrer Spiele einen Easy-Modus einbauen. Und jeder andere Entwickler gleich auch.
Es folgen meine Begründungen.
Von schwer zu leicht zu Souls-like
Nach der Einführung von Schwierigkeitsgraden konnten praktisch alle Menschen mitspielen, egal wie viel Zeit und Vorwissen sie mitbrachten. Und wer keine Herausforderungen haben wollte, konnte sie einfach abstellen – bis Dark Souls im Jahr 2011 erschien und eine provokante Gegenbewegung startete. Durch seine absolute Kompromisslosigkeit. Dark Souls hat nur einen einzigen Schwierigkeitsgrad, der sehr schwer ausfällt. Um das Spiel zu meistern, ist extremes Können erforderlich.
Die von vielen Spielern gewünschte Einführung eines Easy-Modus wird von der Gegenseite stark abgelehnt – da dieser Modus die vorgesehene Spielerfahrung zerstören würde. Nun kann jedes neue Hardcore-Spiel dieses Argument für sich nutzen, sobald sein hoher Schwierigkeitsgrad kritisiert wird. Nach dem Motto: Warum muss ich weichen, wenn es Dark Souls auch nicht macht? Das Erstaunliche: Dieses Argument basiert meiner Meinung nach nur auf Sturheit.
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