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Einer der lukrativsten Spieleentwickler der Welt soll Mitarbeiter mit einer KI ersetzt haben, an der sie zuvor selbst mitgearbeitet haben

Der Spielentwickler King betreibt mit Candy Crush Saga eines der lukrativsten Videospiele weltweit und hat nun 200 Mitarbeiter entlassen und ersetzt sie teilweise mit KI.

Die schlechten Nachrichten in der Videospiele-Industrie reißen nicht ab. Bildquelle: PinterestSuzana Raposo Tenorio (rechts) Die schlechten Nachrichten in der Videospiele-Industrie reißen nicht ab. Bildquelle: Pinterest/Suzana Raposo Tenorio (rechts)

Berichten zufolge hat der britische Spieleentwickler King Digital Entertainment, der zu Activision und infolgedessen zu Microsoft gehört, 200 Angestellte entlassen. Und das, obwohl das Geschäft des Unternehmens hinter Candy Crush Saga weiterhin äußerst lukrativ ist.

Als wäre das für die Betroffenen nicht bereits schlimm genug, wurden sie offenbar auch noch durch eine KI ersetzt, an deren Entwicklung sie selbst beteiligt waren.

Massenentlassungen zur Wachstumssteigerung

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Microsoft über 9.100 Stellen streicht. Nun wurde bekannt, dass davon 200 auf den britischen Entwickler King Digital Entertainment fallen. Das sind etwa 10 Prozent der dortigen Belegschaft.

Das Online-Magazin mobilegamer.biz hat im Gespräch mit Betroffenen und Angestellten jetzt weitere Details über die Situation im Unternehmen erfahren.

Video starten 53:51 Schwarzer Tag bei Xbox: DESHALB wirft Microsoft Spiele & Studios weg

Nicht nur Entwickler betroffen: Unter den 200 entlassenen Angestellten befinden sich Menschen aus verschiedenen Unternehmenssparten. Darunter mittleres Management, User Experience Design, Narrative Copywriting, Forschung, Qualitätssicherung und Level-Design.

Ein Team ist besonders betroffen: Am härtesten trifft es die Entwickler hinter dem Mobilegame Farm Heroes Saga. 50 Personen, also etwa die Hälfte aller Angestellten des Teams, müssen gehen - darunter auch zentrale Führungspersonen.

KI als Ersatz: Nicht alle, jedoch ein signifikanter Teil der entlassenen Personen wird offenbar durch KI ersetzt. Das Perfide daran: die Tools wurden zum Teil von den gefeuerten Mitarbeitern selbst entwickelt, um die Arbeit zu erleichtern und die weitere Entwicklung zu beschleunigen. Im Gespräch mit mobilegamer.biz äußert sich dazu einer von ihnen:

Ein Großteil des Level-Design-Teams wurde gestrichen – was völlig verrückt ist, da sie monatelang Werkzeuge entwickelt haben, um Level schneller erstellen zu können. Jetzt ersetzen diese KI-Tools im Grunde die Teams. Ähnlich verhält es sich beim Text-Team: Dort werden ebenfalls Leute entlassen, weil wir inzwischen KI-Tools haben – und ironischerweise waren es genau diese Personen, die sie entwickelt haben. Die Tatsache, dass KI-Werkzeuge Menschen ersetzen, ist absolut widerwärtig, aber letztlich geht es nur um Effizienz und Profit – obwohl es dem Unternehmen insgesamt hervorragend geht.

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Gründe für Entlassungen: In einer internen Mitteilung wurde den Angestellten mitgeteilt, dass im letzten Geschäftsjahr kein Wirtschaftswachstum generiert werden konnte. Deswegen wurde sich dazu entschieden, Kosten zu sparen, indem ein Teil der Belegschaft entlassen und durch kostengünstigere KI ausgetauscht wird.

Unzufriedene Angestellte sind unerwünscht: Einige der von mobilegamer.biz interviewten Personen behaupten außerdem, dass Programmierer entlassen wurden, die sich kritisch oder unzufrieden bezüglich des Unternehmens oder bestimmter Abläufe geäußert haben.

Initiiert wurde das angeblich erschreckenderweise direkt von der Personalabteilung. Viele der ehemaligen Angestellten haben das Gefühl, dass sich dort nur für das Unternehmen und nicht für das Wohl der Menschen eingesetzt wird.

Moral im Keller: Aus einer internen Befragung ging obendrein hervor, dass sich die Moral im Unternehmen auf dem Tiefstand seit der Gründung befindet. Eine der interviewten Personen beschreibt sie als völlig im Keller.

Es dürfte niemanden verwundern, dass Microsoft stark für die Massenentlassungen der letzten Jahre sowie für die KI-Investitionen kritisiert wird. Dem schließt sich nun sogar der kontroverse Entwickler und Publisher EA an. Weitere Informationen dazu findet ihr in der Linkbox weiter oben. Außerdem erfahrt ihr dort, wer nun die Hauptverantwortung für Ubisofts Flaggschiffe Assassin's Creed und Far Cry erhält.

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