Intel will zurück auf den Thron: Benchmarks vom neuen Flaggschiff i9 11900K

AMD macht Intel das Leben schwer, auch dank der neuen Ryzen-5000-Prozessoren. Der kommende Core i9 11900K als Antwort zeigt sich jetzt in ersten Benchmarks.

von Nils Raettig,
06.01.2021 15:55 Uhr

Das CPU-Duell zwischen AMD und Intel geht bald in eine neue Runde. Das CPU-Duell zwischen AMD und Intel geht bald in eine neue Runde.

Intel galt lange Zeit als unangefochtene Nummer eins, auch bei der Spieleleistung. Das hat sich spätestens mit AMDs Ryzen-5000-Generation geändert, die Ende 2020 erschienen ist. Der voraussichtlich im März kommende Core i9 11900K (Rocket Lake) soll die Spitzenposition wieder zurückerobern.

Bei Youtube ist nun ein Video aufgetaucht, das die Leistung der Achtkern-CPU mit AMDs Zwölfkern-Modell Ryzen 9 5900X vergleicht (via Videocardz):

Link zum YouTube-Inhalt

Aufgrund der höheren Kernzahl hat AMD bei den Multi-Core-Tests klar die Nase vorn, direkter vergleichbar sind dagegen die Werte bei der Single-Core-Leistung.

Benchmark-Ergebnisse des Core i9 11900K

Während das aktuelle Top-Modell von Intel in Form des Core i9 10900K (F) in den Single-Core-Tests der Tools Cinebench R20 und CPU-Z hinter dem Ryzen 9 5900X landet, hat der neue Core i9 11900K hier jeweils einen leichten Vorsprung.

Was bedeutet das für das Gaming? Da die Leistung auf einem einzelnen Kern für die Spiele-Performance immer noch sehr wichtig ist, legen die Messungen nahe, dass Intel mit dem Core i9 11900K gute Chancen hat, AMD zumindest in diesem Bereich wieder zu schlagen. Wie die hohe Leistung der aktuellen Ryzen-Modelle möglich wurde, erklärt AMD im folgenden Video:

Ryzen 5000 - Wie sind die Prozessoren aufgebaut? 5:35 Ryzen 5000 - Wie sind die Prozessoren aufgebaut?

Die Gaming-Benchmarks aus dem eingangs zu sehenden Youtube-Beitrag zeigen zwar eine schlechte Leistung des i9 11900K, allerdings hatte die Plattform mit Problemen zu kämpfen. Außerdem kam nur eine GTX 1660 Ti zum Einsatz, was potenziell eher eine Limitierung der fps durch die GPU bedeutet.

Hohe Leistung, hoher Takt und Verbrauch

Der Core i9 11900K setzt auf die Rocket-Lake-Architektur, die erstmals seit über fünf Jahren (Core i 6000) keine Skylake-Neuauflage mehr ist, aber immer noch in 14nm gefertigt wird. Intel hat seit einigen Jahren große Probleme mit dem Wechsel der Fertigung, die mit Rocket Lake noch nicht gelöst sind.

Auch dieser Umstand hat es AMD ermöglicht, zuletzt endgültig an Intel vorbeizuziehen. Mehr dazu lest ihr in unserem Test der Ryzen-5000-Generation:

Warum AMD nach 14 Jahren wieder gegen Intel gewinnt   160     10

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Weniger Kerne, mehr Gigahertz: Die maximale Kernzahl verringert sich mit dem Core i9 11900K von zehn auf acht, die Singlecore-Leistung soll aber im zweistelligen Bereich steigen. Dazu tragen auch die hohen Taktraten der CPU bei, die bis zu 5,3 GHz erreichen können.

Laut Wccftech liegt das erweiterte Power-Limit der CPU (PL2) allerdings bei stolzen 250 Watt. Der Core i9 11900K verspricht also wie die Vorgänger, eine sehr schnelle, aber auch ziemlich stromhungrige und hitzköpfige CPU zu werden. Spätestens Ende März zum Release sollten wir mehr wissen.

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