Weder John Wick noch Matrix: Keanu Reeves kürt seinen besten Film und ihr habt garantiert noch nie von ihm gehört

Wenn es nach Keanu Reeves geht, ist sein bester Film ein spirituelles Drama, in dem er in die Rolle von Buddha schlüpfen durfte.

Keanu Reeves hat tatsächlich schon einmal Buddha gespielt. Bildquelle: LiosngateStudiocanalArthaus Keanu Reeves hat tatsächlich schon einmal Buddha gespielt. Bildquelle: Liosngate/Studiocanal/Arthaus

Die Filmografie von Keanu Reeves ist nach 41 Jahren im Showgeschäft wirklich ellenlang und beinhaltet einige große Franchise wie Matrix, John Wick, Toy Story oder Sonic. Doch Keanu Reeves wäre nicht Keanu Reeves, wenn er sich nicht eher für einen unscheinbaren Klassiker in seiner Liste erwärmen könnte.

Keanu Reeves' bester Film

»Das war für mich eine echte Offenbarung.« – So spricht Keanu Reeves über seinen bisher besten Film. Welchen er von seinen zahlreichen Projekten meint? Little Buddha (1993). Dabei geht es aber eher um eine persönliche Präferenz als um harte wirtschaftliche Fakten (via Far Out Magazine).

Das spirituelle Drama handelt von einer Gruppe tibetischer Mönche, die nach der Reinkarnation ihres verstorbenen Meisters Lama Dorje (Ven. Khyongla Rato Rinpoche) suchen. Parallel dazu erzählt Little Buddha in bildgewaltigen Rückblenden die Lebensgeschichte von Prinz Siddhartha (Keanu Reeves) und seiner Entwicklung zum späteren Buddha.

Dem 61-jährigen Schauspieler ist dabei besonders die Zusammenarbeit mit Regisseur Bernardo Bertolucci und dem Kameramann Vittorio Storaro in Erinnerung geblieben. Denn damit ist für Reeves ein Traum in Erfüllung gegangen:

Für mich ging es darum, mit [Bernardo] Bertolucci und [Vittorio] Storaro zusammenzuarbeiten und eine Rolle zu spielen, von der ich mir nie hätte vorstellen können, dass ich sie einmal spielen würde. Ich reiste nach Bhutan und Kathmandu, und diese ganze Erfahrung hat mein Leben verändert. Ich lernte eine Philosophie, eine Religion, eine Lebensweise kennen, die ich zuvor noch nie erlebt hatte.

Besonders einige grundlegende Prinzipien des Buddhismus faszinieren Reeves noch heute: »Beständigkeit, ein gewisses Maß an Leid, einfach nur im Moment zu sein, so wie man ist.«

Video starten 1:35 Little Buddha: Im Drama aus dem Jahre 1993 verkörpert Keanu Reeves den spirituellen Buddha

Kein Erfolg, aber trotzdem Keanus Liebling

Aus rein finanzieller Sicht war Little Buddha allerdings nicht wirklich erfolgreich. Bei einem geschätzten Budget von 35 Millionen US-Dollar nahm der Film im Kino nur etwa 4,89 Millionen Dollar ein. Demnach konnte er nicht einmal die Produktionskosten decken. Dabei sollte man allerdings beachten, dass 1993 die Videokassette und das Fernsehen einen großen Stellenwert hatten und mit ihnen sicherlich auch noch ein bisschen Geld in die Kassen gespült wurde.

In der Filmdatenbank IMDb landet Little Buddha aber immerhin bei 6,2 von 10 Sternen und auch auf Rotten Tomatoes sind die Kritiken zu 63 beziehungsweise 53 Prozent positiv.

Allerdings kritisierte die Presse damals unter anderem Reeves Performance, die als steif und hölzern beschrieben wurde. Auch sein unnatürlich wirkender Akzent traf nicht gerade auf Anklang. Für Keanu Reeves geht es aber wohl ohnehin eher um das Erlebnis und die Erfahrung, die der damals 29-jährige Darsteller machen durfte. Nicht um seinen qualitativ besten Film.

Falls ihr euch Little Buddha einmal anschauen möchtet, findet ihr ihn derzeit im Streaming-Programm des Prime-Video-Channels ARTHAUS+. Hierfür müsst ihr allerdings extra Geld in die Hand nehmen. Ansonsten ist er natürlich auch bei diversen Anbietern wie Prime Video, Apple TV oder Maxdome als Video-on-Demand erhältlich. Oder aber ihr greift auf die gute alte DVD/Blu-Ray zurück.


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