Wie würdet ihr einem Laien erklären, wieso OLED besser aussieht? Selbstleuchtende Pixel? Knackigere Farben? Perfekter Schwarzwert? Klar, das könntet ihr tun.
Oder ihr zeigt ihnen ein Bild von zwei Katzen. Damit hat ein Spieler auf Reddit nämlich simpel den Unterschied zwischen LED und OLED erklärt und für viele gute Lacher gesorgt.
Wenn Katzen kein Grund zum Klicken sind: Wir erklären im Artikel den Unterschied mit Worten und was das mit der Funktionsweise unserer Augen zu tun hat, versprochen.
Warum das Katzenbild den Unterschied so verständlich erklärt
Auf dem Bild zu sehen sind die beiden Stubentiger des Spielers. Das Besondere: Beide Katzen sind dreifarbig (Schwarz, Weiß und Braun), doch die Intensität der Farben variiert zwischen den Tieren.
Natürlich ist das stark vereinfacht, aber wenn man den Bildunterschied zwischen OLED und LED (der Originalposter bezog es nur auf IPS-Panels, es gilt aber ganz generell) auf einen Blick darstellen möchte, ist das durchaus ein guter Vergleich.
Falls ihr doch lieber auf Worte zurückgreifen möchtet, dann ist hier eine einfache Erklärung:
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Der Unterschied zwischen LED und OLED liegt vor allem bei der Hintergrundbeleuchtung: Bei LCD-Bildschirmen kommen Flüssigkristalle zum Einsatz, die mit einer separaten Hintergrundbeleuchtung zusammenarbeiten, um ein Bild zu erzeugen.
Bei OLED-Displays leuchtet jeder einzelne Bildpunkt selbst. Dadurch können OLEDs perfektes Schwarz darstellen, weil einzelne Pixel komplett ausgeschaltet werden.
- Kontraste: OLED schaltet einzelne Pixel komplett ab. Durch das Schwarz entsteht ein sehr hoher Kontrast. LED hingegen zeigt durch die Hintergrundbeleuchtung Schwarz nur als dunkles Grau.
- Bildqualität bei Dunkelheit: OLED wirkt in dunklen Szenen deutlich detailreicher, weil sich Schwarz diffiziler steuern lässt.
- Farbdarstellung: Farben bei OLED-Displays wirken oft satter und präziser, besonders bei niedriger Helligkeit.
- Blickwinkel: OLED behält Farben und Kontrast aus fast jedem Winkel. LED verliert je nach Paneltyp schneller an Qualität; man spricht von Blickwinkelstabilität.
- Bewegungsdarstellung: OLED reagiert extrem schnell, wodurch kaum Schlieren entstehen. Besonders für Spieler ist das wichtig.
- Helligkeit: LED erreicht meist eine höhere Maximalhelligkeit. Das wirkt sich positiv auf die Farben und den Einsatz in hellen Räumen aus.
- Risiken: OLED kann theoretisch bei statischen Inhalten Einbrennen zeigen, praktisch muss man das mit Gewalt forcieren. LED ist diesbezüglich unempfindlich.
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OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?
Was die Katzen mit Kontrasten zu tun haben
Es ist selbstverständlich, aber Katzenfell und OLED- oder LED-Bildschirme haben natürlich nicht dieselben Eigenschaften. Warum wir die linke Katze blasser wahrnehmen als die rechte, hängt mit den Augen zusammen.
Ein Wort: Kontrast.
Kontrast bezeichnet ganz oberflächlich Unterschiede in der Wahrnehmung. Schwarze Schrift auf weißem Grund oder umgedreht, hat einen maximal klaren Kontrast und ist für das Auge ohne Probleme zu erkennen. Weitere Kontrastarten sind:
- Farbkontraste (etwa Rot neben Grün)
- Inhaltliche Kontraste (etwa groß neben klein oder nah neben fern)
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Gaming-Monitore: Führt an OLED kein Weg mehr vorbei?
Den Löwenanteil übernehmen die Augen, den Rest besorgt das Gehirn. Unsere Augen nehmen Kontraste folgendermaßen wahr (via Plos Biology):
- Retina (Netzhaut): Die Fotorezeptoren (Stäbchen und Zapfen) reagieren auf Lichtintensität und Farben.
- Adaptation: Das Auge passt sich an Lichtverhältnisse an. Dadurch erscheinen Kontraste in der Dunkelheit oder im Hellen unterschiedlich stark.
- Laterale Hemmung: Nervenzellen im Auge heben Unterschiede zu Kanten hervor; unser Nervensystem interpretiert diese. Deshalb wirken Übergänge zwischen hell/dunkel schärfer, als sie physikalisch sind.
Bei Monitoren und TVs bedeutet das unterm Strich: Je kontrastreicher, desto besser. Da ist in aller Regel ein OLED- einem LED-Bildschirm überlegen.
Bei Katzen spielt das Kontrastverhältnis natürlich keine Rolle, auch wenn sie einen guten optischen Vergleich abgeben.







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