Der iPad-Dschungel hat 2022 etwas an Zuwachs bekommen und das neue Portfolio sorgt für Verwirrung. Insgesamt bietet der Hersteller vier Hauptmodelle zur Auswahl an und jedes bringt seine eigenen Stärken mit. Optisch sorgte Apple dafür, dass inzwischen alle neuen Tablets ein einheitliches Design erhalten haben.
Wir helfen euch dabei, die Vor- und Nachteile der aktuellen iPad-Modelle zu beleuchten und den Blick dabei nicht auf die älteren Modelle zu verlieren. Immerhin bedeutet alt nicht gleich schlecht!
Ihr interessiert euch nicht für Apple-Tablets und sucht nach günstigen Alternativen im Android-Bereich? Wir haben für euch einen passenden Ratgeber parat:
Die besten Tablets, für die ihr nicht mehr als 300 Euro ausgeben müsst
Die iPads in der Übersicht:
iPad der 9. Generation - die sichere Bank
Apple veröffentlichte im Oktober diesen Jahres ein neues iPad der Standard-Reihe. Allerdings sorgte die Bekanntgabe für Stirnrunzeln, auch bei unserem Autor Patrick:
Weiterhin befindet sich der Vorgänger im Portfolio des Tech-Riesen, mit einem Preisanstieg auf stolze 430 Euro (UVP). Trotz der hohen Kosten repräsentiert es das Einsteiger-Modell, das für die meisten von euch eine sichere Bank darstellen dürfte.
Mit dem A13-Bionic Prozessor bleibt es eines der leistungsstärkstes Tablets in diesem Preisbereich und es gibt außerdem willkommene Upgrades, wie 64 GByte Speicher und True Tone, das die Farbtemperatur des Bildschirms an die Umgebungsbeleuchtung anpasst.
Eines der Highlights beinhaltet die 12-Megapixel-Frontkamera mit Center Stage, das die Kamera im Video bewegt, damit ihr immer im Mittelpunkt des Bilds steht. Ursprünglich handelte es sich um ein Feature der Pro-Serie. Nicht nur für Neueinsteiger könnte das iPad der 9. Generation interessant sein.
Es besitzt den gleichen Formfaktor wie die Vorgänger, so dass alle aktuellen Zubehörteile kompatibel sind - inklusive dem Apple Pencil der ersten Generation. Denkt ihr also über ein Upgrade nach, könnte das iPad aus dem letzten Jahr eure Anlaufstelle sein.
- leistungsstarkes Tablet in dem Preisbereich
- hervorragend zum Surfen und Videos schauen
- für die meisten Anwender ausreichend
- gute Selfie-Kamera für Videotelefonie
- unterstützt nur den Apple Pencil der 1. Generation
- kein USB-C-Anschluss
- Preisanstieg auf 430 Euro
iPad der 10. Generation - eine fragwürdige Wahl
Apple hat das Standard-iPad modernisiert und das Design den aktuellen Modellen angeglichen. Einheitliche und vergleichsweise schmale Displayränder zieren das 10,9 Zoll große Retina-Display auf Basis der LCD-Technologie.
USB-C ist nach langem Warten mit an Bord, ebenso wie der neueste Mobilfunkstandard 5G. Dem Design geschuldet wanderte Touch-ID auf die Seitentaste, die sich am oberen Rand des Tablets befindet. Angetrieben wird das Gerät mit dem A14-Bionic-Prozessor, der sein Debüt im iPhone 12 feierte.
Laut Apple darf man eine Leistungssteigerung von 20 Prozent in der CPU und 10 Prozent in der GPU gegenüber dem iPad der 9. Generation erwarten. Das Problem: Ihr müsst für den Nachfolger stolze 150 Euro tiefer in die Tasche greifen.
Lediglich den Stift der ersten Generation könnt ihr bei diesem iPad verwenden. Möchtet ihr den Pencil direkt am Gerät aufladen, wird ein Adapter benötigt, der beim Kauf beiliegt. Nennt ihr den Apple Pencil bereits euer eigen, werden 10 Euro für das Zwischenteil fällig.
Warum der neuere Stift nicht unterstützt wird, sorgt zumindest bei uns in der Redaktion für Unverständnis. Dabei hätte Apple so das Problem mit dem fragwürdigen Adapter geschickt umgehen können.
Was gibt es über die Kamera zu berichten? Die Linse auf der Rückseite löst nun mit 12 statt 8 Megapixeln auf. Die Frontkamera wandert in die Mitte (beim Querformat) des iPads, was der Videotelefonie zugutekommt.
