Mafia Remake: 3 spannende Details, die das erste Gameplay verrät

Ganze 15 Minuten Gameplay gab es endlich zum Mafia 1 Remake zu sehen. Und die beantworten schon eine Menge Fragen, wenn man genau hinschaut.

von Elena Schulz,
22.07.2020 17:20 Uhr

Mafia 1 Remake - Gameplay: So wird der Open-World-Klassiker verbessert 10:35 Mafia 1 Remake - Gameplay: So wird der Open-World-Klassiker verbessert

Das erste Gameplay zur Mafia: Definitive Edition mit einer Szene aus dem ursprünglichen Spiel einzuläuten, ist ziemlich clever. So wird uns der gewaltige Unterschied erst recht bewusst. Als Remake zu Mafia 1 krempelt die Neuauflage neben der Optik auch Spielmechaniken, Inszenierung und mehr um. Anders als beim bereits für euch getesteten Remaster zu Mafia 2 haben wir fast ein komplett neues Spiel vor uns.

Das beweisen die 15 Minuten Gameplay, die der Entwickler Hangar 13 hier kommentiert im Video vorstellt. Während die Mission »A Trip to the Country« über unseren Bildschirm flimmert, öffnen wir schnell die Version von 2002 und vergleichen beide Spielabschnitte mit Adleraugen. Tatsächlich: Hier hat sich auch abseits der Grafik einiges getan.

Wir stellen euch hier drei große Neuerungen gegenüber Mafia 1 sowie viele weitere kleine Details vor, die ihr dank all der schicken Gangster vielleicht übersehen habt.

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1. Anpassbare Fahrzeuge & Motorräder

Durch den in den 30er-Jahren angesiedelten Schauplatz wartet Mafia 1 mit einem besonderen Fuhrpark auf. Bei Minute 02:27 wird kurz eine »Carcyclopedia« eingeblendet, laut der wir 53/53 Fahrzeugen besitzen.

In Mafia 1 kurvten wir mit 51 unterschiedlichen Wagen durch die Metropole Lost Heaven. Später kamen aber noch 19 freispielbare Bonus-Fahrzeuge hinzu, was in der Neuauflage wahrscheinlich auch der Fall sein wird. Darüber hinaus klemmen wir uns aber auch in den Motorradsattel, was im Original noch nicht möglich war.

Man darf den eigenen Traumwagen aus dem Auto-Katalog nicht nur auf seine Testfahrt entführen, sondern auch Werte wie Beschleunigung, Handhabung und Bremsen vergleichen. Außerdem lassen sich offenbar die äußere Lackierung und das Innenleben farblich anpassen.

Die schicken Wagen im Spiel lassen sich anscheinend personalisieren. Die schicken Wagen im Spiel lassen sich anscheinend personalisieren.

2. Ein Deckungssystem

Ein richtiges Deckungssystem gab es im Original nicht. Unsere Spielfigur konnte sich zwar ducken und wurde dann nicht so leicht getroffen, mit schützenden Wänden oder Kisten hatte er es aber nicht so - genauso wenig wie die Gegner. Bei Minute 05:30 im Video geht Held Tommy nach einer Zwischensequenz automatisch hinter einem Heuballen in Deckung und auch die Feinde suchen Schutz.

Die Entwickler führen dazu aus, dass man sich bei den Schusswechseln an Mafia 3 orientiert habe. Eine gute Entscheidung! Immerhin zählten die zu den Passagen, wo uns der neuste Teil trotz seiner Schwächen überzeugen konnte:

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Weitere interessante Details:

  • Es wird einen Story-Modus mit einfacheren Schussgefechten geben. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad fallen Gefechte bereits sehr fordernd aus, weil Tommy eben ein Ex-Taxifahrer und kein Soldat ist.
  • Im Video ist von mehr als 20 Missionen die Rede, Mafia verfügt im Original aber über exakt 20. Das weist auf zusätzliche Aufträge hin.
  • Bei circa 11:46 im Video erklimmt ein Polizist einen Stützpfeiler, um in ein höheres Stockwerk zu gelangen. Wahrscheinlich existiert im Spiel also auch für uns irgendein Klettersystem.
  • Ihr findet an den Schauplätzen zur Zeit passende Collectibles wie »Cigarette Cards« - Sammelkarten, die Tabakunternehmen früher als Werbung verteilten. Es soll aber auch neue Infos zu Hintergründen und Nebensträngen der Handlung zu entdecken geben.

3. Neue Inszenierung

Geschichte, Figuren und Missionsstruktur bleiben grundsätzlich gleich. Ihr begegnet wieder vertrauten Charakteren wie euren Verbrecher-Kumpanen Paulie und Sam und besucht bekannte Schauplätze wie die durch das düster brodelnde Gewitter fast schon unheimlich wirkende Farm.

Zumindest theoretisch ist also alles altbekannt. Praktisch sehen Tommy und Paulie allerdings völlig anders aus als man sie aus dem ersten Mafia kennt. Man kann also davon ausgehen, dass die Figuren im Spiel allesamt eine Generalüberholung erhalten haben.

Die Modernisierung beschränkt sich aber nicht nur auf schickere Texturen, neue Modelle oder auch Motion-Capture-Aufnahmen. Dialoge wurden komplett neu mit anderen Sprechern vertont und inszeniert, sodass sie nun deutlich glaubwürdiger und stellenweise auch dramatischer wirken.

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In Mafia 1 erklären die korrupten Polizisten während der gezeigten Mission zum Beispiel relativ plump, dass der feindliche Strippenzieher Morello sie geschickt habe. Im Remake erschließen Tommy und Paulie sich das selbst, nachdem sie die Leichen untersucht und eine Polizeimarke gefunden haben. Gleicher Effekt, aber deutlich besseres Storytelling!

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Die 15 Minuten Gameplay aus dem Mafia-Remake wirken also durchaus vielversprechend. Die Entwickler erhalten das, was am Original fantastisch war (Geschichte, Figuren) und überarbeiten dort (Kämpfe, Inszenierung) wo schon damals die Schwächen lagen.

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