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Mehr Pay2Win in FC 26: Der Start in Ultimate Team ohne Echtgeldeinsatz ist dieses Jahr noch schwieriger

Meinung: EA Sports FC 26 macht Ultimate Team für alle, die nicht permanent zahlen wollen, zu einer unfairen Angelegenheit.

Wer sich Packs mit der Echtgeldwährung FC-Points kauft, hat in FC 26 einen noch größeren Vorteil als in den Jahren zuvor. Wer sich Packs mit der Echtgeldwährung FC-Points kauft, hat in FC 26 einen noch größeren Vorteil als in den Jahren zuvor.

Jedes Jahr im September beginnt dasselbe Ritual: Man stürzt sich voller Vorfreude in eine neue Saison Ultimate Team, schmiedet Pläne, träumt vom perfekten Team. Und jedes Jahr habe ich das Gefühl, dass Publisher Electronic Arts uns immer mehr Hürden in den Weg stellt. Bei FC 26 ist das aber keine leise Ahnung mehr. Hier wird einem klipp und klar gezeigt: Wer nicht zahlt, hat von Anfang an deutlich schlechtere Karten.

Dennis Zirkler
Dennis Zirkler

Seit 13 Jahren gehört der Start von Ultimate Team für Denninger zum festen Herbst-Programm – immer strikt ohne weiteren Echtgeld-Einsatz. Der Grind und die Suche nach günstigen, aber starken Spielern waren für ihn stets eine willkommene Herausforderung. Aber beim Anblick von FC 26 fragt er sich, ob sein Lieblingsmodus endgültig zu einem Finanzprodukt verkommen ist, für das in seiner Fußballseele kein Platz mehr ist.

Die Gier hat einen neuen Namen: Premium-Pass zum Start

Erinnert ihr euch an 2024? An den Aufschrei, als Gerüchte über einen kostenpflichtigen Premium-Pass für FC 25 die Runde machten? Die Fan-Proteste waren so laut, dass EA offenbar kalte Füße bekam und der Pass nicht zum Release kam.

Stattdessen schob man ihn Monate später, im April 2025 mit Saison 7, eher unauffällig ins Spiel – vermutlich, um die Reaktionen zu testen, als die meisten Spieler ohnehin schon ihre Teams fertiggestellt oder das Spiel längst beiseitegelegt hatten.

Von dieser Zurückhaltung ist in FC 26 nichts mehr zu spüren: Der umstrittene Echtgeld-Premium-Pass ist zurück und er wird uns bereits zum Early-Access-Release vor die Nase gesetzt. Wer die teure Ultimate Edition vorbestellt, bekommt ihn zwar direkt dazu. Doch alle anderen, die lediglich ihre 70 Euro für die Standard-Edition ausgegeben haben, sehen direkt, dass ihr Spielfortschritt weniger wert ist als der von anderen.

Wer zahlt, kann sich eine aufgewertete Variante von Milan-Verteidiger Fiyako Tomori sichern. Schon seine Basisvariante gilt seit Jahren als absolute Meta-Karte. Wer zahlt, kann sich eine aufgewertete Variante von Milan-Verteidiger Fiyako Tomori sichern. Schon seine Basisvariante gilt seit Jahren als absolute Meta-Karte.

Neben dem normalen Level-System existiert von Anfang an eine Premium-Spur, die zahlenden Spielern einfach mehr und bessere Belohnungen verspricht. EAs Kalkül scheint klar zu sein: Nachdem das Feature letztes Jahr nur getestet wurde, soll es jetzt zur Normalität werden. Das ist schlicht ein weiterer eingebauter Vorteil gegen Bezahlung. In einem Vollpreisspiel.

Der kalkulierte Nachteil für Nichtzahler

Als wäre das nicht genug, haben die Entwickler an den Stellschrauben für alle gedreht, die sich dem widersetzen wollen. Wichtige Meilenstein-Ziele, die uns in den Vorjahren eine solide, kostenlose Starthilfe gaben, wurden gestrichen.

  • Packs für Siege mit Bronze- oder Silber-Teams?
  • Die extrem wertvollen 50k- und 100k-Packs für eine bestimmte Anzahl an Toren und Vorlagen?
  • SBCs wie Hybrid Nations, Hybrid League oder Puzzlemaster mit dicken Belohnungen?

Alles weg.

Das ist kein Zufall, das ist meiner Meinung nach eine bewusste Entscheidung. Electronic Arts nimmt uns die grundlegendsten Werkzeuge, um uns ohne Echtgeldeinsatz ein erstes solides Team zu erspielen. Der Hersteller trocknet hier den Nichtzahler-Weg systematisch aus, um den Druck zu erhöhen, doch zur Kreditkarte zu greifen. Der Grind wird in EA Sports FC 26 dadurch nicht nur länger, auch der Abstand zu den zahlenden Spielern wird dadurch von Anfang an riesig.

Video starten 2:24 EA FC 26 verspricht im Trailer das realistische, langsame Gameplay, auf das viele gewartet haben

Der frühe Vogel packt die Kreditkarte aus

Was bei dieser Strategie perfekt ins Bild passt, ist die gestaffelte Veröffentlichung: Früher loslegen zu können, ist in Ultimate Team ein entscheidender Vorteil. Die Transfermärkte sind frisch, die Chancen auf günstige Stars am größten.

EA weiß das natürlich ganz genau. Und so wirkt auch der frühere EA-Play-Zugang nicht mehr wie ein netter Service, sondern wie der erste Mautposten auf dem Weg ins Spiel.

Du hast 100 Euro für die Ultimate Edition bezahlt, um am 19. September als einer der Ersten loszulegen? Super. Danke für dein Geld. Aber für den wirklichen Start am 18. September hätten wir gerne nochmal sechs Euro für einen Monat EA Play.

Natürlich, beweisen kann ich das nicht. Vielleicht stecken dahinter ja wirklich irgendwelche technischen Ungereimtheiten. Auf mich wirkt das Ganze dennoch wie der unverblümte Versuch, wirklich jedem, der es mit Ultimate Team ernst meint – und das sind viele –, für den allerersten Startschuss noch ein paar zusätzliche Euro aus der Tasche zu ziehen.

Der Premium-Pass, die reduzierten F2P-Belohnungen und der erkaufte Frühstart sind für mich definitiv mehr als nur kleine Ärgernisse. Sie sind ein klares Signal dafür, wohin die Reise geht. Wenn das die neue Normalität in FC 26 ist, wo stehen wir dann bei FC 27?

Ultimate Team war schon immer Pay2Win, keine Frage. Aber mit genug Zeit und Geschick konnte ich mich in den vergangenen Jahren stets gut behaupten. Doch so langsam habe ich das Gefühl, dass die Luft für Spieler wie mich verdammt dünn wird.

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