Marathon-Gaming - Mann spielt 20 Stunden, kann danach nicht mehr gehen

Eine extralange Spielesession hat ihren Tribut gezollt. In China konnte ein Internetcafé-Besucher nach 20 Stunden Dauerzocken seinen Unterkörper nicht mehr bewegen.

von Martin Dietrich,
05.02.2018 14:04 Uhr

Für einen Internetcafé-Besucher endete eine Spielesession im Krankenhaus. (Quelle: Pear) Für einen Internetcafé-Besucher endete eine Spielesession im Krankenhaus. (Quelle: Pear)

In China, Jiaxing, verlief am Wochenende ein Internetcafé-Besuch nicht wie geplant. Nachdem ein Mann 20 Stunden spielte, ohne eine Pause einzulegen, kollabierte sein Unterkörper. Laut der Seite Kuaibao (via Newsweek) wollte der Mann die Toilette aufsuchen, als er bemerkte, dass er seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Ein Freund rief daraufhin einen Krankenwagen. Auf der chinesischen Videoplattform Pear gibt es ein kurzes Video zu sehen, das den Vorfall zeigt.

Die Ärzte brachten den Mann anschließend auf einer Trage ins Krankenhaus. Als er das Internetcafé verließ, soll er seinen Freund angefleht haben, das Spiel noch beenden zu dürfen. Welches Spiel ihn 20 Stunden ununterbrochen fesselte, ist bisher nicht bekannt.

China erkennt seit 2008 Internetabhängigkeit als psychische Störung an. Wie der Guardian berichtet, leiden schätzungsweise 23 Millionen Chinesen unter einer derartigen Abhängigkeit. Als Folge dieser Ausbreitung sind spezielle Bootcamps entstanden, die das Problem in den Griff bekommen sollen. Einige dieser Bootcamps stehen aufgrund ihrer Härte und Behandlungsmethoden wie Elektroschocks in der öffentlichen Kritik.

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