50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Man on Fire ist neu auf Netflix und ich war schon ganz kurz davor, abzuschalten – jetzt bin ich froh, es nicht getan zu haben

Falls ihr mal wieder Lust auf eine Actionserie habt, verrät euch Franzi, ob sich Man on Fire auf Netflix für euch lohnt.

Yahya Abdul-Mateen II tritt in die Fußstapfen von Denzel Washington. Bildquelle: Netflix Yahya Abdul-Mateen II tritt in die Fußstapfen von Denzel Washington. Bildquelle: Netflix

Viele von euch kennen bestimmt den Film »Mann unter Feuer« mit Denzel Washington. Auch wenn der moderne Kult-Klassiker von Kritikern im Jahre 2004 regelrecht zerrissen wurde, erfreut er sich bei Fans mittlerweile großer Beliebtheit.

Netflix hat sich vor drei Jahren die Rechte an der Romanreihe von A.J. Quinnell gesichert und kommt jetzt mit einer Neuverfilmung daher – diesmal im Serienformat. Die Community zeigte sich vorab skeptisch, ob die neue Show mit dem Actionfilm mithalten kann.

Ich konnte mir bereits alle sieben Episoden von Staffel 1 anschauen und muss jetzt dringend darüber reden. Denn obwohl ich mir nach den ersten zwei Folgen sicher war, dass Netflix hier ein großes neues Highlight à la The Night Agent winkt, muss ich Man on Fire dann doch ein paar Probleme eingestehen.

Bevor wir aber dazu kommen, gehen wir erst einmal ganz actionreich in die Handlung rein. Falls ihr lieber direkt zur Kritik springen wollt, findet ihr im Inhaltsverzeichnis ganz einfach den Punkt, der euch am meisten interessiert:

Franziska Hammerschmidt
Franziska Hammerschmidt

Falls ihr Franzi sucht: Sie ist mittlerweile ständig mit irgendeinem Ex-Militärpolizisten oder FBI/CIA-Agenten auf einer wichtigen Mission. Aktuell wartet sie sehnsüchtig auf das vierte Abenteuer von Reacher auf Amazon. Zuletzt hat sie mit Peter Sutherland in The Night Agent eine riesige Verschwörung aufgedeckt. Aber pssst – eigentlich darf Franzi gar nicht darüber reden!

Worum geht’s in Man on Fire? 

John Creasy (Yahya Abdul-Mateen II) ist ein ehemaliger CIA-Agent, der nach einer gescheiterten Mission mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (kurz: PTSD) zu kämpfen hat. Als ihm sein alter Freund Paul Rayburn (Bobby Cannavale) einen neuen Job in Brasilien beschafft, zögert Creasy zunächst.

Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und er sieht sich gezwungen, Pauls Tochter Poe (Billie Boullet) zu beschützen. Die junge Teenagerin rutscht nämlich ohne es zu wissen in eine riesige Verschwörung rein und soll jetzt aus dem Weg geräumt werden, weil sie zu viel gesehen hat. Das will Creasy jedoch um jeden Preis verhindern.

Video starten 1:59 »Eine schwere Aufgabe« – Fans zeigen sich skeptisch, ob die Netflix-Neuauflage von Man on Fire dem modernen Action-Klassiker mit Denzel Washington gerecht wird

Ihr merkt schon: Die Handlung hat nicht mehr allzu viel mit dem 22 Jahre alten Actionfilm Man unter Feuer zu tun. Die beiden teilen sich lediglich das Grundgerüst – Creasy als Ex-Soldat mit dunkler Vergangenheit und ein alter Freund, der ihm einen Job vermittelt. 

Wo kann ich Man on Fire streamen?

Alle sieben Folgen der neuen Actionserie Man on Fire könnt ihr seit dem 30. April 2026 auf Netflix streamen. Die Episoden gehen im Durchschnitt 40 bis 50 Minuten.

Dort (und auf Disney Plus) könnt ihr euch aktuell ebenfalls den Klassiker mit Denzel Washington anschauen – falls ihr einen eigenen Vergleich aufstellen möchtet.

Poe (Billie Boullet) gerät ins Visier von Verbrechern und Creasy muss sie beschützen. Bildquelle: Netflix Poe (Billie Boullet) gerät ins Visier von Verbrechern und Creasy muss sie beschützen. Bildquelle: Netflix

Für wen ist Man on Fire interessant? 

