3. Resident Evil Requiem
3:39
Resident Evil Requiem enthüllt im neuen Trailer die tragische Vorgeschichte von Grace und zeigt neue Teile des Hotels
- Entwickler: Capcom
- Publisher: Capcom
- Release: 27. Februar 2026
- Gruselfaktor: sehr hoch – ich schlafe jetzt erstmal nur mit Licht ...
Die Demo zu Resident Evil Requiem erinnert mich im ersten Moment stark an Haus Beneviento aus Resident Evil: Village – dem absoluten Höhepunkt von Teil 8. Ich erwache nämlich als Grace in einer Art Hotel oder Sanatorium, habe keinerlei Waffen oder Werkzeuge an mir, um mich zu verteidigen ... und bleibe natürlich nicht lange allein.
Als Grace eine infizierte Leiche findet, wird diese ratzfatz zu einem kleinen Snack für ein Monstrum: Mit blinden Augen starrt mich eine grässliche Kreatur an, versucht mich zu erschnüffeln und lauscht nach meinem panischen Atem. Hals über Kopf stürme ich aus dem Raum – sehr schönes Detail: In der Third-Person-Ansicht sehe ich Grace panisch dabei zu, wie sie stolpert und fast zu Boden fliegt, während sie das Weite sucht. Komm schon, komm schon, du schaffst das!
Puh, ich bin im Zimmer! Aber Moment ... hier geht es ja gar nicht weiter! Eine Sackgasse? Oh nein, was soll ich denn jetzt tun? Das Monster greift nach dem Türrahmen, zieht sich hinein und ... kreischt vor Schmerz und zieht davon. Denn im Raum brennt grelles Licht – das Kryptonit meines Verfolgers.
Die Jagd in der Resi-Demo lässt meinen Magen zusammenziehen. Sowohl in First-Person- als auch in Third-Person-Ansicht bohrt sich die düstere Atmosphäre durch den Bildschirm: In Ego-Perspektive bin ich näher am Geschehen, bekomme mehr von meiner Umgebung mit und sehe das Monster auch mal nur aus dem Augenwinkel.
Im Third-Person-Modus verstecke ich mich ein bisschen hinter Grace, bekomme aber ihre stimmungsvollen Animationen mit, wenn sie vor Angst zusammenzuckt oder sich panisch umschaut.
Obwohl neben mir eine andere Journalistin regelmäßig in Schreikrämpfe ausbricht, reicht es für Resi 9 nach der Demo »nur« für Platz 3 des Horror-Rankings. So gruselig das Monster und die Verfolgungsjagd auch waren: Nach einer Weile verfliegt der Zauber ein wenig.
Schnell durchschaue ich die Verhaltensmuster der KI, spiele mit dem Monster Katz und Maus und weiß immer genau, wo ich langgehen muss, damit mich die Kreatur nicht in ihre Finger bekommt. Trotzdem ist Resi 9 ein großes Highlight meiner gamescom und ich kann den Release im Februar kaum noch abwarten!
2. Silent Hill f
3:16
Silent Hill f zieht im neuen Trailer alle Horror-Register, inklusive Puppenmonster und klingelndem Telefon
- Entwickler: Konami
- Publisher: Konami
- Release: 25. September 2025
- Gruselfaktor: sehr hoch – ich mag Puppen doch auch so schon nicht ...
Am liebsten hätte ich gar nicht mehr aufgehört, Silent Hill f zu spielen – aber leider kam mir meine Rückfahrt nach München in die Quere. Nach meinem letzten gamescom-Termin laufe ich also voller Wehmut durch die Gänge ... und in meinen unruhigen Träumen sehe ich diese Stadt: Ebisugaoka.
Obwohl sich das Setting im neuesten Ableger so drastisch ändert, ist das Silent-Hill-Gefühl schneller wieder da, als ich blinzeln kann. Was als kleiner entspannter Spaziergang durch die japanische Idylle beginnt, wird schnell bizarr und grausam: Denn das japanische Dorf wird verschluckt von merkwürdigen Blumen, die sich wie eine giftige Pilzdecke ausbreiten und alles auf ihrem Weg verschlingen – selbst meine Freunde.
