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Seite 2: Mass Effect im Test - Das Sci-Fi-Epos endlich für den PC

Erkunden

Nach Eden Prime (wo Sie etwa 45 Minuten beschäftigt sind) gönnt Ihnen das Programm erst mal eine Atempause. An Bord der Citadel, einer gewaltigen Raumstation, verbringen Sie die ersten Spielstunden damit, den Hohen Rat der galaktischen Regierung von Sarens Verrat zu überzeugen.

Um Beweise zu sammeln, machen Sie vor allem eines: Gespräche führen. Viele Gespräche. Das klingt öde, doch Langeweile kommt angesichts der Liebe zum Detail, mit der die Mass Effect-Autoren das Universum umgesetzt haben, in keiner Sekunde auf. Politik, Gesellschaft sowie eine Vielzahl an Infos zu Technologien, fremden Planeten oder den grundverschiedenen Alien-Rassen (etwa die wegen eines waffenfähigen Virus vom Aussterben bedrohten und deshalb arg pessimistisch gestimmten Kroganer) sorgen für eine im Rollenspiel-Genre derzeit beispiellose Tiefe.

Die durch ihre aufwändigen Animationen und detaillierten Gesichter erstaunlich lebensecht wirkenden Charaktere tragen ihren Teil zum hervorragenden Gesamteindruck bei. Resultat: Bereits nach den ersten Dialogen hat Sie die Geschichte in ihren Bann gezogen und lässt Sie bis zum ebenso eindrucksvollen wie dramatischen Finale nicht mehr los - versprochen!

Entscheiden

Nicht nur die Handlung, auch die Quests, die diese vorantreiben, glänzen mit Ideenreichtum. So treffen Sie auf dem von den Geth belagerten Planeten Ferros auf misstrauische Kolonisten, deren Gunst Sie erlangen, in dem Sie etwa eine verschollene Person suchen, die Wasserversorgung wiederherstellen und gefährliche Wölfe in Bettvorleger verarbeiten. Kaum ist das erledigt, macht ein Thorianer, ein mental begabtes Alien, in den Tiefen der Ferros-Basis jeden in seiner Nähe zum willenlosen Sklaven und Verbündete zu Feinden. Diese Mission ist extrem heikel; sind doch Ihre Gegner eigentlich freundlich gesonnene, unschuldige Wachleute, ferngesteuert vom bösartigen Alien- Aggressor.

Sie müssen also ohne jede Gewalt vorgehen und statt Kugeln Betäubungsgranaten einsetzen - cool! Zudem gipfeln die Story-Quests häufig in dramatischen Situationen. Wenn es beispielsweise darum geht, auf dem Wasserplaneten Virmire die Basis von Oberbösewicht Saren zu sabotieren, muss Shepard eine folgenschwere Entscheidung treffen - und die wird auch Ihnen garantiert nicht leicht fallen. Auf den Handlungsverlauf oder gar das Ende des Spiels haben solche Momente zwar keinen Einfluss, der emotionalen Intensität der Story tut das aber keinen Abbruch.

Abschweifen

Klingt ja nach einem fehlerfreien Ausnahme-Rollenspiel. Das wäre Mass Effect auch, würde es nicht an einer elementaren Stelle kranken: den Neben-Missionen. Schon früh quillt Shepards Tagebuch vor Aufträgen über, die nichts mit der Geschichte zu tun haben, Sie dafür aber mit zusätzlicher Belohnung wie Geld, Ausrüstung und Erfahrung locken. Das Prozedere ist dabei meist dasselbe: zu einem stets kargen und leblosen Planeten fliegen (geht bequem über eine übersichtliche Galaxie-Karte), mit dem Mako, einem dreiachsigen Geländefahrzeug landen, die Gegend erkunden und entweder ein bestimmtes Artefakt bergen oder ewig gleich gestaltete Minen und Basen von Feinden säubern.

Problem: Wer die Neben-Quests ignoriert, steigt zu langsam im Level auf und bekommt spätestens nach etwa zehn Stunden Spielzeit Probleme mit den teils übermächtigen Gegnern. Auf der anderen Seite können sich konsequente »Ich erledige alles, was es zu erledigen gibt«-Zocker ab der Hälfte des Spiels kaum vor Geld und Universal-Gel (wird zum Reparieren des Makos und zum Knacken von Schlössern benötigt) retten - ein Balance-Problem.

Verbessern

Auch bei den sammelbaren Gegenständen hat Bioware Potenzial verschenkt. Zwar gibt es diverse Pistolen, Schrotflinten, Sturmund Präzisionsgewehre.

In Sachen Schaden, Präzision und Hitzeentwicklung unterscheiden die sich im Spielverlauf aber nur marginal - merkliche taktische Unterschiede fehlen. Ein wenig Vielfalt bringen die Upgrades, mit denen Sie Knarren und Rüstungen verbessern.

Doch das alles hält keinem Vergleich zur Item-Vielfalt eines Two Worlds oder Oblivion stand. Positiv ausgedrückt: Das Bioware-Team hat sich Raum für Verbesserungen gelassen. Der zweite Teil (Mass Effect wurde als Trilogie geplant) hat so die Chance, ein sehr gutes Spiel mit einem genialen Nachfolger fortzuführen. Im Geschichtenerzählen wischt das Science-Fiction-Epos schon jetzt mit der Konkurrenz gnadenlos den Boden.

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