Mein TV des Jahres 2025 kommt von LG und seine Besonderheit sieht man erst, wenn man ihn einschaltet

Der OLED-Fernseher der Südkoreaner macht nämlich etwas anders, das ein Vorbild für viele Hersteller sein könnte und wohl auch wird.

In diesem TV steckt mehr, als man ihm ansieht. (Bildquellen: LG, Maxe S., GameStar) In diesem TV steckt mehr, als man ihm ansieht. (Bildquellen: LG, Maxe S., GameStar)

Meinem TV des Jahres sieht man nicht an, wie besonders er ist. Es ist kein transparenter OLED oder lässt sich auffalten.

Genau genommen ist es ein völlig normaler Fernseher, der sein Geheimnis gut versteckt. Nicht einmal im Datenblatt auf der Produktseite des LG G5 findet man die Besonderheit, die mich reizt.

Was mich am LG G5 so reizt, nennt sich Tandem-OLED.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Natürlich kommt der Sound auch nicht zu kurz.

Was ist Tandem-OLED?

Wie der Name bereits suggeriert, arbeitet hier OLED im Tandem. Das bedeutet: Das Panel setzt sich anders zusammen; die Halbleiter-Schichten der einzelnen Bildpunkte haben eine neue Struktur. Anstatt nur eine Leuchtschicht pro Pixel zu verwenden, stapeln Tandem-OLEDs zwei oder mehr Leuchtschichten übereinander.

LG nennt die Technologie »Primary RGB Tandem«.

Vereinfacht gesagt lassen die Schichten der einzelnen Pixel mehr Licht durch und verbrauchen dabei weniger Energie. (Bildquelle: LG) Vereinfacht gesagt lassen die Schichten der einzelnen Pixel mehr Licht durch und verbrauchen dabei weniger Energie. (Bildquelle: LG)

In der vierten Generation der OLED-Panels haben die Bildpunkte ein Upgrade bekommen: Jeder Pixel besteht aus vier Stapeln, von unten nach oben:

  • Blau
  • Grün
  • Blau
  • Rot

Aber was bringt das eigentlich? Das verrate ich euch.

Video starten 51:20 OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?

Was macht Tandem-OLED besser?

In meiner Kolumne zu den spannendsten Neuheiten 2026 im Heimkino habe ich gesagt, dass sich Technologien in dieser Sparte oft nur in kleinen Sprüngen entwickeln.

Tandem-OLED ist ein Paradebeispiel dafür. Immerhin hielt es LG nicht für nötig, die Technologie im Datenblatt aufzuführen. Dabei bieten die Tandem-Panels viele Vorteile:

  • Höhere Helligkeit bei HDR: Während OLED sein perfektes Schwarz behält, sollen helle Lichtbereiche bei HDR-Inhalten, nun, heller sein. Das Ergebnis: ein erhöhter Kontrast. Das bestätigt der Test der Kollegen von Hifi.de
  • Höhere Langlebigkeit: Pixel in OLEDs bestehen aus organischem Material. Das bedeutet, dass sie mit der Zeit schlechter werden. Durch die geringere Belastung der einzelnen Schichten erhöht sich die Langlebigkeit der Bildpunkte – und des Displays.
  • Höhere Effizienz: Wie im Bild oben zu sehen, kumulieren sich die Lichtquellen. Das heißt auch: Die einzelnen Schichten müssen nicht mit voller Kraft arbeiten.
  • Geringere Wärmeentwicklung: Die Arbeitslast wird auf eine Schicht mehr als bisher verteilt. Dadurch wird weniger Wärme erzeugt.

Tandem-OLED kommt nicht nur bei TVs zum Einsatz. Gerade kleinere Displays wie Monitore oder Bildschirme von Laptops und Notebooks profitieren von der neuen Technologie.

Momentan sind diese Displays noch rar gesät. Ich gehe aber davon aus, dass wir zur CES und spätestens mit den Line-ups 2026 mehr davon sehen werden. Und für ein besseres Bild, für das ist nichts weiter tun muss, bin ich immer zu haben.

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