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Ironheart auf Disney Plus: Steht den schrecklichen Anfang durch, es lohnt sich!

In unserer spoilerfreien Serienkritik verraten wir euch, warum die neue Marvel-Serie die Gemüter spalten wird.

Riri Williams (Dominique Thorne) bekommt ihre eigene Serie auf Disney Plus. Wir verraten euch, ob sie was taugt. Bildquelle: Disney Marvel Riri Williams (Dominique Thorne) bekommt ihre eigene Serie auf Disney Plus. Wir verraten euch, ob sie was taugt. Bildquelle: Disney / Marvel

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Das ist ja wie in Spy Kids!, schreit eine der Figuren in Ironheart in die Kamera. Und ich denke mir auf der Couch: Ja, leider! und schüttele ungläubig den Kopf.

Kaum eine Marvel-Serie beginnt so schlecht wie Ironheart. Und kaum eine Marvel-Serie endet so fantastisch wie Ironheart. Klingt schon beim Lesen schräg, oder?! Jetzt stellt euch mal vor, wie es mir vor dem Fernseher erging!

Warum ich Ironheart unterm Strich als gute Serie für zwischendurch bewerte, erfahrt ihr jetzt. Noch ein Hinweis vorab: Passenderweise wird die Serie in zwei Hälften erscheinen. Die ersten drei Folgen starten am 25. Juni 2025 auf Disney Plus. Der deutlich bessere zweite Part, also die Folgen 4 bis 6, gibt's eine Woche später ab dem 2. Juli 2025.

Spoiler? Nicht bei uns! Wir haben bereits alle sechs Folgen von Ironheart schauen können. Aber keine Sorge, ihr könnt beruhigt weiterlesen. Wir halten uns bei Angaben zur Handlung nur an das bereits gezeigte Material aus den offiziellen Trailern. Auch sonst verraten wir keine wichtigen Infos zur Serie, die euch die Überraschung verderben.

Sören Diedrich
Sören Diedrich

Sören liebt Marvel bis heute, aber eher im Kino. Die meisten Serien auf Disney Plus lassen ihn unzufrieden zurück, weil sie entweder wirklich grauenvoll sind (Secret Invasion) oder so gut, dass er sie lieber auf der großen Leinwand bewundert hätte (Loki). Ironheart hätte er sich ebenfalls prima als Spielfilm vorstellen können. Dann wäre der Anfang vielleicht auch nicht so … anstrengend!

Um was geht es in Ironheart?

Nach den turbulenten Ereignissen in Black Panther: Wakanda Forever kehrt die geniale Erfinderin Riri Williams (Dominique Thorne) in ihre Heimatstadt Chicago zurück. Dort warten aber nicht nur ihre Mutter und Freunde auf Riris Rückkehr, sondern auch haufenweise Probleme - vor allem finanzieller Natur.

Um möglichst schnell an möglichst viel Geld zu gelangen, schließt sich Riri einer kriminellen Bande unter der Führung des charmanten Ganoven Parker Robbins (Anthony Ramos) an, der auch The Hood genannt wird. Er trägt nämlich einen mysteriösen Umhang, der ihm übernatürliche Fähigkeiten zu verleihen scheint.

Riri entschließt sich, das Geheimnis des Umhangs zu lösen. Dadurch tritt sie eine Welle an Ereignissen los, die ihr Leben mehr und mehr auf den Kopf stellen. Als wäre das noch nicht schlimm genug, gerät sie durch ihr Interesse an dem Umhang ins Visier einer dunklen Macht, die im Hintergrund die Fäden zieht.

Video starten 2:02 Ironheart: Marvel bereitet im offiziellen Trailer auf Riri Williams Rückkehr zu Marvel vor

Für wen ist Ironheart interessant?

Ironheart macht eine Sache von Anfang an erfrischend anders als viele andere Marvel-Serien: Hier wird eine eher kleine, sehr persönliche Geschichte erzählt. Keine Weltenrettung, Timeline-Diskussionen oder Aliens. Magie hingegen spielt eine große Rolle. Der Kontrast zwischen Riris auf guter, alter Mechanik basierenden High-Tech-Welt und den übernatürlichen Kräften steht stark im Fokus der sechs Episoden.

Besonders gelungen ist die Darstellung von Riris Umwelt. Das Nachwuchs-Genie stammt im Gegensatz zu ihrem großen Vorbild Tony Stark a.k.a. Iron Man nicht aus gut betuchten Verhältnissen der weißen Oberschicht, sondern aus einer ärmlichen, dafür aber sehr familiären afroamerikanischen Gemeinschaft von den Straßen Chicagos. Die kulturellen Einflüsse ihrer Herkunft sind stets präsent, bleiben aber unaufdringlich, was in vielen Momenten eine angenehme Grundstimmung erzeugt.

