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Inhaltsverzeichnis
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(Alb-)Traumjob: Das Magazin macht euch zum Spieleredakteur

Wir machen uns unsere eigene GameStar, mit Listings zum Abtippen, Kleinanzeigen und Commodore-Sonderteil! Nur schade, dass der Traumberuf des Computermagazin-Verlagsleiters hier zur Schlafforschungsstudie verkommt.

von Heinrich Lenhardt,
07.06.2020 05:00 Uhr

Spieleredakteur bei Das Magazin - Der langweiligste Job der Welt PLUS 5:02 Spieleredakteur bei Das Magazin - Der langweiligste Job der Welt

Soldat mit Knarre? Barbar mit Schwert? Nein, auf dieser Spielepackung ist Detlef »Teddy« Seehausen der Blickfang. Der Mitarbeiter vom Druckhaus Dierichs in Kassel hat nur Augen für das druckfrische Spielemagazin in seinen Händen. Gehört sein kritischer Blick zur Qualitätskontrolle? Oder ist er wie so viele andere Leser über die Bewertungskriterien von ASM-Spieletests verwirrt?

Denn die Zeitschrift, die Detlef mit überschaubarem Enthusiasmus studiert, ist Ausgabe 03/1990 des klassischen Spielemagazins vom Tronic-Verlag. Viele Sympathiepunkte hat dieses Motiv nicht geerntet: Konkurrent Amiga Joker vermutet »Schleichwerbung« und selbst der ASM-Tester ist empört, weil der Fotograf dieses aktionsgeladenen Cover-Motivs nicht im Handbuch genannt wird. Doch das ist noch eines der kleineren Probleme der Wirtschaftssimulation »Das Magazin«, die uns in die raue Verlagsbranche entführt.

Der Autor
Heinrich Lenhardt berichtet seit 1984 über Computerspiele und hat neben legendären Klassikern auch so manches merkwürdige Machwerk erlebt. Dröge Zahlenabfrage-Schlafmittel fürchtet er schon seit Kaiser-Zeiten und spielt lieber spaßige Oldie-WiSims wie M.U.L.E. oder den Football Manager.

Von Activision zum Kaiser

Der Medienkonzern Bertelsmann steigt schon 1982 in den Videospielevertrieb ein. Während dessen Plattenlabel Ariola die Deutschen mit Scheiben von Peter Alexander versorgt, bringt der neue Ableger Ariolasoft die VCS-Module der jungen US-Spielefirma Activision unters Volk. Bald widmet man sich dem boomenden Heimcomputermarkt und erweitert das Repertoire auch um Eigenproduktionen.
Erstaunliche Erfolge gelingen mit simplen Handelsspielen wie Kaiser und Hanse, den Auslösern des deutschen Wirtschaftsspielewunders. Immer mehr Anbieter wetteifern bald darum, alle möglichen Branchen spielerisch umzusetzen. An C64, Amiga & Co. können wir uns zum Beispiel als Reeder, Winzer oder Ölmagnat versuchen. Das Entwicklerteam Honey Design kommt bereits 1988 auf die Idee, sich der schillernden Welt der Computerzeitschriften zu widmen.

Jeden Monat wird der Redaktionsplan neu festgelegt, der Heftumfang ergibt sich aus der Anzahl der Redakteure. Wird sich GameStar wohl im Zeitschriftenmarkt von 1989 durchsetzen? Und warum muss jede Ziffer umständlich auf dem Software-Keypad angeklickt werden? Jeden Monat wird der Redaktionsplan neu festgelegt, der Heftumfang ergibt sich aus der Anzahl der Redakteure. Wird sich GameStar wohl im Zeitschriftenmarkt von 1989 durchsetzen? Und warum muss jede Ziffer umständlich auf dem Software-Keypad angeklickt werden?

Ariolasoft veröffentlicht Das Magazin zunächst für den C64, doch Tests in den gängigen Spielezeitschriften erscheinen erst 1990, als Umsetzungen für Amiga und Atari ST erhältlich sind. Und die »echten« Redakteure registrieren dankbar, dass ihr Arbeitsalltag nicht gar so freudlos, umständlich und eintönig ist wie die im Spiel simulierte Verlagsbranche.

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