Wenn ihr mit strahlenden Rettern wenig anfangen könnt und euch vor allem gebrochene Anti-Helden reizen, dann kommt ihr hier voll auf eure Kosten. Man merkt Hauptdarsteller Yahya Abdul-Mateen II wirklich an, dass er die tiefen, psychologischen Probleme von Creasy verstanden hat, was sich in seiner Performance nur allzu gut widerspiegelt.

In seiner grummeligen Ernsthaftigkeit erinnert Creasy etwas an den Ex-Militärpolizisten Reacher, der allerdings regelmäßig seinen trockenen Humor auspackt — was hier nicht der Fall ist.

Nach den ersten Folgen müsst ihr allerdings etwas Durchhaltevermögen beweisen, denn die Serie ist nicht durchgehend spannend und verliert sich manchmal zu sehr in der Einsamer-Wolf-Thematik. Dafür werdet ihr aber am Ende mit einem spannenden Finale belohnt.

Stärken und Schwächen von Man on Fire 

Was mir an Man on Fire gefallen hat

  • Achtung, da kommt eine Faust! Ich bin normalerweise kein allzu großer Fan von expliziten Folterszenen oder richtig brutalen Kämpfen, aber hier waren sie so spannend gemacht, dass ich einfach nicht wegschauen konnte. Außerdem wird nicht ausschließlich mit Körperteilen gekämpft, sondern in der Not wird Creasy auch mal erfinderisch. Hier kann dann wirklich alles zur Waffe werden – selbst ein Putzeimer! 
  • Ein würdiger Nachfolger für Denzel: Yahya Abdul-Mateen II konnte schon in der Marvel-Serie Wonder Man mit seiner grandiosen Performance glänzen. In Man on Fire schafft er es sehr gut herauszustellen, wie sich ein tief traumatisierter Ex-Agent verhalten würde.
    So hält er immer genügend Abstand zu anderen Menschen, gibt sich oft reserviert, wortkarg und verzieht selten eine Miene. Wenn er dann aber doch mal lacht und Spaß hat, traf es mich immer bis ins Mark. Abdul-Mateen II schafft es, dass man mit Creasy sympathisieren kann, obwohl man vielleicht nicht immer mit seinen Handlungen einverstanden ist.
  • Das Finale hat ordentlich WUMMS: Jede gute Actionserie braucht einen Höhepunkt, der sich gewaschen hat – Man on Fire liefert hier gut ab. Die Figuren tüfteln einen Plan aus, tricksen was das Zeug hält und schlagen sich wacker im Kampf gegen ihre Widersacher. Ja, ich habe beim Zuschauen ganz schön mitgefiebert!

John Creasy ist stets für einen Kampf bereit. Bildquelle: Netflix John Creasy ist stets für einen Kampf bereit. Bildquelle: Netflix

Was mir an Man on Fire nicht gefallen hat

  • Entschuldigung, wo ist die Spannung abgeblieben? Zu Beginn der Serie geht alles Schlag auf Schlag, dann plätschert die Handlung jedoch etwas vor sich hin. Das macht sich besonders dadurch bemerkbar, dass Creasy länger sein eigenes Ding macht, während seine Sidekicks aufs Abstellgleis geschoben werden und nur darauf warten, von ihm reaktiviert zu werden.
  • Die Dynamiken haben es schwer: Am Anfang haben die Figuren wegen der ganzen Action kaum Zeit, sich einander anzunähern. Später wird dann einfach eine kleine Collage an gemeinsamen Momenten eingebaut und bumm – alle sind ein eingeschweißtes Team. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Szenen gewünscht, die eine Entwicklung in der Beziehung der Charaktere zeigen. Schließlich ist Creasy ein harter Brocken, der tief traumatisiert ist und viel Zeit braucht, bis er Menschen wirklich vertraut.
  • Kontext, verzweifelt gesucht: In einer Actionserie will ich mein Gehirn abschalten. Ich möchte mich zum Beispiel nicht ständig fragen, wo diese eine Figur auf einmal herkommt und warum sie Creasy einfach so hilft. Denn wenn ich eins in Actionserien gelernt habe, dann, dass niemand etwas ohne Eigennutzen tut. An dieser Stelle werde ich euch nicht mehr verraten, aber vielleicht entdeckt ihr ja auch einige Lücken, wo euch einfach der Kontext für die Geschichte fehlt.

Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr Lust auf Man on Fire und werft mal einen Blick in die Serie? Oder tut ihr einfach so, als würde sie nicht existieren und bleibt beim Streifen mit dem guten alten Denzel? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Falls ihr noch mehr Action braucht, werdet ihr in der obigen Box fündig. Aber erwartet keine Explosionen oder wilde Verfolgungsjagden – das überlassen wir den Profis!

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