Das Jahr geht langsam zu Ende und das bedeutet für uns Techies: Die nächste CES lugt um die Ecke. Dort erwarte ich allerhand kleine Verbesserungen im Heimkino und bei TVs. Über zwei davon habe ich bereits geschrieben.
Ich möchte in diesem Artikel allerdings ein bisschen größer träumen und präsentiere euch zwei Dinge, die sich meiner Meinung nach ändern müssen. Leider wird eines davon auch weiterhin Wunschdenken bleiben.
Wunsch 1: Mehr FPS bei Filmen
Leute, wir hängen seit fast 130 Jahren bei 24 FPS fest. 130! Es wäre wirklich an der Zeit, dem uralten Standard den Kampf anzusagen, denn im letzten Jahrhundert hat sich die Erde weitergedreht.
Aber nein, wir schicken lieber einen Mann zum Mond, als Filme zu modernisieren.
Link zum YouTube-Inhalt
Ich finde es deswegen so ärgerlich, dass wir bei 24 FPS herumkrebsen, weil es im Prinzip keine guten Argumente dafür gibt.
- Die Technik kann’s leisten: Fernseher sind seit Jahren in der Lage, mehr FPS anzuzeigen – seit 84 Jahren gibt es in den USA die NTSC-Norm mit 60 Hertz.
- Bei Videospielen geht’s doch auch: In einer Umfrage wollen 45 Prozent von euch Spiele mindestens in 60 FPS zocken. Wieso nicht bei Filmen?
Ich setze meine Hoffnung auf Dolby Vision 2. In den neuen Standard implementiert ist nämlich ein Feature namens »Authentic Motion«, mit denen Filmemacher Bewegungsglättung für einzelne Szenen voreinstellen können.
Das sind dann zwar keine nativen mehr Bilder pro Sekunde, aber vielleicht kann das die Leute schrittweise an höhere FPS gewöhnen. Wünschen würde ich es mir.
51:20
OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?
Wunsch 2: Größere OLEDs für weniger Geld
Dieser Wunsch ist sehr viel realistischer, aber vermutlich nicht auf 2026 bezogen. Ich wünsche mir, dass große OLEDs günstiger werden.
Warum? Na, weil OLED nach wie vor die beste Technologie für Displays ist und ich persönlich riesige TVs mag.
Es gibt mittlerweile extrem große TVs zu einem verdaulichen Preis, da müsst ihr nicht weiter schauen als in unsere Kaufberatung. 75 Zoll sind schon ab unter 1.000 Euro drin, allerdings ohne OLED. Mit OLED zahlt ihr für einen 77-Zöller laut Geizhals mindestens 1.500 Euro – und das ist nur das günstigste, verfügbare Angebot. Und sobald wir die 80 Zoll knacken, wird's preislich richtig saftig.
Bei OLEDs muss ich mich gedulden. Hier spielen ein paar weniger offensichtliche Gründe in den Preis. Eine davon ist das sogenannte Mutterglas.
Alle OLED-Panels – für TVs, Monitore und Handys – werden aus einem großen Panelstück geschnitten, dem Mutterglas.
Das bedeutet: Je effektiver man dieses Mutterglas nutzt, desto mehr Bildschirme kommen dabei heraus und desto weniger Abfall entsteht.
Wenn gemäß dem Beispiel oben drei 65-Zoll- und sechs 32-Zoll-Bildschirme aus dem Mutterglas herauskommen, bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man ein 77-, 83- oder 97-Zoll-Panel herausschneidet.
Das bedeutet: Der Hersteller bekommt weniger Produkte aus demselben Mutterglas heraus. Und was macht man da, um den Verlust zu kompensieren? Natürlich, den Preis erhöhen.
Irgendwann werden aber auch die großen OLED-TVs erschwinglicher werden. Als ich als Tech-Redakteur angefangen habe, hat man für einen 65-Zoll-OLED noch rund 6.000 Steine auf die Ladentheke gelegt. Heute gibt’s Modelle in dieser Größe unter 1.500 Euro – und besser als die damaligen sind sie auch.
Nur hoffentlich erlebe ich noch, dass wir Filme in mehr als 24 FPS zu sehen bekommen. An die bessere Bildqualität kann man nämlich kein Preisschild hängen.







Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.