In den letzten 15 Jahren, in denen ich mich intensiv mit Smartphones beschäftige, habe ich schon einige Trends hautnah miterlebt. Der neueste Trend zu ultradünnen Smartphones überzeugt mich (noch) nicht, vor allem wegen der vermutlich geringeren Akkulaufzeit.
Nun brodelt die Gerüchteküche um ein optionales Zubehör, das die potenziell geringere Nutzungsdauer des iPhone 17 Air kompensieren soll:
Eine MagSafe-Schutzhülle mit integriertem Akku, der das Handy zusätzlich mit Energie versorgt und die Laufzeit verlängert. Ein Großteil der Community auf Reddit ist von dieser Idee alles andere als begeistert.
»Schaffe ein Problem, verkaufe eine Lösung. Großartig.«
VernerofMooseriver
»Wir präsentieren unser dünnstes Smartphone aller Zeiten. Und dazu passend: dieses neue Akkugehäuse, das es um 1 cm dicker macht«
digital-designer
Trotz meiner vorläufigen Ablehnung von ultradünnen Smartphones halte ich dieses mögliche Zubehör für durchaus sinnvoll, dazu gleich mehr.
iPhone 17 Air: Wie schlecht soll die Akkulaufzeit überhaupt werden?
Aus dem Originalbericht der Webseite The Information (Paywall) geht nicht eindeutig hervor, wie viel schlechter die Akkulaufzeit des iPhone 17 Air im Vergleich zu seinen Geschwistern sein wird. Das müssen ohnehin die ersten Tests zeigen.
Im Bericht heißt es jedoch, dass der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer, die mit einer vollen Akkuladung über den Tag kommen, bei etwa 60 bis 70 Prozent liegt. Bei den Pro- und Standardmodellen bei etwa 80 bis 90 Prozent.
Eine Hülle mit einer Batterie soll optional Abhilfe schaffen. Die Seite stützt sich auf »drei mit der Angelegenheit vertraute Personen« (via 9to5Mac).
Klar ist, dass das iPhone 17 Air aufgrund seiner Dicke von voraussichtlich 5,5 Millimetern Abstriche bei der Akkulaufzeit machen muss. Trotz Software-Optimierungen und dem Einsatz neuer Akku-Technologien. Wie groß der Kompromiss tatsächlich sein wird, ist derzeit noch ungewiss.
Für wen diese Schutzhülle sinnvoll sein kann
Ich versetze mich jetzt in die Lage von Personen, die bereit sind, Akkulaufzeit und andere Kompromisse gegen Ästhetik und Formfaktor einzutauschen und den Preis für ein solches Handy zu bezahlen.
Die Vorteile liegen für mich in diesem Fall auf der Hand:
- Die Verwendung der Akkuschutzhülle ist nicht zwingend erforderlich. Ich muss sie nicht täglich benutzen, geschweige denn kaufen.
- Sie kann aber praktisch sein, wenn ich in seltenen Fällen (etwa auf Reisen) auf eine längere Akkulaufzeit angewiesen bin.
- In den anderen 95 Prozent der Fälle genieße ich die potenziellen Vorteile eines ultradünnen Smartphones.
Potenziell deshalb, weil wir noch nicht wissen, wie groß der Nutzen eines so dünnen und leichten Smartphones im Alltag tatsächlich sein wird. Lohnen sich die Kompromisse? Vermisse ich etwas?
Einige Community-Mitglieder scheinen leichte, kleine und möglichst dünne Smartphones im Alltag zu schätzen und brauchen einfach keine langen Akkulaufzeiten.
»Wer Wert auf die beste Akkulaufzeit legt, findet mit dem Pro Max bereits ein passendes Smartphone. Ich und viele andere wünschen uns ein schlankes, leichtes Smartphone, und genau das hat uns auf diesem Markt gefehlt.«
gadgetluva
»Ich bin mit einem kleineren Akku zufrieden, da ich immer ein Ladegerät dabei habe. Auf meinem Schreibtisch, im Auto zu Hause – es gibt immer einen Platz zum Aufladen.«
Impossible-Duty275
Benutzt nicht sowieso jeder eine Smartphone-Hülle? Einige Nutzer argumentieren dagegen und betonen, dass sie ihre Hülle je nach Situation verwenden:
»Ich habe das Gefühl, dass in den meisten Kommentaren in diesem Thread nicht erwähnt wird, dass nicht jeder eine Hülle verwendet. Sie ist optional. Man kann sie auch jederzeit abnehmen.«
Deceptiveideas
»Normalerweise verwende ich keine Hülle für mein Telefon, aber wenn ich auf Reisen bin, lege ich vielleicht eine darüber, weil Unfälle häufiger passieren, wenn man nicht im gewohnten Rhythmus ist.«
Ovylt
Das iPhone 17 Air wird ein Versuch sein
Apple scheint mit dem iPhone 17 Air nicht in die Vollen gehen zu wollen. Laut dem oben verlinkten Bericht sind etwa »10 Prozent der Produktionskapazität der iPhone 17-Serie für das Air-Modell vorgesehen«.
Mit anderen Worten: Apple scheint sich nicht sicher zu sein, wie hoch die Nachfrage nach dem iPhone 17 Air sein wird.
Zum Vergleich: Laut einem Bericht auf TheElec waren die Produktionsanteile der iPhone 16 Serie wie folgt:
- iPhone 16: 27 Prozent
- iPhone 16 Plus: 6 Prozent
- iPhone 16 Pro: 30 Prozent
- iPhone 16 Pro Max: 37 Prozent
Zur Einordnung: Das Plus-Modell mit schlappen 6 Prozent Anteilen gibt es seit 2022 und verkauft sich seit dem Start alles andere als prickelnd.
Ob das angebliche iPhone 17 Air ein Erfolg wird, darf bezweifelt werden. Ich glaube zumindest nicht daran, aber es wird kommen, wie einige Leaks bereits gezeigt haben.
Vor dem dünnen Apple-Smartphone dürfen wir unsere Augen auf das Galaxy S25 Edge richten, das in das gleiche Horn bläst. Das ultradünne Smartphone von Samsung ist bereits offiziell und soll im Mai genauer vorgestellt werden.




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