Seid ihr mit diesem Modell am liebäugeln, empfehlen wir euch auf einen passenden Straßenpreis zu warten oder zu überlegen, ob der Aufpreis im Vergleich zum Modell der 9. Generation wirklich gerechtfertigt ist. Bis auf das Design, den leicht verbesserten Prozessor und den USB-C-Anschluss gibt es kaum Argumente, auf dieses Tablet umzusteigen.
- USB-C-Anschluss
- starker Prozessor
- gute Selfie-Kamera
- nur Apple Pencil der 1. Generation verwendbar
- verhältnismäßig hoher Preis
- irreführendes Produkt-Design
iPad Mini der 6. Generation - maximale Portabilität
Wenn ein kleiner Formfaktor und starke Leistung eure Anforderungen an ein Tablet sind, schaut euch den Mini-Ableger genauer an - zumindest wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt. Mit rund 650 Euro (UVP) ist es alles andere als eine günstige Anschaffung - gerade im Verhältnis zu den anderen Modellen.
Kommen wir zu den Spezifikationen des iPad Minis: Mit 8,3 Zoll ist es mit Abstand das kleinste iPad im Repertoire von Apple. Das Gerät zu transportieren, stellt damit keine Herausforderung dar und dürfte im absoluten Notfall in die eine oder andere Hosentasche hineinpassen. Allerdings bleibt dieser Formfaktor auch nur für eine bestimmte Zielgruppe interessant.
Der Home-Button verschwindet auch in diesem Modell und der Fingerabdrucksensor zur biometrischen Erkennung wandert - ihr ahnt es schon - auf die Power-Taste an der Seite des Tablets. Der Mobilfunkstandard 5G sowie der USB-C-Anschluss sind ebenfalls dabei.
Der A15-Bionic-Prozessor steht für ein kleines Upgrade im Vergleich zum iPad der 10. Generation. Leistungsintensivere Spiele und Anwendungen sind auf dem Mini kein Hindernis - das sind sie aber auch nicht in den vorher genannten iPad-Modellen. Erfreulich ist die Unterstützung des Apple Pencils der zweiten Generation. Dieser lässt sich wie beim Air magnetisch an die Seite des Tablets anheften.
Muss euer zukünftiger Begleiter den kleinstmöglichen Formfaktor aufweisen, kommt ihr am iPad Mini nicht vorbei - zumindest nicht im Apple-Kosmos. Seid ihr auf der Suche nach möglichst viel Power zu einem Preis von unter 700 Euro, empfehlen wir euch nach Angeboten zum iPad Air der 5. Generation respektive 4. Generation Ausschau zu halten.
- A15-Prozessor, der langfristig gut performen sollte
- unterstützt Apple Pencil der 2. Generation
- kleiner Formfaktor
- sehr hoher Preis für ein kompaktes Tablet
- begrenzte Zielgruppe
iPad Air der 5. Generation - ein kompakter Mac?
Spielt ihr mit dem Gedanken, euren derzeitigen Laptop durch ein iPad zu ersetzen, kann die neue Air-Serie die Anforderungen größtenteils erfüllen. Mit dem verbauten M1-Prozessor erhaltet ihr den gleichen Chipsatz, der auch im MacBook Pro aus 2020 verpflanzt wurde. Diese brachiale Leistung werden aber nicht alle Anwender auch vollständig ausreizen. Ein Blick auf andere Modelle ist daher umso wichtiger, um vor allem den Geldbeutel zu schonen.
Das Design bleibt unverändert zum Vorgänger mit dem A15-Bionic-Prozessor. Das 10,9 Zoll große Display auf Basis der LCD-Technologie, die schmalen Einfassungen, der USB-C-Anschluss sowie Touch-ID im Power-Button wurden allesamt vom Vorgänger übernommen. Den Apple Pencil der zweiten Generation könnt ihr magnetisch an die Seite des Tablets hängen.
Was ist neu an dem iPad Air der 5. Generation? Entscheidet ihr euch für die Mobilfunkvariante, könnt ihr nun auf 5G zurückgreifen. Die Selfie-Kamera löst mit 12-Megapixeln auf und unterstützt Center Stage, das euch immer im Bild fokussiert.
Durch iPadOS 16.1 profitiert das Apple-Tablet mit dem M1-Chip von weiteren Features im Vergleich zu den iPads mit Bionic-Prozessoren. Die Anbindung an einen externen Monitor ist problemlos möglich und das Gerät unterstützt nun eine Auflösung von bis zu 6K. Außerdem landet der Stage Manager auch auf diesem iPad, was das Multitasking-Erlebnis verbessern soll.
