Seitdem Intel die Coffee-Lake-Prozessoren angekündigt und dabei die Notwendigkeit eines neuen Mainboards betont hatte, gibt es Zweifel an dieser Aussage. Immerhin verwenden auch die neuen Z370-Hauptplatinen den gleichen Sockel LGA1151 wie die älteren Mainboards mit Chipsätzen der 100er- 200er-Serie von Intel.
Manche Kritiker warfen Intel daraufhin vor, einfach nur für eine künstliche Nachfrage nach neuen Chipsätzen und Mainboards sorgen zu wollen, ein Vorwurf, der Intel schon seit vielen Jahren immer wieder gemacht wird. Selten sind Intel-Sockel so langlebig wie die des Konkurrenten AMD.
BIOS-Modder finden einen Weg
Allerdings betonte Intel auch, dass die gestiegene Kern-Anzahl beispielsweise eines Intel Core i7 8700K spezielle elektrische Voraussetzungen benötigt, die die älteren Hauptplatinen nicht bieten. Warum dann aber auch Coffee-Lake-Quadcores wie der Core i3 8350K auf älteren Mainboards nicht funktionieren, wurde nicht erklärt. Wie BIOS-Modder nun mit relativ viel Aufwand herausgefunden haben, ist es möglich, Coffee-Lake-Prozessoren auf älteren Mainboards komplett lauffähig zu machen.
Tatsächlich soll Intel aktiv über Software verhindern, dass dies einfacher funktioniert. Zu der Software, die einen Betrieb verhindert, gehört der Microcode in den Prozessoren, der Treiber für den integrierten Grafikkern und einige Bereiche in der Intel Management Engine, die mit dem BIOS kommunizieren, damit der Prozessor erkannt wird.
Quadcores funktionieren komplett
Modder im Overclock.net-Forum haben nun genau diese Bereiche aus anderen Prozessoren in Coffee-Lake-CPUs implantiert und auch Stabilitätsprobleme behoben. Auch die Modder raten allerdings in ihrer Anleitung dazu, nur Coffee-Lake-Quadcores zu verwenden, weil die Sechskern-Prozessoren mehr Spannung benötigen und nicht jedes Mainboard hier verwendet werden kann. Grundsätzlich hätte Intel aber wohl dafür sorgen können, dass viele Coffee-Lake-CPUs auf vorhandenen Hauptplatinen verwendet werden können.
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