Intel Cannon Lake - Erstes Notebook nur mit Dualcore und 2,2 GHz

Der Hersteller Lenovo bietet ein erstes Notebook mit einem neuen Cannon-Lake-Prozessor von Intel an, der allerdings nur wenig Leistung bietet.

von Georg Wieselsberger,
14.05.2018 10:12 Uhr

Intel Cannon Lake kommt deutlich verspätet - und zunächst auch nur mit wenig Leistung. (Bildquelle: Intel)Intel Cannon Lake kommt deutlich verspätet - und zunächst auch nur mit wenig Leistung. (Bildquelle: Intel)

Ursprünglich wollte Intel die Cannon-Lake-Prozessoren bereits Ende 2016 als Nachfolger von Skylake auf den Markt bringen. Nach mehrmaligen Verschiebungen werden die Prozessoren jetzt deutlich später als geplant doch noch zu einem kaufbaren Produkt.

Das erste Notebook, das den im 10-Nanometer-Verfahren gefertigten Cannon-Lake-Prozessor Core i3 8121U verwendet, ist Lenovos günstiges IdeaPad 330-15. Die CPU selbst bietet aber keinen besonders großen Schritt nach vorne.

Dualcore mit nur 2,2 GHz Basis-Takt

Es handelt sich um einen Dualcore-Prozessor mit 2,2 GHz Grundtakt, der bis zu 3,1 GHz erreichen kann. Techtoniks äußert sich darüber enttäuscht, unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass Cannon Lake acht Kerne in den Desktop-Bereich hätte bringen sollen.

Der ursprüngliche Plan von Intel war das allerdings sehr wahrscheinlich nicht, schließlich hatte man Cannon Lake zunächst als Nachfolger der Skylake-Generation (Core i 6000) vorgesehen, die im Desktop-Bereich abseits von Intels High-End-Plattform maximal vier Kerne zu bieten hatte. Außerdem haben wir es hier immer noch mit einer CPU für ein günstiges Notebook zu tun.

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Intels Probleme mit der 10-nm-Fertigung äußern sich unabhängig davon auch in Form einer nicht funktionsfähigen Grafikeinheit der CPU. Deshalb kommt beim IdeaPad 330 zusätzlich eine günstige AMD Radeon RX 540 zum Einsatz. Zusammen mit einer SSD mit 256 GByte, einer 1-TByte-Festplatte und 8 GByte RAM kostet das Notebook aktuell umgerechnet 440 Euro.

Laut Computerbase spricht der Shop im Vergleich mit dem Core i3 6006U von einer Leistungssteigerung um 25 Prozent. Dabei muss man aber auch berücksichtigen, dass der 6006U über eine niedrigere Basistaktrate und keinen Turbo-Modus verfügt.

Letztlich feiert Cannon Lake damit einen recht unspektakulären Einstand. Überraschend ist das allerdings nicht, schließlich zeichnet sich schon seit längerer Zeit ab, dass Cannon Lake aufgrund der angesprochenen Fertigungsprobleme in deutlich geringeren Umfang als ursprünglich geplant erscheinen wird. Die nächste größere Desktop-Generation von Intel wird stattdessen Ice Lake.

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