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Das replizierte Blade Runner - Ein Spiel zum Film...soundtrack
Jeder liebt den Film »Blade Runner«. Auch Westwood-Mitgründer Louis Castle ist ein Fan, Ende 1997 legt sein Studio eine offizielle Spielumsetzung der düsteren SF-Welt vor. Das PC-Adventure fängt die Atmosphäre der Filmwelt bemerkenswert gut ein, trotz der limitierten Hardwaremöglichkeiten jener Zeit. Wie gut Voxelgrafik und Musik gealtert sind, können wir dank der GOG-Wiederveröffentlichung auf modernen PCs erleben. Nightdive Studios arbeitet inzwischen an einer aufgebohrten Remaster-Version, die auch für Konsolen erscheinen soll.
Westwoods Blade Runner ist eine stimmungsvolle Adaption des Kultfilms - aber nicht die erste. Denn Ende 1985 veröffentlicht der englische Publisher CRL ein Spiel namens Blade Runner, ohne die Lizenz dafür zu haben. Und auch sonst fehlt dem kruden Actionmurks so einiges.
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Der Autor
Heinrich Lenhardt berichtet seit 1984 über Computerspiele und hat neben legendären Klassikern auch so manches merkwürdige Machwerk erlebt. Der Möchtegern-Blade-Runner von CRL wirkte damals schon so dubios, dass er ihn bei seiner ersten Wirkungsstätte Happy-Computer gar nicht erst für den Spieletestteil berücksichtigte.
Keine Rechte? Kein Problem!
Auf der Packung steht Blade Runner. Das Logo sieht dem des Films verdächtig ähnlich. Wir steuern einen Kopfgeldjäger, der flüchtige Kunstmenschen jagt. Hat da jemand »Replikanten« gesagt? Aber nein, es handelt sich um »Replidroiden«, das ist natürlich etwas ganz anderes. Schließlich ist dies kein offizielles Spiel zum Film, sondern »eine Videospiel-Interpretation des Film-Soundtracks von Vangelis«. Haha!
CRL erklärt kurz vor Veröffentlichung, dass es leider unerwartet schwierig sei, die Rechteinhaber des Films ausfindig zu machen. Was die forsche Firma nicht davon abhält, den Namen »Blade Runner« trotzdem zu verwenden. Denn glücklicherweise hat man wenigstens die Telefonnummer von Vangelis' Büro rausgekriegt und darf deshalb einen Auszug seines Soundtracks verwenden.
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