Eine starke Alternative zu diesem Modell könnte der Vorgänger sein. Mit dem A14-Bionic-Prozessor läuft das iPad noch immer geschmeidig und bietet ordentlich Rechenpower. Ein weiterer Aspekt, um über das Modell aus 2020 nachzudenken, dürfte der Preis sein. Mit 770 Euro (UVP) ist das neueste Air-Modell nicht gerade ein Schnäppchen. Legt ihr zusätzlich noch eine Tastatur und den Stift von Apple in den Warenkorb, knackt der Preis schnell die 1000-Euro-Marke.
- sehr starke und Mac-ähnliche Leistung
- optimal für Grafik-Anwendungen
- unterstützt Apple Pencil der 2. Generation
- Anbindung an externen Monitor (bis zu 6k)
- mit Zubehör deutlich teurer
- LCD-Bildschirm
- wenige Unterschiede zum Vorgänger
iPad Pro mit 12,9 Zoll und 11 Zoll - Die neuen iPads der Superlative
Kommen wir zum 12,9-Zoll-iPad der absoluten Superlative, sowohl was Leistung, als auch die Preisgestaltung angeht. Ausgestattet mit dem aktuellen M2-Chip von Apple und bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher dürfte dieses Tablet nur eine ganz spezielle Zielgruppe ansprechen. Mit einem Preis ab 1450 Euro richtet Apple dieses iPad an absolute Tablet-Enthusiasten, die keinen Kompromiss eingehen möchten.
Was bekommt ihr außerdem für das Geld? Das Display dieses iPads basiert zwar noch immer auf LCD, allerdings baut Apple auf die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungstechnologie. Hinter dem Panel befinden sich tausende weitere LEDs, um das Display innerhalb einzelner Bereiche zu beleuchten. Mithilfe dieser Technologie erzielt der Hersteller einen besseren Dynamikbereich, Kontrast und eine höhere Helligkeit von bis zu 1600 Nits.
Unsere redaktionelle Empfehlung geht ganz klar in die Richtung des Vorgängers mit dem M1-Chip von Apple. Das 12,9 Zoll große iPad Pro aus 2021 ist für deutlich weniger Geld zu haben und dürfte die meisten Pro-User mehr als zufrieden stellen.
- Leistung, die seines gleichen sucht
- hervorragendes Display
- großer Bildschirm für den Apple Pencil der 2. Generation
- Preise, die einem Mac gleichkommen
- sehr spezieller Einsatzzweck
- Software muss Leistung noch ausreizen
Seid ihr auf der Suche nach High-End-Tablets auch abseits von Apple? Hier findet ihr unsere entsprechende Kaufberatung:
Die besten High End Tablets - Von Apple iPad bis Samsung Galaxy Tab
Das kleinere Pro-Modell mit 11 Zoll in der Bildschirmdiagonale haben wir natürlich nicht vergessen. Allerdings unterscheidet sich dieses iPad vom größeren Tablet. Es besitzt nämlich nicht das Retina-XDR-Display auf Basis der Mini-LED-Technologie. Ebenfalls lässt die Konfiguration bei diesem Modell maximal 8 GByte Arbeitsspeicher zu.
Gemeinsamkeiten gibt es aber reichlich. Beide Displays bedienen sich flüssiger 120 Hertz und der biometrischen Entsperrungsmethode Face ID. Mit iPadOS 16 sind das Multitasking-Feature Stage Manager sowie eine Unterstützung für 6K-Monitore integriert worden.
Beide Tablets eignen sich hervorragend für die Verwendung des Apple Pencils der 2. Generation. Was viele nicht wissen: Es gibt auch einen exklusiven Hover-Modus, der beim bewegen über das Display eine Vorschau davon anzeigt, wie die Eingabe des Stiftes aussehen wird. Anwender, die das iPad vor allem zum Zeichnen benutzen, können von diesem Feature profitieren.
Die Rückkamera wird außerdem durch einen Lidar-Sensor für Augmented-Reality-Funktionen ergänzt. Benötigt ihr allerdings weder den M2-Chip noch die exklusive Funktion für den Eingabestift, empfehlen wir dringend auf das 11-Zoll-Modell aus dem Vorjahr zurückzugreifen. Die Verbesserungen im Vergleich zur letzten Generation sind einfach zu marginal und der Preis damit nicht gerechtfertigt.
- M2-Chip von Apple
- sinnvolle Ergänzungen für den Apple Pencil
- Face ID
- kaum Verbesserungen im Vergleich zu 2021
- LCD ohne Mini-LED-Technologie
- hoher Preis
Das waren die iPad-Modelle, die sich noch im Portfolio von Apple befinden. Welche Modelle aus den Vorjahren solltet ihr dringend vermeiden? Das erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
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