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King's Bounty 2 beschert uns im Test eine fantastische Zeit - 900 Spielständen sei Dank

King’s Bounty 2 macht nur einen großen Fehler: Es verzeiht keine Fehler. Wer leidensfähig ist und häufig speichert, bekommt aber Spaß für Wochen.

von André Baumgartner,
24.08.2021 13:26 Uhr

King's Bounty 2 vereint Rollenspiel und Rundenstrategie so konsequent wie kein anderes Spiel zuvor. King's Bounty 2 vereint Rollenspiel und Rundenstrategie so konsequent wie kein anderes Spiel zuvor.

Eigentlich ist King's Bounty 2 ein Vertreter der Rundenstrategie, in dem ihr mit eurer taktisch klug zusammengestellten Kampftruppe gegen untote Magierfürsten, mächtige Elementare oder gar ein verschwörerisches Schauspielerensemble zu Felde zieht. Es will aber auch ein vollwertiges Rollenspiel sein, das sich an The Witcher und Co. orientiert - mit Zwischensequenzen, Third-Person-Perspektive Quest-Entscheidungen und einer Open World.

Dieser beachtliche Umbruch in der Serie stellt ein großes Wagnis für Entwickler 1C Entertainment dar. Im Vorfeld wurde innerhalb der Community eifrig darüber diskutiert, ob dieser Weg der richtige für King's Bounty ist. Manch ein Fan hat sich vielleicht schon immer gewünscht, die bunte Fantasy-Welt endlich mal aus der Nähe betrachten zu dürfen. Andere Spieler haben Angst, dass der strategische Anspruch der Serie so verloren geht.

Da können wir euch beruhigen: Dass King's Bounty 2 eben so gar nicht weichgespült und casual ist, könnt ihr allein schon an der Größe unseres Savegame-Ordners ablesen. Denn weil wir uns an den Hexfeld-Kämpfen öfter mal die Zähne ausgebissen haben und bei einer falschen Entscheidung nicht wie sonst zwei bis drei Spielstunden erneut spielen wollten, sammelten wir in knapp 50 Stunden Spielzeit rund 900 Spielstände an.

Das zeigt zum einen, dass GameStar-Tester wirklich vor nichts zurückschrecken, um euch rechtzeitig zum Release eine Spiele-Wertung zu liefern. Und zum anderen, dass King's Bounty 2 ein brillantes und herausforderndes Taktik-Rollenspiel ist. Die für Witcher-Fans schlechte Nachricht: Die Betonung liegt auf »Taktik«.

Eignet sich für euch, wenn ...
  • ... ihr Might & Magic: Heroes liebt.
  • ... ihr auf gemütliches Erkunden steht.
  • ... Hexfeld-Kämpfe eure Leibspeise sind.
Eignet sich nicht für euch, wenn ...
  • ... ihr Vollblut-Rollenspieler seid.
  • ... ihr schwere Rundenstrategie scheut.

Damit ihr eine Vorstellung bekommt, wie sich das Gameplay in King's Bounty 2 anfühlt, geben wir im Folgenden einen Ausblick auf eure drei Hauptbeschäftigungen:

60 Prozent Erkunden Auf unserem treuen Pferd erkunden wir die angenehm weitläufige Karte. Schnellreisen darf man zwischen in der Landschaft verstreuten magischen Obelisken.

30 Prozent Kämpfen Die nahtlos in die Spielwelt integrierten Schlachtfelder bieten einem durch Höhenunterschiede und Engpässe wechselnde taktische Möglichkeiten. Die Position unseres Steine schleudernden Elementars gewährt ihm einen 20-prozentigen Schadensbonus.

10 Prozent Charakterentwicklung Sowohl an den Talenten als auch der Ausrüstung gibt eigentlich immer etwas zu optimieren. Führung (silberne Krone) erhöht eure maximale Truppenstärke, während Kriegskunst die Kampfkraft eurer Einheiten erhöht. Arkanes Wissen eröffnet mächtigere Zaubersprüche und Zauberkraft verstärkt sie.

Der Autor
André Baumgartners letztes Strategiespiel mit Rollenspielanleihen war Crusader Kings 3, dessen mittelalterliche Welt er mit seinem engen Freund Jakob gleichmäßig auf ein römisches und unrömisches Imperium aufteilte. Dass er nun einen anderen Vertreter dieser Kategorie - wenn auch in der Ausführung vollkommen anders - testen sollte, verbucht er mal unter »Fata viam invenient«.

Heroes-Fans freuen sich, Anfänger haben's schwer

Als einer von drei wählbaren Helden sollt ihr das Königreich Nostria vor den Schergen der Unterwelt retten. Dabei bereist ihr in genre-untypischer Third-Person-Perspektive eine wunderschöne, verblüffend offen wirkende High-Fantasy-Welt und entdeckt an jeder Ecke Schätze und Intrigen.

Beides mündet gerne mal in flotten Rundenkämpfen, für welche euch das Spiel zwar ein klassisches Hexagon-Schachbrett auf den Boden zeichnet, die aber ansonsten in der regulären Spielwelt stattfinden. Anstatt also in einfallslose Arenen zu wechseln, sind die gut durchdachten Austragungsorte fast nahtlos ins Gelände integriert.

Wo ein Kampf lauert, zeigt euch für gewöhnlich eine hell leuchtende Umrandung an und ohne eure Zustimmung halten die Bösen brav die Füße still. King's Bounty 2 ist nämlich ein sehr gemütlicher Zeitvertreib, bei dem ihr auch Überraschungskämpfe erst mal ablehnen und für später aufheben dürft. Das ist auch bitter nötig, denn die Widersacher haben fest zugeordnete Level und wer den Fuß zu früh in die falsche Nachbarschaft setzt, rennt gegen eine Wand des Schmerzes.

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