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KFC - Fastfood-Kette bringt Mitarbeitern das Frittieren mit VR bei

KFC verwendet einen VR-Mix aus Bioshock, surrealem Horror und Escape Room, um Mitarbeitern die Hühnerverarbeitung beizubringen. Offenbar kein Scherz.

Diese Augen markieren perfekt die Grundstimmung von KFCs neuem Trainingsprogramm The Hard Way. Diese Augen markieren perfekt die Grundstimmung von KFCs neuem Trainingsprogramm The Hard Way.

Es gibt News, die findet man als Autor so merkwürdig, dass man sie aus der Ich-Perspektive schreiben muss. Wenn die Hintergrundinfos zu dieser Meldung hier tatsächlich der Wahrheit entsprechen (und das behauptet KFC), dann ist das für mich persönlich die absurdeste Geschichte seit Gabelstaplerfahrer Klaus. Und der war schon echt schräg.

Hier die Fakten: Offenbar hat Fastfood-Kette KFC ein Virtual-Reality-Spiel namens The Hard Way für den internen Gebrauch entwickelt. Man will mit dem Programm die hauseigene Ausbildung der Koch-Trainees fördern und gleichzeitig eine spaßige Alternative (aber keinen Ersatz) für die bisherigen Azubi-Routinen anbieten.

Die Technologie des Spiels setzt auf Oculus Rift, und prinzipiell handelt es sich dabei ja auch um eine tolle Idee. Das Kuriose ist aber: The Hard Way entpuppt sich als extrem surreales Escape-Room-Spiel mit Horror-Elementen und einer gehörigen Portion Bioshock.

So funktioniert The Hard Way

Colonel Sanders, einstiger Gründer und ewiges Symbol für KFC, begrüßt dort den Spieler als überdrehte künstliche Intelligenz und zwingt ihn, Hühnerstücke zuzubereiten, zu panieren und in die Fritteuse zu packen.

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Auf den ersten Blick wirkt das alles schon fast wie eine reale Übung, aber viele Unstimmigkeiten sorgen für eine gruselige Atmosphäre. Man befindet sich in einem altmodischen Büro, Sanders spricht aus einem Porträt heraus, kann Laserstrahlen verschießen und einen nicht ganz vertrauenswürdigen Roboter losschicken.

Man ordnet die Hühnerstücke auf dem Backofen-Blech analog zu den Anweisungen einer alten Spieluhr an, während Sanders frohlockt, wie toll Spieluhren sind. Und wenn das Essen in die Friteuse wandert, fällt das Licht aus und der Roboter tanzt manisch um den Spieler herum.

Wie bei David Lynch

Sanders brabbelt unzusammenhängenden Kram, der Robo schlägt funken und am Ende packt uns die Maschine an den Händen und zwingt uns ein letztes Mal, die richtige Kombination aus Inspektion, Panade und Frittiervorgang zu rezitieren, bevor die Tür aufgeht.

Es fällt mir schwer, die Absurdität dieser Simulation vernünftig in Worte zu packen, weil sie ähnlich surreal ausfällt wie ein David-Lynch-Film. Am besten schauen Sie sich die eingebunden Videos in diesem Artikel hier selbst an.

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Im ersten Moment war ich der festen Überzeugung, dass es sich nur um einen Werbe-Gag handelt. KFC hat durchaus seine Historie mit abstrusen PR-Stunts. Aber gegenüber Eurogamer bestätigte der Fastfood-Konzern, dass die App tatsächlich Verwendung findet.

"Diese Technologie wird noch nicht öffentlich zugänglich gemacht. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine spaßige Spielerei - wir unterstützen damit unser bisheriges Trainings-Programm für Koche, die sogenannte Chicken Mastery Certification. Wir statten unsere regionalen Manager mit dieser VR-Technologie aus, stellen es bei Quartals-Meetings des gesamten Franchises vor und reichen es an unsere Personalabteilung im Hauptquartier weiter. Also ja: Dieses Spiel wird von unseren Trainees gespielt werden."

Hier nochmal die Augen. Diese Augen. Hier nochmal die Augen. Diese Augen.

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