Meinung: Mit Battlefield 2042 ist die Serie endlich wieder auf dem richtigen Weg

Dass der Trailer zu Battlefield 2042 wirkt wie ein Best-of aus BF3 und BF4, ist kein Zufall. Das ist für Phil der erste Schritt zu einem ganz starken Comeback.

von Philipp Elsner,
09.06.2021 17:10 Uhr

Battlefield 2042 will zwar schon alles größer machen, aber irgendwie auch kleiner: Statt Nebenschauplätze zu eröffnen, konzentriert sich DICE aufs Wesentliche. GameStar-Redakteur Phil sieht darin eine große Chance für die Serie. Battlefield 2042 will zwar schon alles größer machen, aber irgendwie auch kleiner: Statt Nebenschauplätze zu eröffnen, konzentriert sich DICE aufs Wesentliche. GameStar-Redakteur Phil sieht darin eine große Chance für die Serie.

Weniger ist ja bekanntlich manchmal mehr. Und ich glaube, auf Battlefield 2042 trifft diese Weisheit besonders zu. Nicht dass Battlefield 2042 ein bescheidenes oder mickriges Spiel wäre - nein, ganz im Gegenteil!

Mit der auf 128 verdoppelten Spielerzahl und deutlich größeren Maps als bisher von der Serie gewohnt, haben sich die Entwickler durchaus beachtliche Ziele gesteckt. Wie die genau aussehen, haben wir für euch übersichtlich im FAQ mit allen Infos zu BF2042 zusammengefasst.

Trotzdem wird bei Battlefield 2042 viel eingespart. Nämlich an genau den Stellen, wo es langsam auch dringend nötig war: Keine belanglose Singleplayer-Kampagne mehr, kein aufgesetzter Combined-Arms-Koop wie in BF5, kein überflüssiger Kriegstauben-Spielmodus wie in BF1, den am Ende keiner zockt.

Battlefield streift mit 2042 jede Menge überflüssigen Ballast ab. Auch einen Battle Royale wird es erstmal nicht geben. Als Fan der der Serie bin ich froh, dass die Entwickler zumindest zum Launch nicht an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfen. Der Versuch, es allen recht zu machen und Spieler von Call of Duty, The Division, Ghost Recon und Warzone gleichzeitig überzeugen zu wollen, würde unterm Strich sowieso nur das ganze Erlebnis verwässern. Oder spielt von euch noch jemand Battlefield: Firestorm? Eben.

Nun konnte ich einen ersten Blick auf Battlefield 2042 werfen und mit den Entwicklern sprechen. Was ich dabei zu sehen und hören bekam, stimmt mich zuversichtlich, dass der neugewonnene Fokus aufs Wesentliche genau das ist, was die Serie braucht!

Der Autor
Philipp Elsner las im zarten Alter von 14 Jahren erstmals von diesem neuen Battlefield 1942 und war sofort fasziniert: So viele Spieler auf einmal und dann auch noch zu Fuß, in Panzern und Schiffen gleichzeitig? Der Wahnsinn! Es folgten zahlreiche LAN-Partys, in denen nächtelang die berühmte Mod Desert Combat gezockt wurde, aus der später dann Battlefield 2 hervorging. Damals haben sich bei Phil einige seiner schönsten Gaming-Erinnerungen eingebrannt, wie draufgängerische Angriffe in einem mit C4 beladenen Jeep oder der Transport eines ganzen Squads auf den Tragflächen eines Bombers. Und über diese Momente lacht er noch heute mit Freunden von damals.

Kein Singleplayer, keine überflüssigen Modi: Mit Battlefield 2042 hören DICE und Electronic Arts endlich auf die Fans. Kein Singleplayer, keine überflüssigen Modi: Mit Battlefield 2042 hören DICE und Electronic Arts endlich auf die Fans.

Konzentriert statt aufgebläht

Battlefield 2042 setzt einen klaren Fokus auf klassischen Multiplayer. Conquest und Breakthrough. Auf Linie gebracht. Auf allen Maps spielbar und auch dort speziell ausbalanciert. Die Kernstärken der Marke und das, was für die meisten Fans Battlefield einfach schon seit fast 20 Jahren ausmacht. Auf Nachfrage bestätigen die Entwickler bei DICE: Es geht ihnen darum, sich auf die Eckpfeiler der Serie zu konzentrieren und einfach nur eine große und spektakuläre Militär-Sandbox abzuliefern.

»Wir sind einfach am besten im Multiplayer-Bereich«, sagt General Manager Oskar Gabrielson. »Das wissen wir und wollen diese Stärke auch voll ausspielen«. Und Design Director Daniel Berlin fügt hinzu: »Wir möchten wieder dieses klassische Gameplay bieten, das wir über viele Jahre verfeinert haben - verbessert durch neue Technologie - und uns dabei auf die spielerische Freiheit konzentrieren.«