Das große Problem an Ironheart sind weder die Figuren noch die Dialoge oder die Handlung an sich. Es ist vielmehr das Zusammenspiel und das Pacing all dieser Dinge. Die ersten drei Folgen tröpfeln entweder zum Einschlafen langsam vor sich hin oder sind ähnlich hyperaktiv wie ein Grundschulkind nach zwölf Center Shocks - inklusive billigem CGI und unnötig lockeren Sprüchen, die eher Fremdscham auslösen. Der Vergleich mit Spy Kids kommt nicht von ungefähr!

Ohne ihre Familie und Freunde kommt Riri nicht weit. Die Tüftlerin muss zudem immer wieder selbst nach Problemlösungen suchen und bekommt sie nicht auf dem Silbertablett serviert. Bildquelle: Disney Marvel Ohne ihre Familie und Freunde kommt Riri nicht weit. Die Tüftlerin muss zudem immer wieder selbst nach Problemlösungen suchen und bekommt sie nicht auf dem Silbertablett serviert. Bildquelle: Disney / Marvel

Nach Folge drei hatte ich Ironheart bereits abgeschrieben. Dann kam die zweite Hälfte und Teufel nochmal, die hat es in sich! Plötzlich findet die Serie den perfekten Mix aus Action und ruhigen Momenten. Die Dialoge sind grandios, die Handlung spitzt sich zu, bis sie in einem hoch spannenden Moment den Höhepunkt erreicht und endet. Kein in die Länge gezogener Epilog, sondern ein harter Schluss mit Ausrufezeichen. Sehr cool!

Unterm Strich lautet mein Rat daher an alle Marvel-Fans unter euch: Haltet durch! Bleibt dran! Wenn ihr die ersten drei Folgen überstanden habt, erwartet euch ein Höhepunkt der Marvel-Serien-Historie auf Disney Plus.

Was uns an Ironheart gefallen hat

  • Der Cast: Vor allem die Hauptdarsteller Dominique Thorne und Anthony Ramos geben sich keine Blöße und brillieren vor allem in ruhigen Momenten, in denen ihre Charaktere zur Ruhe kommen oder einen Schicksalsschlag verkraften müssen. Auch der restliche Cast überzeugt.
  • Die Motive: Nicht nur Riri Williams hat gute Gründe für ihr Handeln - auch die Antagonisten der Serie besitzen ihre eigenen Motive, die sogar fast noch spannender sind als das der Titelheldin.
  • Das Finale: Der Höhepunkt der Serie bekommt von uns in der kommenden Woche sogar einen eigenen Artikel spendiert. An dieser Stelle wollen wir einfach nicht zu viel verraten. Das Finale rockt!
  • Der Schauplatz: Weder die Figuren noch wir als Zuschauer verlassen oft die stimmungsvollen Straßen von Chicago. Dadurch fühlt sich die Show trotz ihrer vielen übernatürlichen Elemente angenehm geerdet an.

Parker Robbins (Anthony Ramos) ist alles andere als ein 0815-Ganove. Seine wahren Motive bleiben lange Zeit verborgen, die Enthüllung überrascht umso mehr. Bildquelle: Disney Marvel Parker Robbins (Anthony Ramos) ist alles andere als ein 08/15-Ganove. Seine wahren Motive bleiben lange Zeit verborgen, die Enthüllung überrascht umso mehr. Bildquelle: Disney / Marvel

Was uns an Ironheart nicht gefallen hat

  • Das Pacing: Wie bereits erwähnt, sind die ersten drei Folgen von Ironheart eine unangenehme Schnittfolge von schrägen Dialogen, laut herumbrüllenden Figuren und einem nervigen Stop-and-Go-Pacing. Definitiv die große Schwachstelle der Serie.
  • Die Länge: Ironheart hätte problemlos statt in sechs in nur vier Folgen erzählt werden können. Dadurch wäre das Problem der ersten Hälfte aus der Welt geschafft worden und wir hätten eine noch packendere Geschichte erlebt.
  • Das Format: Die ersten beiden Negativpunkte kulminieren in diesem abschließenden Makel. Ironheart hätte einen prima Kinofilm abgegeben. Riris erstes großes Abenteuer ähnelt mit seinem Back-to-the-basics-Ansatz nämlich sehr dem zweiten Akt von Iron Man 3, in dem Tony ebenfalls aus seinen beschränkten Mitteln das Beste herausholen muss. Ironheart als Film? Eine verpasste Chance!

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