Zur CES habe ich mich in einen TV verliebt, der vor neun Jahren schon einmal mein Herz erobern konnte

2017 war es Liebe auf den ersten Blick: Mein erster, als Tech-Redakteur getesteter OLED war der W7 von LG, jetzt kommt das Upgrade – und ich schmelze dahin.

Liebe auf den ersten Blick: Der LG W6 und ich. (Bildquelle: LG, Maxe S., GameStar) Liebe auf den ersten Blick: Der LG W6 und ich. (Bildquelle: LG, Maxe S., GameStar)

Als Tech-Redakteur verfolge ich die CES in Las Vegas mit Argusaugen – und die fielen prompt auf meine erste OLED-Liebe. Oder eine Version davon.

Der W6 Wallpaper von LG hat (erneut) mein Herz gestohlen und in diesem Artikel will ich euch verraten, wieso. Einen kleinen Hinweis dazu findet ihr bereits im Teaser-Bild.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Natürlich kommt der Sound auch nicht zu kurz.

Liebe auf den ersten Blick

Bevor ich über den neuen W6 spreche, würde ich gerne noch den Fanboy für den W7 (ja, irgendwie wird hier runtergezählt) rauskehren.

Im Spätsommer 2016 begann meine Karriere als Tech-Redakteur. Bis ich dann den ersten OLED als Testgerät in die Finger bekommen habe, war es Frühjahr 2017 – und es war diese Schönheit:

Flach und nur ein Kabel (das man wegen des weißen Hintergrunds nicht sieht): So sieht mein Traum-TV aus! (Bildquelle: LG) Flach und nur ein Kabel (das man wegen des weißen Hintergrunds nicht sieht): So sieht mein Traum-TV aus! (Bildquelle: LG)

Aus heutiger Sicht mag der W7 gar nicht so arg besonders wirken, für mich jedoch war er eine persönliche Offenbarung.

  • Beruflich hatte ich vorher mit TV-Programmen (ich war TV-Redakteur) zu tun, nicht aber mit Fernsehern an sich.
  • Es war der erste OLED-TV, den ich alleine aufbauen und ausprobieren durfte. 2017 waren die Geräte noch sehr viel teurer.
  • Fernseher vor 9 Jahren sahen zwar ähnlich aus wie heute, waren aber deutlich dicker und schwerer.

Stellt euch also mein Gesicht vor, als ich den Wallpaper-TV ausgepackt und aufgestellt habe – ja, nicht gehängt, denn das Testgerät ging noch an weitere Redaktionen.

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Liebe auf den zweiten Blick

Eigentlich sollte man meinen, dass mir der W6 – also, die neue Version auf der CES – gar nicht die Socken ausziehen sollte. Schließlich sind sich Fernseher optisch immer ähnlicher und immer schlanker geworden, was die Messe dieses Jahr einmal mehr eindrucksvoll bewiesen hat.

Und trotzdem hat es wieder gefunkt. Dabei geht es mir nicht um das Produktbild im Loft, davon habe ich mittlerweile unzählige gesehen. Schaut euch gerne zum Vergleich die Bilder der Kollegen von Netzwelt an.

Was mich am W6 reizt, sind vor allem drei Dinge:

  1. Das Display ist mit neun Millimetern nicht nur ultradünn, sondern durch die Aufhängung »klebt« der TV quasi an der Wand. Die fehlende Lücke mag trivial klingen, macht in der Wahrnehmung aber einen gewaltigen Unterschied (zumindest bei mir).
  2. Das nahezu unsichtbare Stromkabel lässt den Fernseher wie freischwebend wirken – auf Glas aufgezogen oder nicht. Diesen sauberen Look finde ich sehr attraktiv.
  3. Durch die Zero Connect Box verschwindet darüber hinaus auch noch sämtliche Technik auf dem Blickfeld. Ja, bei der Vorgängerin steckte die in der »Soundbar«, beim W6 bleibt tatsächlich nur noch das reine Display zurück.

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Für mich war der Traum schon immer, eine ganze Wand als Bildschirm zu haben. Klar, von der Größe her muss ich noch ein paar Jahrzehnte warten, aber durch das extrem flache Display und die unsichtbare Technik, kommen wir diesem Traum einen Schritt näher.

Zum Schluss noch die technischen Daten (soweit bekannt):

  • Display: Tandem-OLED (Primary RGB Tandem 2.0)
  • Features: Nvidia G-Sync, FreeSync Premium Pro, 4K @ 165Hz, 1.080p @ 330Hz, Zero Connect Box, 4.2-Speaker-System mit 60 Watt

Wie viel soll so ein W6 eigentlich kosten? Darüber lässt sich nur spekulieren, aber Digitaltrends mutmaßt ein Preisschild auf der Höhe der G-Serie von LG. Laut Webseite liegen die Preise da – je nach Größe – im niedrigen bis hohen vierstelligen Bereich. Teuer? Definitiv, aber nicht unbezahlbar.

Ach ja, und obwohl Lautsprecher am Wallpaper-TV angebracht sind, kommt man bei diesem Modell wohl nicht um externe Audiogeräte herum, und sei es nur eine Soundbar. Und die schlägt dann auch nochmal zu Buche.

Nun, manchmal reicht es vielleicht auch aus, seinen Schwarm aus der Ferne anzuschmachten.

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