Meine Flucht führt mich durch die engen Gassen des Dorfes, über die Dächer der Häuser und in eine Sackgassse, wo sich eine Kashimashi vor mir aufbäumt. Das puppenartige Monster verbiegt seine Gelenke in unnatürliche Richtungen und kommt knacksend und knarzend auf mich zu. Nur mit einem (zerbrechlichen) Rohr ausgerüstet, stelle ich mich der Kreatur. Jede ihrer ruckartigen Bewegungen lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Nachdem ich der Kashimashi eins mit dem Rohr übergezogen habe, stelle ich fest, dass die Straßen von weiteren Puppen-Monstern überlaufen sind und ich ergreife die Flucht.
Die Sicherheit meiner Zuflucht in einem Wohnhaus hält nicht lange, als eine weitere Kashimashi durch eine der Türen bricht. Auf engstem Raum trickse ich meine Verfolgerin aus und laufe panisch zum nun geöffneten Fluchtweg, während mir die quietschenden Gelenke und die polternden Schritte des Monsters hinterherwinken.
Silent Hill f hat eine fantastische Atmosphäre mit schaurig-schöner Musik, die kulturelle japanische Klänge mit dem gewohnten metallischen Kratzen eines Silent Hills vermischt. Gerade als ich meine Zehen in die Anderswelt tunke, muss ich auch schon los und reiße mich widerwillig vom Controller.
Eine große Frage bleibt: Wie gut passt das neue Kampfsystem zu dieser schaurigen Atmosphäre? Die Kämpfe gegen normale Gegner fühlen sich trotz Gameplay-Mechaniken wie Anvisieren, Waffenhaltbarkeit und Ausdauerbalken nicht arg anders an als in einem Silent Hill 2 Remake. Zumindest hier kann ich Entwarnung geben. Wie das Ganze bei Bosskämpfen aussieht, sehen wir dann in ein paar Wochen, wenn Silent Hill f am 25. September erscheint.
1. Routine
1:30
Routine: 13 Jahre nach Ankündigung soll das Sci-Fi-Horrorspiel noch dieses Jahr endlich erscheinen
- Entwickler: Lunar Software
- Publisher: Raw Fury
- Release: 2025 (wenn alles gut läuft)
- Gruselfaktor: sehr hoch – der kleine Bruder des Xenomorphs möchte aus dem Bälleparadies abgeholt werden ... bitte!!! Irgendjemand?!
Mein Magen zieht sich zusammen, meine Zehen verkrampfen und ich halte den Atem an: Meine letzten Momente mit Routine lehren mich nochmal so ordentlich das Fürchten. So viel Angst hatte ich seit Alien: Isolation nicht mehr, wo der Xenomorph nicht nur wusste, wo er nach mir suchen muss, sondern auch meine Verhaltensmuster analysiert und mich zum Umdenken gezwungen hat.
Eine ganz so ausgeklügelte KI hat der Sci-Fi-Horror Routine zwar nicht, aber eine Mechanik, die mir trotz klimatisierter Räumlichkeit Schweißperlen auf die Stirn treibt. Auf der Mondbasis treibt nämlich eine Präsenz ihr Unwesen, die von Robotern Besitz ergreift. Auf der Station sind ganz viele Roboterhülsen verteilt, aber es ist immer nur ein Android aktiv – nämlich der, der mir am nächsten ist.
Wenn ich also panisch davonlaufe und versuche, Distanz zwischen mich und meinen Verfolger zu bringen, dann biegt schon der nächste Roboter um die Ecke und steht direkt vor mir. Meine liebste Taktik »Augen zu und wie ein aufgescheuchtes Huhn rennen, bis alles wieder gut ist« funktioniert hier also gar nicht.
Stattdessen muss ich bedacht vorgehen: Ich beobachte den aktiven Roboter und seine Route, suche die optimale Deckung, zu der ich im richtigen Moment schleiche – gleichzeitig darf ich aber auch die schlafenden Hüllen nicht aus dem Blick verlieren. Denn die könnten jederzeit zum Leben erwachen und Jagd auf mich machen. Wenn das kein Stoff für Albträume ist, dann weiß ich auch nicht!
Routine ist bereits nach den ersten Minuten eine außergewöhnlich immersive Erfahrung – mit zugegeben steiler Lernkurve, weil mir das Spiel selbst sehr wenig erklärt. Viel mehr muss ich meine Umgebung ganz genau untersuchen, um etwa Hinweise zu finden, wie ich mein Werkzeug bediene und wie ich das nächste Tür-Rätsel löse.
Ich bin sehr gespannt, welche Ideen noch in Routine schlummern und hoffe, dass der Sci-Fi-Horror nach über 13 Jahren Entwicklungszeit endlich Ende des Jahres erscheint.
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