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Inhaltsverzeichnis
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Kontroverse um das neue Stalker - Trauerspiel um Areal

Das Kickstarter-Projekt Areal soll der geistige Erbe von Stalker werden, verkommt dank keifender Entwickler, enttäuschter Unterstützer und wütender Trolle jedoch zum absurden Sommertheater. Was zur Hölle ist hier schiefgelaufen?

von Michael Graf,
01.08.2014 10:30 Uhr

Der Gipfel der Absurdität ist die E-Mail von Wladimir Putin. Seine Tochter habe ihn auf das Kickstarter-Spieleprojekt Areal aufmerksam gemacht, schreibt der russische Präsident an dessen ukrainischen Entwickler West Games. Russland, Ukraine, da war doch was - hat man denn nicht mal beim Crowdfunding seine Ruhe vor der Weltpolitik? Ach, wenn es nur das wäre!

Doch um den vermeintlichen Stalker-Erben Areal rankt sich eines der skurrilsten Kapitel der jüngeren Spielegeschichte, eine Schmierenkomödie um Betrugsvorwürfe und Verschwörungstheorien, die Kickstarter zum Schauplatz erbitterter Spam-Schlachten machen. Areal ist die Farce dieses Sommers, und die erreicht mit der Putin-Mail eben ihren Zenit.

Klatschen Sie sich aber bitte noch nicht an die Stirn, es geht ja noch weiter: Sobald Areal spielbar sei, frohlockt der russische Präsident, wolle er dessen Macher in den Kreml einladen. Schließlich liege ihm am Herzen, dass sich »unsere Leute nicht gegenseitig erschießen, sondern Spiele wie dieses spielen.« Haha, Stirn-Freigabe erteilt! Angesichts des Ukraine-Konflikts liest sich das wie allerfeinste Satire - und ist es wohl auch, Putins Mail dürfte das erfundenste Schriftstück eines Staatschefs seit den Hitler-Tagebüchern sein.