Ich habe mir ein Honor Magic V3 gekauft. Warum? Weil mich das Falt-Phone auf der IFA so positiv beeindruckt hat. Natürlich bin ich nicht aus einer Laune heraus gewechselt, sondern nach etlichen Tagen des Testens und Überlegens.
Eine der größten Pillen, die ich schlucken musste, war dabei der Wechsel von iOS auf Android. 2016 bin ich nämlich von einem OnePlus auf das iPhone 8 umgestiegen und tat mich schwer. Dementsprechend waren meine Vorbehalte.
Wie schlimm war das Wechselspiel 2025?
Ein Blick zurück
Es mag am fortschreitenden Alter liegen, dass ich euch keine Details aus 2016 nennen kann, aber ihr müsst mir in der Hinsicht einfach vertrauen.
Als ich vor 9 Jahren erstmals ein iPhone bezog, habe ich mich schwergetan. Zeitlebens hatte ich bis dahin Android genutzt und das auch nie hinterfragt. Ich weiß aber noch, dass ich mich zunächst abgemüht habe.
- Einstellungen waren anderswo zu finden.
- Bediengesten funktionierten unterschiedlich.
- Manche Selbstverständlichkeiten gab es nicht, wie das freie Verschieben von Icons.
Eine ähnliche Erfahrung machte ich, als ich vor vielen Jahren in einem Bürojob plötzlich mit einem Mac statt eines Windows-PCs arbeiten musste.
Es sieht ähnlich aus, aber es war doch irgendwie alles anders. Man vertippt sich, sucht ständig nach der richtigen Einstellung oder dem passenden Icon.
Und genau vor dieser Erfahrung habe ich mich gescheut. Zurecht?
Ein Blick voraus
Ich ziehe das Fazit an der Stelle einfach mal vor. Ihr müsst euch vor dem Wechsel von iOS auf Android oder umgedreht nicht mehr scheuen. Die Systeme sind sich in der Bedienung und Funktionsweise für Alltagsnutzer wie mich sehr ähnlich.
Der erste Aha-Moment kam beim Datenimport.
Ja, ich musste einige Apps aus dem App Store zurücklassen, aber das Übertragen von Kontakten, Bildern und Daten verlief reibungslos. Es war nicht mal eine zusätzliche App nötig; ich habe beide Mobiltelefone einfach mit einem Kabel verbunden.
Einen Google-Account hatte ich eh schon und schwupp, lädt Android auch Apps automatisch herunter (zumindest die, die es auf beiden System gibt und kostenlos sind).
Auch viele Gesten funktionieren mittlerweile auf beiden Handys gleich. Als ich vor neun Jahren noch mehr geschimpft als gesurft habe, war der Übergang diesmal nahezu nahtlos. Der Teufel liegt in den Details:
- Den Lock-Screen wische ich nach unten weg und nicht nach oben.
- Die Gesichtserkennung funktioniert nicht so zuverlässig wie bei Apple, was an der zugrundeliegenden Technik liegt.
Und hier hört es prinzipiell für mich schon auf. Aber ich adaptiere Steuerungen auch recht schnell, weswegen ich mich darüber gefreut habe, dass man auf dem Honor Magic V3 Screenshots per Anklopfen macht.
0:15
Screenshot per Knuckle Gesture am Honor Magic V3
In der alltäglichen Benutzung fällt mir der Unterschied gar nicht auf – obwohl ich von einem Smartphone auf ein Falt-Phone umgestiegen bin. Es sei aber auch dazu gesagt, dass ich kein Handy-Guru bin.
Experten werden in den Feinheiten sicher Unterschiede finden, die mir entgehen. Ich kann abschließend nur sagen, dass mir iOS ein wenig »polierter« vorkam, runder. Dafür habe ich bei Android mehr Freiheiten, die iPhones teilweise noch fehlen (looking at you, verschiebbare Uhr).
Mein Fazit ist: Wenn ihr Bedenken habt, von iOS auf Android (oder umgekehrt) umzusteigen, sind die unbegründet. Mirco hat da ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und der steckt sehr tief im Apple-Kosmos.
Hier kommt auch das Aber: Je nachdem, wie viele andere Apple-Geräte ihr nutzt, hängt am Wechsel ein langer Rattenschwanz. Ich selbst habe nur AirPods, die ich eingeschränkt immer noch am Android-Handy nutzen kann. Bei meiner Apple Watch war ich schließlich froh, sie losgeworden zu sein.
Seid ihr aber ein Apple- oder Android-Nutzer »light«, sollte euch der Wechsel keine Probleme bereiten. Im Gegenteil. Ich bin ein absoluter Casual-User und habe es problemlos hinbekommen.
Von meiner Warte aus würde ich sagen: Es ist fast Wurscht, welches der beiden Betriebssysteme ihr habt. Beide sind für Alltagsnutzer, wie ich einer bin, austauschbar.

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