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Inhaltsverzeichnis
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Legendär schlecht: Dick Tracy - Dick und doof

Harte Ganoven, Warren Beatty und Madonna steckt der Comic-Detektiv weg. Doch gegen einen Euro-Trash-Publisher, der schamlos unfertige Schrottspiele veröffentlicht, ist selbst Dick Tracy machtlos.

von Heinrich Lenhardt,
20.11.2018 08:00 Uhr

Legendär schlecht: Dick Tracy - Dick und doof PLUS 4:34 Legendär schlecht: Dick Tracy - Dick und doof

Wenn die Marketingkampagne mehr kostet als die Produktion des von ihr beworbenen Films, ist das Einhalten von Terminplänen eminent wichtig. Die Verfilmung des Detektivcomics Dick Tracy ist das Hype-Großereignis des US-Kinosommers 1990. Pünktlich zum Filmstart sind Massen an Merchandise geplant, darunter auch ein Actionspiel für Heimcomputer.

»Disney zog den Stecker bei allen Versionen, als klar wurde, dass sie die benötigte Zeit falsch eingeschätzt hatten«, erklärt Don French, Programmierer der C64-Version. »Das Spiel wurde nie fertiggestellt«. Seine unvollendete Version kommt eigentlich in die Mülltonne … doch die wird vom französischen Publisher Titus geplündert.

Denn die Schöpfer zweifelhafter Rennspiele (Fire and Forget) besitzen die europäischen Vertriebsrechte für Dick-Tracy-Spiele - und sind mit ihren Qualitätsansprüchen wenig zimperlich: Da ist ein lauffähiges Programm und wenn man den Joystick bewegt, dann passiert sich sogar etwas? Super, das kann man doch veröffentlichen! Ja, kann man. Sollte man aber nicht.


Der Autor
Heinrich Lenhardt berichtet seit 1984 über Computerspiele und hat neben legendären Klassikern auch so manches merkwürdige Machwerk erlebt. An den Dick-Tracy-Film kann er sich nur noch vage erinnern, doch der Anblick von Titus' außergewöhnlicher Spieladaption wird ihn bis an sein Lebensende verfolgen.

Eine repräsentative chaotische Spielszene der PC-Version: Freund und Feind können nur im Stehen schießen, darum geht Dick Tracy (gelbes Sprite) zum Selbstschutz in die Hocke. (PC/EGA)Eine repräsentative chaotische Spielszene der PC-Version: Freund und Feind können nur im Stehen schießen, darum geht Dick Tracy (gelbes Sprite) zum Selbstschutz in die Hocke. (PC/EGA)

Schlecht, schlechter, Spiel zum Film

Wirklich jeder Mist lässt sich durch Beigabe einer namhaften Lizenz verkaufen, so glaubt man zu C64- und Amiga-Zeiten in mancher Chefetage. Folgerichtig sorgt Ocean Software fast im Alleingang für den miesen Ruf von Film- und Fernsehadaptionen. Bei Titeln wie Knight Rider, Miami Vice oder Highlander zählt alleine der Name auf der Packung, nicht etwa, was in ihr steckt.

Doch das sind Waisenknaben im Vergleich zum strunzdummen Ballerspiel Dick Tracy. Hier steuern wir den gleichnamigen Privatdetektiv im gelben Trenchcoat, der von links nach rechts läuft und sich dabei Schusswechsel mit Ganoven liefert. Und man soll ja nicht glauben, wie viel sich bei so einem simplen Rezept falsch machen lässt.

Flucht vor den ständig nachwachsenden Feindesmassen. Das Spielfeld wird nicht etwa gescrollt, bei Erreichen des rechten Rands folgt der abrupte Wechsel zum nächsten Bild. (PC/EGA)Flucht vor den ständig nachwachsenden Feindesmassen. Das Spielfeld wird nicht etwa gescrollt, bei Erreichen des rechten Rands folgt der abrupte Wechsel zum nächsten Bild. (PC/EGA)

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