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Laysara: Summit Kingdom könnte eines der schönsten Aufbauspiele 2022 werden

Laysara: Summit Kingdom hat mit wunderschöner Grafik und einem spannenden Setting unser Interesse geweckt. Wir verraten euch, was dahintersteckt.

von Géraldine Hohmann,
10.05.2022 17:12 Uhr

Manchmal schaue ich mir Spiele-Trailer an und mache dabei ein Geräusch, dass so ähnlich klingt wie ein leises »Ohhui« und in extremen Fällen hebe ich dabei sogar eine Augenbraue. Und eben diese Reaktion konnte mir auch ein erster Blick auf das Aufbauspiel Laysara: Summit Kingdom entlocken - denn mein Gott, schaut das toll aus.

Saftige grüne Wiesen, golden glänzende Weizenfelder, eisig glitzernde Schneelandschaften und natürlich der allseits besungene Wuselfaktor - und das alles auf der Spitze eines gigantischen Berges. Laysara schmeichelt sich ein mit wunderschöner Wohlfühloptik und einem ungewöhnlichen Setting. Aber was steckt hinter der Fassade?

Worum geht es in Laysara: Summit Kingdom?

Baugrund ist heutzutage ja immer ein bisschen knapp bemessen. Und wenn es Wohnungen mit weniger als einem Meter Breite geben kann, die zwischen zwei Häuser gequetscht werden - dann kann es auch ganze Wohnsiedlungen an einem steilen Berghang geben, an dem regelmäßig Schneelawinen runtersausen.

Drei Bevölkerungsschichten, die an Tibet, Nepal und Bhutan angelehnt sind, siedeln hier an der verschneiten Bergspitze, auf den Feldern darunter sowie am Fuße des Berges auf grünen Wiesen und bilden so eine Symbiose aus Warenketten.

Da das an steilen Berghängen gar nicht mal so leicht ist, benötigt ihr komplexe Brücken, Schächte und mechanische Hebevorrichtungen, um die Bedürfnisse eurer Bewohner zu erfüllen. Und ja klar, ab und zu kommt mal eine Schneelawine runter oder es fängt an bitterlich zu stürmen. Aber schaut doch mal, wie toll das aussieht:

Laysara: Summit Kingdom lässt euch wunderschöne Bergstädte errichten 2:13 Laysara: Summit Kingdom lässt euch wunderschöne Bergstädte errichten

Für wen ist das interessant?

Abseits der rauen (aber sehr schicken) Wetterbedingungen kommt auch jeder Berg, auf dem ihr baut, mit eigenen Herausforderungen. Mal gibt es viel Platz für Landwirtschaft, mal müsst ihr mit euren Feldern Tetris spielen. Und nicht nur das Felder-Puzzlen erinnert an Anno 1800, auch das Upgraden der Wohnhäuser versprüht ein bisschen Anno-Atmosphäre.

Im Gegensatz zu Anno lassen sich in Laysara aber nach Herzenslust Gebäude wie Transportbänder frei an Klippen hinunterbauen - die spielen bei der Planung schließlich eine große Rolle. Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber mir hüpfte bei dem Anblick im Trailer schon ein bisschen das Herz.

So eine Schneelawine kann einem schon mal den Tag verderben. Aber ihr habt die Möglichkeit, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. So eine Schneelawine kann einem schon mal den Tag verderben. Aber ihr habt die Möglichkeit, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Aber noch spannender, als was Laysara alles macht, ist was Laysara NICHT macht. Denn es verzichtet vollständig auf Militär und jede Form von Echtzeitkämpfen - was selbst in reinen Aufbauspielen ziemlich selten ist. Die Entwickler verraten auf Steam, dass sie sich vollständig auf »Wirtschaft, Ressourcen-Management und Überleben trotz der unwirtlichen Umgebung« konzentrieren wollen.

Am Ende baut ihr aber nicht (nur) zum Spaß an der Freude, sondern arbeitet auf euer großes Endziel hin: einen beeindruckenden Tempel an der Spitze des Berges. Die muss aber erstmal sicher erreicht werden und die zahlreichen Ressourcen wollen auch ihren Weg nach oben finden.

Laysara: Summit Kingdom - Screenshots ansehen

Was gefällt uns bisher? Was bleibt unklar?

Was gefällt uns bisher?

  • Wunderschöne Optik: Abseits von der Grafik, die sich im ersten Trailer sehen lassen kann, ist auch der Wuselfaktor und das detaillierte Gebäudedesign eine wahre Augenweide.
  • Klarer Fokus: Im Gegensatz zu vielen anderen Indie-Ausbauspielen wirkt Laysara weder überladen noch überambitioniert, sondern folgt einer klaren und ziemlich cleveren Spielidee, der es alles andere unterordnet.
  • Monument als Endziel: Das schönste Aufbauspiel bringt gar nichts, wenn die Langzeitmotivation fehlt. Der Bau eines Tempels als Monument könnte hier die richtige Richtung sein.
  • Interessantes Szenario: Auf Gebirgshängen herumzubasteln und auf geringstem Raum eine Handelsroute zu eröffnen, wirkt gleichermaßen erfrischend wie anspruchsvoll.

Was bleibt unklar?

  • Langzeitmotivation? Der Tempel allein macht natürlich noch kein motivierendes Gameplay. Hoffen wir also, dass Kampagne und Sandbox-Modus auch genügend Abwechslung im Gameplay bieten.
  • Katastrophenfrust? So schick die Lawine im Trailer auch aussieht: Wenn sie die ebenso mühe- wie liebevoll hochgezogene Siedlung dem Erdboden gleichmacht, braucht es einerseits nachvollziehbare Gründe für die Katastrophe und andererseits interessante Spielkonzepte, um die Aufbaumotivation nach so einem einreißenden Erlebnis hochzuhalten.
  • Ist das schaffbar? Das Team hinter Laysara besteht aus lediglich zwei Entwicklern aus Polen, die zuvor an Dying Light 2 und Ancestors Legacy gearbeitet haben. Als Studio haben sie allerdings noch keine Erfahrung.

Viel zu viele Aufbauspiele mit beeindruckenden Trailern stellten sich die letzten Jahre als Luftschlösser heraus - oder erscheinen gar nicht erst, wie im Falle der unzähligen Spiele aus dem Katalog von PlayWay. Kollege Dimi hat seinen gemischten Gefühlen zu diesem Thema in seiner Kolumne Ausdruck verliehen:

Das Schicksal solcher Aufbauspiele macht mich traurig   14     16

Aztec Empire

Das Schicksal solcher Aufbauspiele macht mich traurig

Ob Laysara mehr Erfolg hat, erfahren wir hoffentlich noch im Laufe des Jahres, denn derzeit peilen die Entwickler einen Release 2022 ohne Early-Access-Phase an.

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